Music Liste | verfasst 18.09.2017
12 Organic Groovers,
die die letzten 12 Monate geprägt haben
Junge Menschen kaufen alte Platten, Hauptsache Kalimba, Conga, Hauptsache es klingt irgendwie erdverbunden. Wo doch alles so digital geworden ist. Aber man muss dafür gar nicht in der Vergangenheit diggen…
Text Niklas Fucks

12 - Organic Groovers, die die letzten 12 Monate geprägt haben Spätestens seit Kamasi Washingtons »Epic« (in Deutschland) Platin geholt hat, dürfte es ja jeder wissen: Instrumente sind wieder cool und können wohl immer noch dazu benutzt werden, schöne Musik zu machen, die nicht Indie-Rock ist. Jazz, Funk und Soul sind zurück – vielleicht nicht als dominierender Pop unserer Zeit, aber als erfolgreiches Nischengenre für Leute, die nach Bar-Jamsessions noch etwas in den Hut schmeißen. Doch anstatt missmutig sein 12-jähriges ich zu verfluchen, das damals den Flötenunterricht Ego-Shootern geopfert hat, kann man sich auch einfach grandiose Musik von grandiosen Musikern aus grandiosen lokalen Szenen anhören.

Hier sind zum Beispiel zehn Acts, die uns in den letzten 12 Monaten Hoffnung gegeben haben, dass in Organic Grooves mindestens genauso viel Zukunft wie Vergangenheit steckt. Auch weil Berührungsängste und Scheuklappen den Musikern hier oft fehlen. Aufgewachsen mit Funk-Breaks und Disco-Loops verpassen diese Gruppen der guten alten Band-Tradition ein Update.


Die Schallplatten der 12 Organic Groovers findest du bei uns im Webshop.


Bacao Rhythm & Steel Band Das Label Mocambo aus Hamburg ist seit knapp 10 Jahren weltweit eine feste Größe in Sachen funky Grooves. Internationale Szenegrößen wie Ikebe Shakedown oder Speedometer veröffentlichten dort genauso wie ein unübersichtliches, Poets-of-Rhythm-eskes Netzwerk an Bands, in denen es nur eine Konstante zu geben scheint: Björn Wagner. Die vielfältigen Projekte des Hamburgers eint eine Leidenschaft für knallende Breaks, afrikanisch anmutenden Funk und karibische Klänge, besonders bei der Bacao Rhythm & Steel Band. Die Band entstand vor allem, weil Wagner bei einem Aufenthalt in Trinidad & Tobago die Steeldrum spielen und lieben lernte. In der Tradition von 70s-Steeldrum-Alben, die vorwiegend aus Coverversionen bestanden, spielt die Bacao Rhythm & Steel Band also Songs anderer Interpreten. Doch statt Evergreens spielt man hier The Meters, Eek-A-Mouse oder, besonders legendär, 50 Cent. Mit einer fantastischen Funk Band. Und Steel Drum. Kann man sich nicht ausdenken.
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BadBad NotGood Die kanadischen Jazz-Knaben von Badbadnotgood bauen seit 2011 eine Brücke zwischen Jazz und HipHop – durch ungewöhnliche Kollabos mit Kendrick, Tyler, Ghostface, Snoop Dogg remixt sie. zwischen Musik-Feuilleton und Mainstream. Was gibt es über sie noch zu schreiben? Man kann sich nur freuen den Wunderkindern beim Erwachsenwerden zuzuhören.
