Music Interview | verfasst 04.04.2017
Cologne Tape
»Schwingt das Pendel zurück?«
Im Kölner Stadtteil Deutz rumort es schon seit längerem. Während der Kölner die östliche Rheinseite leicht verächtlich »Schäl Sick«, die falsche Seite, nennt, ist gemeinhin bekannt, dass von eben jener Seite interessante Musik kommt.
Text Lars Fleischmann
Colognetape

Das Label Magazine hat in den letzten Jahren vor allen Dingen auch international für Furore gesorgt. Es steht für Club-Not-Clubmusik zwischen Techno, Kraut und Experiment. Die neueste Veröffentlichung des Labels kommt vom Kollektiv Cologne Tape, das aus den Musiker_innen Ada, Barnt, Jens-Uwe Beyer aka Popnoname, Jörg Burger, John Harten, Philipp Janzen (Von Spar), Mario Katz, John Stanier (Battles, Helmet) und Axel Willner respektive The Field besteht.
 »Welt« heißt ihr Album, was man auf mindestens zwei Arten lesen kann: das Köln wieder Welt ist oder aber, dass es für diese Musik nicht wichtig ist, wo sie herkommt – sondern wo sich sich mit anderen verbindet.

Eine alte Werft darf als Entstehungsort und Mittelpunkt für das Label gelten. In den Gebäuden auf dem Gelände findet sich nicht nur der bekannte Mainstream-House-Laden »Bootshaus«, sondern auch die Wohngebäude der Labelmacher. Außerdem hat man hier jahrelang einen Off-Space-Betrieben, der in Andenken an den gemeinhin als untalentierten Politiker bekannten und ehemaligen Oberbügermeister »Fritz Schramma Halle« genannt wurde.
 Nur unweit des Geländes findet sich ein aufwendiges Spa namens ›Claudius Therme‹. Hier (also leider nur im Restaurant und nicht in einer der Saunen) treffe ich Cologne Tape. Nicht vollständig, man versichert mir aber, dass hier der kollektivistische Gedanke hochgehalten wird. So sind alle Aussagen als gemeinschaftliche Antworten anzusehen.

Wer oder Was ist Cologne Tape?
Cologne Tape: Wir sind eine Anhäufung verschiedener Musiker.

Ihr seid ja auch die Katalognummer »1« auf dem Label »Magazine«. Könnt ihr uns mal einen Überblick verschaffen: wie sind das Label und die Band genau verstrickt?
Die drei Labelgründer Barnt, Crato und Jens-Uwe Beyer sind bei Cologne Tape dabei. Tatsächlich war Cologne Tape der Beginn für das Label. Vorher gab es den Wunsch ein Label zu machen, aber keinen Anlass, keine Musik, die uns eigenständig genug erschien.

Wir sind hier in der Werft im Kölner Stadtteil Deutz, wo ja auch einige von euch wohnen, und andere bestimmt gern gesehene Gäste waren. Ist der Ort hinsichtlich der kollektivistischen Näherung an Kunst und Musik auch wichtig?
Für das Label ist der Hafen ein wichtiger Ort. Barnt, Crato und Jens-Uwe kommen von der Ostsee. In der Werft haben sie wenigstens noch einen großen Fluss. Für ›Cologne Tape‹ waren aber auch die Dumbo Studios, die sich Von Spar in der Südstadt aufgebaut haben, ein wichtiger Ort. Dort können wir tagelang machen, was wir wollen.

Vom Namen schließt man halt schnell auf einen Ort, schreit ja fast danach. Was steckt da genau dahinter? Ist das eine Werbung für die Stadt Köln als Standort? Oder steckt da auch »Sound of Cologne« drin?
Das ist alles nicht beabsichtigt. Die Band existiert nur in Köln und hier haben wir alles aufgenommen. Also ist das eher im Sinne von The Köln Recordings, The Cologne Tape, etc gemeint.
»Die größte Melodien entstehen bei uns, wenn alles egal ist.« ( Cologne Tape)
Und die Vereinnahmung als Leitbild für eine Kölner Szene, whatever that means, herhalten zu müssen oder können? Also dass euer Album jetzt wie »der große Hauptstadt-Roman«, nur für die Kölner Musiker, besprochen wird. Seid ihr vielleicht sogar der Status Quo?
Wir empfinden das nicht so. Vielleicht entsteht solch ein Eindruck dadurch, dass wir in Köln seit langem viele Sachen machen: Magazine ein paar Jahre mit einem eigenen Warehouse im Hafen, Jörg als Teil von Kompakt, Philipp mit Von Spar. Aber es gibt viele andere tolle Musiker, die gerade am Status Quo elektronischer Musik aus Köln arbeiten: Colorist, Jondo, Friday Dunard und viele mehr.

