Music Liste | verfasst 15.05.2017
Retrogott
12 Jahre in 12 Punchlines
Zwölf Jahre sind inzwischen seit »Unprofessionelle Musik« vergangen, dem Debüt des Retrogott gemeinsam mit Hulk Hodn. Zeit für einen Überblick: eine Werkschau in 12 Punchlines.
Text Sascha Uhlig
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Zwölf Jahre ist es schon wieder her, dass Huss und Hodn mit ihrem Debütalbum »Unprofessionelle Musik« mitsamt unverschämter Ruckwärtsgewandheit und konsequenter Antihaltung zu den Heilsbringern des deutschen Rapuntergrunds erklärt wurden. Getreu seinem Titel erschien das Ding damals nur als CDr und ist inzwischen genauso rar wie legendär. Spätestens mit dem Nachfolger »Jetzt Schämst Du Dich« von 2006 führte kein Weg mehr an den zwei Kölnern vorbei.

Retrogott - Funky Beats And A Supersonic TurbojetRetrogott – Funky Beats And A Supersonic Turbojet. Find it at hhv.de on Vinyl LP Das lag nicht nur an den tief in alter Boom Bap-Tradition von DJ Premier oder Pete Rock stehenden Beats von Hulk Hodn, sondern auch an den auf dem schmalen Grad zwischen Diss und Kritik tänzelten Lines des Retrogotts. Die gab es im Laufe der Jahre unter diversen Pseudonymen (2Trackboy, Kurt Hustle, Retrodios…) auch auf Produktionen von Twit One, Brous One oder Hubert Daviz zu hören – und sind heute längst nicht mehr nur auf den schnellen Wortwitz und Tod des nächsten Wack MCs aus. Stattdessen gibt’s auch auf der zweiten und dritten Metaebene jede Menge Flow und Funk zu entdecken, so wie auf der aktuellen »Pen Pals EP« (Webshop), die zusammen mit Motion Man von Threshold Recordings entstand.

Ein Blick zurück auf zwölf Zeilen aus zwölf Jahren. Teils mehr Line als Punch, aber immer auf den Punkt. Da 12 Lines des Retrogott natürlich niemals genug sein können, verweisen wir an dieser Stelle an MC Retrobot. Der twittert die geistreichsten Gebote des Lockigen mit dem Schalk im Nacken.

Huss & Hodn – Rapper Die Ich Mag Aus: Unprofessionelle Musik, 2005

In meinem Sarg muss sehr viel Platz für sehr viel Rap sein
Tu mir viel Big L und Lord Finesse rein.
Manche LPs sind fresh und werden nicht älter
wie die erste Nas und die erste Heltah Skeltah.

Ihr habt futurische Tracks mit UFOs und Lasern
Doch ich roll’ über euch und hör mir dabei Masta Ace an.

Genau so wie Daft Punk auf ihrem Debütalbum »Homework« ihren ganz persönlichen »Teachers« Tribut zollten, geizt auch Retrogott auf der ersten Huss & Hodn-LP von 2005 nicht mit Props. Während es auf den ersten Platten der Kölner meist einen Diss nach dem anderen gegen all die echten und imaginären Wack MCs hagelt, gehen auf »Rapper Die Ich Mag« unter anderem Shout-Outs raus an Nas, Heltah Skeltah, EPMD, MF Doom, Big L, Kool Keith oder Taktloss. Auf YouTube wird natürlich fleißig herumgemurrt, dass dieser oder jener Rapper fehlt, doch um es mit den Worten des Retrogotts zu sagen: »Rapper, die ich mag, kann ich nicht in eine Liste fassen, Platten, die ich mag, würden nicht in eine Kiste passen«.

Huss und Hodn – Radiowecker Aus: Jetzt Schämst Du Dich, 2006

Vorm Open Mic zieh ich mir dein Durag als Kondom an und ficke Wack MC’s
Jetzt klingt jede Platte wie ein Produkt aus der Homorapper-Legebatterie
Du gräbst tief in Managerärschen wie ein Bagger
und wenn’s mit Rap nicht klappt, dann mit Multikulti-Ragga

Ebenfalls regelmäßig Respekt gezollt bekommen bei Retrogott die Stieber Twins aus Heidelberg. Die haben zwar seit Ewigkeiten kein Album mehr herausgebracht, dafür aber eben »Fenster Zum Hof« und somit eines der wichtigsten Deutschrap-Alben aller Zeiten. Sehen Huss und Hodn scheinbar genauso und adaptieren die Hook von »Doppelt Nicht Stereo« für ihren Track »Radiowecker» samt Diss gegen Samy und Co.