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El Michels Affair Auch in New York gibt es ein unübersichtliches Netzwerk fantastischer Musiker, die in losen Formationen die Energie von Funk, Soul und Afrobeat in die heutige Zeit übersetzen. Neben zum Beispiel der Budos Band, Antibalas oder den Dap-Kings hat sich vor allem die Gruppe El Michaels Affair um den Multiinstrumentalisten Leon Michels einen Namen in der Szene gemacht. Mal abgesehen davon, dass sie unheimlich guten, trockenen, dreckigen Funk fabrizieren, ist dafür sicherlich auch eine geniale Idee verantwortlich: die unverwechselbaren Beats des unfickbaren Wu-Tang Clans zu covern. Die RZA-Hommage ging dieses Jahr in die zweite Runde, mehr Eastcoast geht nicht.
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Hiatus Kaiyote Hiatus Kaiyote stammen aus Australien und versehen Jazz und Soul mit einem neuen Touch. Die Gruppe um die stimmgewaltige Sängerin Nai Palm machte sich mit dem 2012 veröffentlichten »Tawk Tomahawk« einen Namen und avancierte zur Lieblingsband von Pharrell, Taylor McFerrin und dem späten Prince, der sie regelmäßig einlud, bei ihm zu Hause Konzerte zu spielen. Neben starken RnB-Referenzen wagen Hiatus Kaiyote auch regelmäßig elektronische Experimente oder lassen sich von Indie-Rock inspirieren. Bei der Band scheint einfach alles zu funktionieren.
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Jordan Rakei Stimmen sind auf dieser Liste eher selten zu hören. Viele Gruppen scheinen sich, inspiriert von Funk oder Beatkultur, exklusiv ihren Instrumenten verschrieben zu haben. Jordan Rakei braucht das nicht weiter zu stören, seinen unverwechselbaren Soul könnte man auch aus einem gröhlenden Fußballstadion heraushören. Dabei hilft dem gebürtigen neuseeländer Sänger, Songwriter und Pianisten neben einer smoothen Stimme vor allem seine Band, mit der er auf dem Grat zwischen Jazz, HipHop und R’n’B auf Wanderfahrt geht. Schon jetzt, mit Anfang 20, klingen seine Songs dabei versierter und einfallsreicher als die vieler alter Hasen. Oh, und nebenher schüttelt er sich auch mal eine berührende House-EP für Rhythm Section aus dem Ärmel. Einfach so.
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Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force Ohne Mark Ernestus würde Berlin heute anders klingen. Als DJ und Producer, solo oder gemeinsam mit Moritz von Oswald als Basic Channel oder Maurizio, aber auch als Labelbetreiber und Gründer des wohl einflussreichstem Plattenladens der Hauptstadt, Hardwax, prägt er die Berliner Szene wie wenige andere. Ernestus’ Musik kennzeichnet seit jeher ein Faible für westafrikanische Rhythmen und Tribal-Elemente. Als ein Auftritt 2008 im Senegal ihn für Mbalax, ein in Gambia und Senegal populäres Tanzmusikgenre, begeisterte, lag die Gründung der Ndagga Rhythm Force schon in der Luft. Gemeinsam mit einem Ensemble aus neun Musikern der Band Jeri-Jeri kombiniert Ernestus seit 2015 gekonnt hypnotische Percussion-Rhythmen, musikalische Handwerkskunst und dreckige Dub-Effekte mit Techno-Minimalismus und meisterhafter Produktion.
Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force