Ist einer der Gründe aber vielleicht auch, dass an euch heran getragen werden könnte, dass ihr standhaft in Köln geblieben seid? Gerade in Köln redete man auch immer noch und immer wieder vom Ausbluten der Szene und dass alle nach Berlin gehen und so.
Das Gefühl des Berlin Drains gab es vor ein paar Jahren. Schwingt das Pendel bald vielleicht sogar zurück?

Musikalische Traditionslinien kann man nicht von der Hand weisen. Die Kraut- und Prog-Bezüge z.B. … Seht ihr euch in einer Nachfolge zu so Heroen wie Can?
Es gibt manchmal kurze Abschnitte, in denen wir auch eine Nähe zu Musik aus den 70ern wahrnehmen. Das ist nicht geplant. Wir denken, das kommt durch ähnliche Praxen des gemeinsamen Musizierens zustande. Dass wir uns alle aufeinander einlassen, dass es keine wirklichen Virtuosen in der Band gibt usw. Aber im Unterschied zu 70er Bands spielt für uns der Club eine ebenso wichtige Rolle wie die Konzertbühne.

Ich nehme mal an, dass ihr dann auch eine Jam-Band seid. Ist das Musik, die entsteht, wenn man zu mehreren in einem Aufnahmeraum ist? Auch unter dem Aspekt, dass ihr kein klassisches Songwriting habt.
Wir sehen uns nicht als Jam-Band. Das wäre wohl eher eine Band, in der geübte Musiker sich mit technischem, vorgeübtem Spiel gegenseitig begleiten. Wir sind eine Augenblicks-Band. Die größte Melodien entstehen bei uns, wenn alles egal ist, wenn alle da sind und etwas machen, das sich für alle gut anfühlt.
Cologne Tape - Welt Find it at hhv.de: 2LP
Also die Abfolge auf der Platte folgt damit bestimmt nicht der zeitlichen Abfolge der Aufnahmen im Studio.
Nein, genau, tut sie nicht. Um die Stimmung besser wiederzugeben, die bei den Aufnahmen im Raum war. Das Zeitempfinden während des Spielens und dann danach während des Hörens ist ein anderes.

Hat der Titel »Welt« auch damit was zu tun?
Cologne Tape will alles in der Welt zulassen.