Huss und Hodn – Pornofilmkäse Aus: Jetzt Schämst Du Dich, 2006

Ich weiß, die meisten deutschen Rapper reden gerne Müll
doch deine Flows sind verkrüppelt wie die Kinder aus Tschernobyl
Was mich bei dir an Joseph Goebbels erinnert, ist,
du machst einen auf hart, aber bist eigentlich behindert

Wohl DER Huss-und-Hodn-Klassiker. Mit seiner frechen Schlichtheit und gepaart mit dem klassischen Schwarz-Weiß-Video traf das Ding vor zehn Jahren einen Nerv. Bei kaum einem anderem Track ist das Publikum auf Konzerten so textsicher – außer wenn der Retrogott mal wieder den Text ändert. »Tunte«, »Schwuchtel« und ähnlich (vermeintlich) homophobe Ansagen gibt’s nämlich zumindest live kaum mehr mehr zu hören. Aber die Goebbels-Line, die bleibt.

Huss und Hodn – Arschgestopft Aus: Jetzt Schämst Du Dich, Bonustrack, 2008

Ich schmeiß alle deutschen MC’s in einen Topf
Und scheiß diesem MTV Patrice in seinen Kopf
Nas hat gesagt, dass HipHop tot is’
das war er schon bei seinem Track mit Jennifer Lopez

Ich bin nich’ verrückt
Ich bin klar im Kopf

Während der Retrogott auf »Rapper Die Ich Mag« noch den Klassikerstatus von Nas’ erster LP untermauert, gibt’s drei Jahre später verbale Schellen für den New Yorker. Der behauptete, HipHop seit tot, hob das Grab in Kollabo mit J.Lo aber schon im Jahr 2001 fleißig selbst mit aus, mahnt der Retrogott. Doch zum Glück ist »I’m Gonna Be Alright« inzwischen genauso vergessen wie MTV Urban mit Patrice, dem eine Zeile zuvor in den Kopf geschissen wird.

Huss und Hodn – Die Frage Bleibt Offen Aus: Der Stoff, Aus Dem Die Regenschirm Sind, 2009

Du bist schlecht drauf, weil dich dein Stiefvater schlägt
Das ist deep, aber geht mir am Arsch vorbei
Ich bin jemand,der im Glaube lebt, dass er ein römischer Imperator sei

Alles schlechte geht vorbei

Tiefgestapelt wurde bei Kurt Hustle ja noch nie. Da muss es schon ein römischer Imperator sein. Oder Kaiser Nero, der statt Rom ganz Rapdeutschland niederbrennt (»Radiowecker«). Und überhaupt: Gefühlt ging das zweite Huss und Hodn-Album von 2009 neben »Jetzt Schämst Du Dich« Dich ein wenig unter, wirft in Sachen Lines und Punches aber mindestens ebenso viel ab wie sein Vorgänger.

Die Beleidiger – Stinkemu Aus: Beatsundreime / Stinkemu, 2010

Ich lass den Funk fließen wie EPMD
weise dich darauf hin, dass er dir fehlt wie AC
(Ey, wollen wir ’n Feature machen?) Du bist nicht mein Kumpel du willst hoch hinaus, aber ich bin nicht Rapunzel
Also geh und such dir einen anderen Freund
Du hast gerade ödipal von deiner Mama geträumt

Audio88, Morlockk Dilemma oder Sylabil Spill. Die Features auf Retrogott-Tracks sind wohl tatsächlich so ein Kumpelding. Egal ob aus dem Kölner Klüngel, dem Berliner Untergrund oder irgendwo anders her, bevor man nicht miteinander unten ist, kommt man auf die Tracks nicht drauf. Es heißt ja auch nicht umsonst Entourage Business.

Twit One ft. 4Trackboy – Trüffel Und Säue Aus:Urlaub In Der Bredouille, 2013

Im Himmel warten auf euch Trüffel und Säue, genug davon
Ich jage Wack-MC’s durch ihre Nachbarschaft mit mehr Ortskenntnis als der Vietkong
Die HipHop-Elite eine Riege angepasster Idioten
will, was ich mache, benoten

Zwar zeigt sich die Entbs-Crew heute nicht mehr nur wie anfangs in Masken, doch so wirkliche Fans von Interviews, Box-Sets und anderen Promo- und Pressemoves sind die Kölner scheinbar immer noch nicht. Und für »Noten, Kronen, Sterne, Streifen« (»Quetschkommode«) hatte der Retrogott erst recht noch nie viel übrig.

Retrogott und Hulk Hodn – Fabrik Aus: Fresh Und Umbenannt, 2013

retrogott hulk hodn umbenanntRetrogott & Hulk Hodn – Fresh und Umbenannt. Find it at hhv.de on CD Liebe macht nicht satt und in Anbetracht dessen
Muss ein Opfer wie du mit Schwanz im Arsch rappen
Unzeitgemäß zu sein, nehme ich gern auf mich
ich bin nicht innovativ und Liebe ist es auch nicht

Ich bedauere nicht, dass ich nicht zu eurer Scheiße gehöre
Aber grüß mir die Kinderchöre und Bravo-Redakteure.