 

The Mystic Jungle Tribe Genres transzendieren ist täglich Brot beim Organic Groove, doch nur wenige Bands schaffen den Spagat zwischen so ziemlich allem und jedem wie der Mystic Jungle Tribe. Die neapolitanische Gruppe um die Elektronik-Producer Dario di Pace, Raffaele Arcella und Enrico Fierro katapultiert den Hörer zurück in eine Zeit – anno 1979, 1983 oder 1986 – in der elektronische Musik noch nicht in zig zersplitterte Genres unterteilt war, sondern auch die talentiertesten Jazzmusiker sich an Drumcomputern, Synthesizern und Effektgeräten versuchten. Dazu Sekt und nackte Füße, die drei produzieren mediterrane Disco-Meisterwerke.
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Psychic Mirrors Spätestens seit Anderson.Paak und Dam-Funk kann sich niemand mehr dem 80s-Funk-Revival entziehen. In den letzten Jahren hat sich weltweit eine rege Untergrund-Szene gebildet, die den Elektrofunk-Sound weiterentwickeln möchte. Eine Band, die sich dabei besonders über einen Hype freuen darf: Psychic Mirrors. Die achtköpfige Band aus Miami hält Fans und Discogs-Reseller auf Trapp. Sie ist Flaggschiff des schwer gefragten Labels Cosmic Chronic, einem Sublabel von People’s Potential Unlimited. Die Veröffentlichungen der Psychic Mirrors zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch die Bank weg grandios, aber auch schnellstens vergriffen sind. Man kann und sollte sich beschweren, dass es kein Repress gibt. Allerdings erschaffen die Musiker damit genau das, wovon das Modern Funk Revival lebt: Schwer zu findende Platten, denen der Funk nur so aus den Rillen tropft.
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Torben Unit Die Torben Unit sollte man zu allererst für ihre Würdigung des wunderschönen Namens »Torben« lieben. Die Kombo setzt sich aus prominenten Vertretern der Berliner House-Community um den Plattenladen OYE und das Label Money $ex Records zusammen, die in den letzten fünf Jahren gut an Fahrt aufgenommen hat. Gemeinsam mit ihren Bandkollegen demonstrieren Max Graef, Alex Seidel, Kickflip Mike, Labuzinski und Gerry Franke allerdings, dass die Torben Unit kein Gimmick sein soll, um ein paar Club-Bookings an Land zu ziehen – im Gegenteil: Gerade auf ihrem neuen Album lässt sich die Band deutlich stärker an Siebziger-Prog oder knarzigem Fusion an Stelle von House oder HipHop inspirieren. Die Torben Unit ist auch ein Experiment: die Bandmitglieder hatten oft wenig oder keinerlei Erfahrung mit Instrumenten, lediglich Max Graefs Vater Gerry Franke ist ein erfahrener Bluesgitarrist. Deshalb macht die Band Spaß beim zuhören. Die Musiker machen eben keinen Dienst nach Vorschrift, sondern können sich auf der Bühne oder im Studio hörbar für eine Notenfolge oder einen Effekt begeistern.
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Snarky Puppy Snarky Puppy haben sich zu Recht den Ruf erarbeitet, einer der spannendsten aktuellen Jazz-Acts zu seien. Jazziger als das Kollektiv aus knapp 40 wahnsinnig talentierten Musikern um den Bassisten Michael League wird es auf dieser Liste (und auch überhaupt) nicht. Doch trotz ungewöhnlicher Arrangements, unintuitiver Zählzeiten und minutenlagen Solos hat Snarky Puppy wenig mit abstraktem Feuilleton-Avantgard-Jazz zu tun. Ihr Sound erinnert mal an 70s-Fusion, mal an Neo Soul, gepaart mit höchstmöglicher musikalischer Handwerkskunst. Ähnlich wie Kamasi Washington vermag es Snarky Puppy alte Heads zu begeistern und gleichzeitig ein junges Publikum für das Genre mit den zwei Zs zu begeistern. Und überhaupt: Können drei Grammies lügen?
Snarky Puppy


 

Web Web Web Web ist ein frisches Jazz-Quartett um Roberto Di Gioia. Der Pianist ist seit den Achtzigern aktiv, spielte schon in Jazz-Ensembles wie Passport oder dem Klaus Weiss Quintett, experimentierte als Teil des Duos Marsmobil mit poppigen Ideen und gründete sogar mit Wigald Boning, Fernseh-Spaßvogel (Clever!) und Jazzer im Geiste, das durchgeknallte Synth-Pop/ Barock-/ Jazz-Duo Hobby. Für Web Web tat sich Di Gioia mit dem Saxophonisten Tony Lakatos, dem Kontrabassisten Christian von Kaphengst und dem Schlagzeuger Peter Gall zusammen, um ein von afro-amerikanischem Spiritual Jazz inspiriertes Album aufzunehmen. Das bedeutete: Nicht alle Instrumente müssen perfekt gestimmt sein, die Musiker sollten am besten gleichzeitig spielen und die ersten Takes sind wahrscheinlich die besten. Das funktioniert auf »Oracle« wunderbar. Das Album klingt Mal nach klassisch abgedrehtem Jazz-Funk, Mal nach sphärischem Ambient-Free-Jazz, aber bleibt durchweg spontan und energisch. Die wahnsinnig talentierten und erfahrenen Musiker haben die Kontrolle. Und wenn sie Lust drauf haben, macht die Karre halt plötzlich einen U-Turn.
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Yussef Kamaal Yussef Dayes und Kamaal Williams aka Henry Wu sind keine unbeschriebenen Blätter dort, wo HipHop und Jazz auf einander treffen. Dass ihre Band Yussef Kamaal derartig einschlagen würde, hätten sie aber wohl auch nicht gedacht. Ihr Album »Black Focus« war eines der besten des Jahres 2016, kombinierte den explosiven Schwung der experimentellen Londoner Beatszene mit jazzigem Naturtalent. Jams mit Einflüssen aus spirituellem Jazz und afrikanischer Musik prallen auf Black Focus und vor allem ihren Livekonzerten auf das Energieniveau einer Punkshow. Wie die besten Feuer brannte Yussef Kamaal hell aber doch viel zu kurz. Nur ein halbes Jahr nach ihrem Debütalbum trennten sich Dayes und Williams. »Black Focus« aber wird bleiben.
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Die Schallplatten der 12 Organic Groovers findest du bei uns im Webshop.

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Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.