Wie wird denn der Live-Moment bei euch aussehen? Wollt ihr das überhaupt spielen und dann wo?
Wir haben bis jetzt zwei Konzerte in Köln um die 2010er Wende gespielt, eines in der Halle damals auf der Werft, das andere im Stadtgarten. Das hat sich so richtig angefühlt, dass wir jetzt entschieden haben, dieses Jahr im Spätsommer eine Handvoll Konzerte zu geben. Die Auftritte werden ein großes Wiedersehen. Das mit anderen zu teilen ist der Moment, der uns interessiert.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 30.03.2017
Cologne Tape
Welt
Rund um das Label Magazine hat sich mit Cologne Tape ein illustres Kollektiv geschart, das nun mit »Welt« ihrer Spiellust freien Lauf lässt.
Music Review | verfasst 01.12.2014
Von Spar
Streetlife
Auch wenn Von Spar klingen wie eine Mutation aus Lynnyrd Skynnard & Holy Ghost, gelingt ihnen mit »Streetlife« ein wunderbares Album.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Interview | verfasst 23.03.2015
Neben der Spur mit...
Von Spar
Wir begeben uns mit Künstlern neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommen sie von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit ihrem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Review | verfasst 03.05.2012
Battles
Dross Glopp
Indem sich »Gloss Drop« durch Stimmungen und Stile bewegt, bewegt es sich räumlich und zeitlich durch eine überaus tanzbare Nacht.
Music Review | verfasst 17.09.2015
Battles
La Di Da
Battles ziehen auf »La Di Da« weiter an einem Knäuel. Auch an Stellen, an denen man sich mehr einen Strang gewünscht hätte.
Music Kolumne | verfasst 15.06.2011
Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Review | verfasst 11.12.2013
The Field
Cupid's Head
The Field verliert sich im Loop und schafft es, durch die Einstreuung unscheinbarer Soundelemente eine hypnotische Wirkung zu entfalten.
Music Review | verfasst 06.04.2016
The Field
The Follower
The Field verstört und fasziniert auf »The Follower« gleichermaßen. Genau das macht die Faszination aus.
Music Liste | verfasst 05.04.2016
The Field
10 Favourite Reissues
So Facettenreich seine Kompositionen als The Field sind, so vielfältig ist auch der Musikgeschmack von Axel Willner. Anlässlich des Release’ von »The Follower« hat er uns seine 10 Vinyl-Reissues der letzten Zeit zusammengetragen.
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Marsimoto
Ring der Nebelungen
Marsimoto ist zurück und hält mit »Ring der Nebelungen« einige Trümpfe in der Hand, kratzt inhaltlich aber leider nur an der Oberfläche.
Music Porträt | verfasst 11.06.2015
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 18.06.2015
Snow Bone
Protoplanetary
Es ist ein ungefiltertes Statement, das der Brite Snow Bone mit seiner dritten EP »Protoplanetary« in Vinyl ritzen lässt.
Music Liste
Dexter
8 wavy Angelegenheiten
Dexter kultiviert mit seinem neuen Album etwas, das man selten in der Szene findet: eine allumfassende Entspanntheit. »Wavy« nennt Dexter den Stil des Albums. Wir haben uns von ihm den Begriff anhand einiger Beispiele erklären lassen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW25
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW24
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Film Essay
Ghost In The Shell
Cyber, ja, aber Punk?
Der Film zum Manga ist da: poliert, geglättet und geplättet. Schon krass, dass man einem Film den letzten Rest Seele per Mausklick austreiben kann. Aber das Remake hat sein Gutes. Die Wiederentdeckung des Originals – und dessen Soundtracks.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2017
Das einzige Fuck You kriegt die Yogamatte. Weil: alles geil macht der Mai, zumindest musikalisch. Unser Kolumnist hat so viele Empfehlungen im Gepäck wie selten, ganz harter Ehrfurchtsscheiß.
Music Liste
Ausklang | 2017KW23
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
The Heliocentrics
10 Mulatu Astatke Favs
The Heliocentrics und Mulatu Astatke gehören zusammen. Für uns hat Malcom Catto, Mastermind der Londoner Kombo, die für ihn besten Songs des Ethio-Jazz Großmeisters herausgepickt.
Music Porträt
New Record Labels #29
Arjunamusic, Flash Forward, Unknown Precept, Yerevan Tapes
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Arjunamusic, Flash Forward, Unknown Precept und Yerevan Tapes.
Music Porträt
KitschKrieg
Wenn sie weint, wird's ein Turn Up
Am Tiefpunkt haben KitschKrieg den Kopf leer gemacht. Und somit letztendlich Platz fürs Gefühl geschaffen. Mit diesem haben sie deutschsprachigen Rap, R&B und verwandte Spielarten in eine neue Stimmung getaucht.
Music Liste
Ausklang | 2017KW22
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW21
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
Records Revisited
Amon Tobin – Bricolage, 1997
Der brasilianische Soundtüftler Tobin sprang am Ende des vergangenen Jahrtausends ganz schön brutal mit den Genres um, die ihm am Herzen lagen. Und ebnete ihnen so den Weg in die Zukunft.
Music Liste
Retrogott
12 Jahre in 12 Punchlines
Zwölf Jahre sind inzwischen seit »Unprofessionelle Musik« vergangen, dem Debüt des Retrogott gemeinsam mit Hulk Hodn. Zeit für einen Überblick: eine Werkschau in 12 Punchlines.
Music Liste
Ausklang | 2017KW20
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Der Täubling
Stören, verstören und zerstören!