Während das ehemalige Entourage-Mitglied Sylabil Spill inzwischen lieber via Kopfticker Records Grime- und Trap-Beats verbal beackert, steht man bei Entourage weiterhin mit stolz geschwellter Backpacker-Brust zur Alten Schule. Das heißt: Booms und Baps, MPCs, staubige Drums und Samples sowie Cuts aus Jazz, Soul und Funk. In Köln trägt man die Liebe zum HipHop und dessen Wurzeln eben noch ganz offenkundig nach außen – das mag 2017 vielleicht eher unzeitgemäß als innovativ, aber keineswegs altbacken sein.

Retrogott und Hulk Hodn – Diefragebleibtgeschlossen Aus: Fresh Und Umbenannt, 2013

Bestien reden von moralischer Menschwerdung
Die Hure auf der Suche nach einer guten Bewertung
Wenn ich deutschen Rap höre, dann den aus meiner Crew
Du sagst Soul, aber meinst Xavier Naidoo

Die Überzeugung, dass einer von euch, etwas Neues schafft
Ist nur sowas wie Training für meine Einbildungskraft

Zwar bekommt Xavier Naidoo hier nur in Sachen Stil und Style auf die Schiebermütze, doch auch gegen Verschwörungshonks und Deutschtümelei wurde beim Retrogott schon immer scharf geschossen. Xavier, aufgepasst! Und was den Soul betrifft: Da geht unter anderem dank Fleur Earth tatsächlich eine ganze Menge in Köln. Für ihr Album »Es Entstehen Wesen« auf Melting Pot Music steuerte Retrogott nicht nur einen Beat bei, sondern ist auf »La Ics« auch am Mic zu hören.

Retrogott & Hulk Hodn – Geistgeschwür Aus: 10 Years Classic Session 7-inch, 2014

Aber vielleicht habe ich nur Geister gesehen
Ich führe mein Unternehmen ohne Emblem
Ich liebe mein Produkt, aber fick dein Marketing
Ich bin high vom Beat, ich höre die Engelsharfen singen
kein Berater oder Beraterin können mich in eure Etagen bringen
nicht mal wenn die Gagen stimmen

Eine offen zur Schau getragene Anti-Industrie-Haltung ist bei Retrogott & Hulk Hodn nun wirklich nichts Neues. Auf den Punkt bringt es aber diese Line. Platten erscheinen bei Entourage Business gerne mal ohne große Vorankündigung. Fast immer auf schwarzem Vinyl, kein Schnickschnack, kein BS. Die »Sezession«-LP von 2016 bekam man nur in einem Pop-Up-Store und auf den Konzerten der Kölner in die Hände. Anbiedern sieht jedenfalls anders aus. Doch um Ausgrenzung geht es nicht, eher darum, sich den »verwertungsindustriellen Mechanismen zu entziehen, die derzeit den Entstehungsprozess und den Konsumptionsprozess – also das gesamte Kunstwerk – überlagern.« Gold werden sie damit wohl kaum gehen – für Platz 71 in den deutschen Albumcharts hat es neulich aber doch gereicht.

4Trackboy & Echomann – Die Macht Der Worte Aus: Timing und Effekte, 2016

In letzter Zeit haben die Hoffnungsträger immer eine Hand frei
Herrchen hat heute keine Leine dabei

Seit ein paar Jahren hört man den Retrogott nicht nur immer häufiger funky Endachtziger-Flows à la Ultramagnetic MCs, BDP und Co kicken, sondern entdeckt zwischen den unzähligen Wack-MC-Hinrichtungen auch zunehmend Lines mit philosophisch-politischem Tiefgang. So wie diese hier. Und wenn schon Studentenrap, dann wenigstens mit der richtigen Lektüre im Rucksack. Oder welcher deutsche Rapper namedroppt in Interviews sonst noch Jacques Derrida und Walter Benjamin? Eben.

Retrogott & Motion Man – Intense Indignation Aus: Pen Pals EP, 2017

Retrogott & Motion Man: »Pen Pals EP«Retrogott & Motion Man – Pen Pals EP. Find it at hhv.de on Vinyl LP Meine überfressene Empörung lässt sich täglich beliefern
Ich hänge keiner Verschwörungstheorie an, ich praktiziere die Verschwörung

Zwölf Jahre nach »Unprofessionelle Musik« und die Texte des Retrogotts werden von Release zu Release immer noch ein Stück abstrakter. Statt Wortwitz ohne Umwege hagelt es Metaphern und Symbolik, statt einer werden nicht mehr selten zwei, drei Ebenen aufgemacht. Wack-MCs werden nur noch im Vorbeilaufen auf die Plätze gewiesen, im lyrischen Kosmos des Retrogott sind längt andere Dinge zentral. Seinem Flow und der Musik tut das zum Glück keinen Abbruch, der neueste Beweis dafür ist die »Pen Pals EP« zusammen mit Motion Man.

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Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.