Die Einladung erfolgt, in dem er einem die Türe vor der Nase zuschlägt. Man sollte sie annehmen: Heute falsch sein, heute mal die Fantasie tatsächlich nicht steuern. Der Täubling öffnet Deutschrap in Richtung des Grotesken.
Music Liste
Ausklang | 2017KW19
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
Talking Heads – Remain In Light (1980)
Auf ihrem vierten Studioalbum schufen die Talking Heads und ihr Produzent Brian Eno eine neue Fusion aus Afrobeat, Funk und Rock. »Remain in Light« wurde zum frühen Überklassiker der 1980er Jahre.
Music Porträt
New Record Labels #28
Blue Tapes, Night Tide, Utopia
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Black Pearl, Blue Tapes, Night Tide, Utopia
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2017
»Damn.« ist wie Durant im Rucker Park, Actress gerade nochmal gut gegangen: Unser Kolumnist Aigner hat sich durch die Release im April gehört und weiß jetzt vor allem, welche Art von Musik er mit etwas mehr Talent selbt gemacht hätte.
Music Interview
Tropical Drums of Deutschland
Track by Track mit Jan Schulte
»Die rocken den Afrika-Style auch hart auf der Rückseite des Albums« oder »Rüdiger Oppermann war auf jeden Fall so ein esoterischer New Age-Harfenspieler«. Wir haben mit Jan Schulte seine neue Zusammenstellung besprochen – Track für Track.
Music Porträt
El Michels Affair
Wu-Chronicles
Acht Jahre nach »Enter The 37th Chamber« ist es für Leon Michels und El Michels Affair an der Zeit, die Shaolin-Kammer aus bombastischen Bläser-Sets und cinematoskopischer Mehrdeutigkeit wieder zu betreten. Ein Rückkehr im Zeichen des Wu.
Music Kolumne
Records Revisited #23
Squarepusher – Hard Normal Daddy (1997)
Squarepushers zweites Album war ein Schlag ins Musikverständnis seiner Fans. Zugleich ist es eine Antithese zur damals vorherrschenden Loungigkeit der elektronischen Musik. Denn hier ist Jazz mehr als nur schmückender Hochkulturverweis.
Music Liste
Piero Umiliani
12 Essentials
Er ist der letzte Maestro: Piero Umiliani wird oft in einer Reihe mit Nina Rota, Ennio Morricone oder Riz Ortolani genannt. Wir haben für euch zwölf für uns essentielle Alben zusammengestellt.
Music Porträt
Future Islands
Das gute Gewissen des Schlagers
Bier und Beständigkeit, das brauchen die Menschen. Deshalb gehen sie auf Future-Islands-Konzerte. Die beste Liveband der Welt war gefühlt schon immer da, tatsächlich aber nie mehr als jetzt. Das muss Gründe haben.
Music Porträt
New Record Labels #27
Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2017
Manche schielen Richtung Vernissage, andere nur auf den nächsten Big Mac: es war auch für die Releases im März schwer unseren Kolumnisten vollends zu überzeugen. Einige haben es doch geschafft, einmal ist sogar klar: für immer.
Music Interview
Cologne Tape
»Schwingt das Pendel zurück?«
Im Kölner Stadtteil Deutz rumort es schon seit längerem. Während der Kölner die östliche Rheinseite leicht verächtlich »Schäl Sick«, die falsche Seite, nennt, ist gemeinhin bekannt, dass von eben jener Seite interessante Musik kommt.
Music Interview
Mr Bongo Records
»Gute Musik, die die Menschen haben sollten«
»Stell dir vor, du wachst neben dieser einen Platte auf, die du schon ewig suchst.« Wir haben uns von Graham Luckhurst und Gareth Stephens von Mr Bongo etwas über das wohl dienstälteste Reissue-Label der Welt erzählen lassen.
Music Liste
Mr Bongo Records
10 Essentials
Mr Bongo legt seit über einem Jahrzehnt rare Schätze aus fernen Ländern neu auf. Gar nicht so einfach, da den Überblick zu bewahren. Deshalb haben wir für euch die zehn wichtigsten Releases des Labels zusammengestellt.
Music Interview
Jonwayne
No Headline
Jonwayne war relativ tief unten angekommen. Er hat viel zu erzählen – doch macht es nur ungern, den Medien sei nicht zu trauen. Wir durften Fragen stellen. Antworten gab es auch. Bis zu einem gewissen Punkt.
Music Kolumne
Records Revisited
The Notorious B.I.G. – Life After Death (1997)
Morgen wird Biggies »Life After Death« zwanzig Jahre alt. Ein bahnbrechendes Album. Vor allem weil es damals auf tragische Weise mit einer dem HipHop inhärenten fixen Idee brach.
Music Porträt
Slowy & 12 Vince
Heimliche Headliner
Ihre Liebe zu Graffiti prägt ihre Musik. Die Herangehensweise an beide Ausdrucksformen ist verschiedenen, doch das Ziel ist dasselbe: Wissen, man ist da gewesen. Jetzt wollen sie auch als Rapper Spuren hinterlassen.
Music Interview
Midori Takada
Innere Landschaften
Die Ausnahmepercussionistin Midori Takada gewährt uns einen Einblick in die Aufnahmen und Umstände Ihres Meisterwerks »Through The Looking Glass«, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Music Porträt
Clutchy Hopkins
Krieger, Mönch, MF Doom?
Könnte das jetzt 70s-Funk sein? Oder 90s-Hip-Hop-Beats? Zur Körperlosigkeit kommt die Zeitlosigkeit – Clutchy Hopkins ist ein gestaltlosen Medium. Aber wer ist er wirklich?
Music Porträt
Ibibio Sound Machine
Die Normalisierung des »Fremden«
Nigeria. Australien. London. HighLife, Afrobeat, und Psych. Ibibio Sound Machine machen Musik, die erstmal ›un-normal‹ erscheint. Eno Williams und Max Grundhard aber finden, dass dieser Sound 2017 längst das Gegenteil sein sollte: normal.
Music Porträt
New Record Labels #26
Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax.
Music Interview
Mädness & Döll
Neben der Spur mit…
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt ein Künstler von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.