Music Porträt | verfasst 05.10.2017
New Record Labels #33
Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko.
Text , Niklas Fucks

Four Flies Records LogoFind it at hhv.de: Four Flies Four Flies Records ist ein 2015 von Pierpaolo De Sanctis gegründetes italienisches Plattenlabel aus Rom. Das Label widmet sich der wunderbaren Welt obskurer italienischer Filmsoundtracks aus den späten 1960er und 1970er Jahren. De Sanctis ist bei weitem nicht der einzige in diesem Metier – schließlich haben B-Movie-Scores und Library-Experimente von Künstlern wie Ennio Morricone, Piero Umiliani, Riz Ortilani oder Sandro Brugnolini in den vergangenen Jahren Hochkonjunktur. Was Four Flies allerdings von der Konkurrenz unterscheidet, ist eine riesige Leidenschaft nicht nur für die Musik, sondern auch für das Zelluloid dahinter: »Ich bin ein Filmfan mit Hintergrund in Film Studies, arbeite als Kritiker und Berater für Festivals. Und ich drehe selber Dokumentationen. Also kam ich zu italienischen Soundtracks durch meine Leidenschaft für italienische Filme.«

In den Neunzigern begann De Sanctis dann, die obskuren Giallo-, Comedy-, Poliziotteschi- und Horror-Filme seiner Kindheit auf VHS zu sammeln und mit Gleichgesinnten in frühen Online-Foren Filme auszutauschen. Doch bei aller Liebe fürs bewegte Bild ließen ihn die Soundtracks nicht los. »Was zur Hölle war das für Musik? Sie war weder Pop, noch Rock, noch Jazz, sondern hatte von allem etwas. Sie war weird, cool, verträumt. Sie hatte etwas faszinierendes.« Zur selben Zeit begann das italienische Plattenlabel Easy Tempo damit, die vergessenen OSTs auf CD neu aufzulegen. Für De Sanctis eine Erleuchtung. »Endlich konnte ich die Namen von Komponisten (und der Musiker, die fast nie in Credits erwähnt werden) lernen und recherchieren. Dank Easy Tempo begann ich auch, Platten zu kaufen und fing an, nach originalen Pressungen von Soundtracks zu suchen, die damals noch nicht so teuer wie heute waren.«

Knapp 30 Releases später hat Four Flies jedes erdenkliche Format zwischen klassischem Album-Reissue und 7inch abgedeckt. Am meisten freut sich De Sanctis allerdings, wenn er verlorene Filmmusik von jahrelang nicht zugänglichen Masterbändern veröffentlichen kann. So erklärt er auch den Namen des Labels: »Der Name kommt vom dritten Film von Dario Argento, Four Flies on Grey Velvet. Der Film war ein großer Erfolg und galt als einer seiner besten. Doch jahrzehntelang konnte man ihn nirgends sehen, da es Probleme mit den Rechten gab. Auch für Filmfans war der Film extrem schwer zu finden, bis irgendwann jemand die Probleme löste und der Film endlich normal erscheinen konnte.« Für De Sanctis eine Parabel für die vergessenen Soundtracks, die Four Flies auch heute noch aus verstaubten Archiven retten kann. »Die Soundtrack-Szene ist gigantisch und grenzenlos und ich weiß, dass es noch viel zu entdecken gibt, auch wenn es nach 40-50 Jahren nicht einfacher wird.« NF

Four Flies bei Facebook | Four Flies bei Soundcloud | Website von Four Flies

Idle Hands 2Find it at hhv.de: Idle Hands Idle Hands ist ein 2009 vom DJ Chris Farrell gegründetes, britisches Plattenlabel aus Bristol. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz der Dance-Szene, dass jeder Plattenladen irgendwann mal ein eigenes Label an den Start bringt. Bei Idle Hands jedoch war es genau umgekehrt: Zuerst kam das Imprint, dann der Store. Was wiederum nicht heißt, dass nicht alles in einem Plattenladen angefangen hätte. 2009 arbeitete Farrell gemeinsam mit dem Produzenten Peverelist im legendären Rooted Records, einem der Geburtsorte von Trip Hop und ein Eckpfeiler der bristolischen Szene – bis zum Jahr 2010 zumindest. »Er war einer der letzten unabhängigen Oldschool-Shops, der dicht machte«, erinnert sich Farrell an die ehemalige Arbeitsstätte. »Ich beschloss, meinen Shop aufzumachen, weil Bristol ansonsten keinen Plattenladen für Dance Music hätte, was sich angesichts der Vielzahl von Labels und Artists falsch anfühlte.« Was lag also näher, dem Store denselben Namen zu geben wie dem eigenen Label? Denn Idle Hands zieht zwar aus aller Welt Klientel an und veröffentlicht Platten eines internationalen Rosters, im Zentrum aber steht vor allem: Bristol, Bristol, Bristol.

Die musikalischen Veränderungen im Geschehen der Heimatstadt von Trip Hop und Dubstep lässt sich am Backkatalog von Idle Hands ablesen. Auf erste Release aus dem Umkreis der jetzigen Livity Sound-Crew – Peverelist und Kowton – folgten ab 2013 vermehrt House-lastige Beiträge von etwa Matt Karmil, Leif oder Shanti Celeste. Farrell gibt frank und frei zu, dass Idle Hands immer schon als Spiegel für die szeneinternen Verschiebungen dienen sollte. Die Wurzeln des Labels indes spiegeln sich aber zweifellos im Klangbild wider, meint dessen Betreiber. »Ich denke, es gibt da ein Dub-Element, das durch das gesamte Label läuft«, sagt er. Mit dem Label Brstl stellten er, Rhythmic Theory und Shanti Celeste dem Kerngeschäft ein auf House fokussiertes Imprint beiseite, bis die KollegInnen die Heimatstadt verließen. Die gleichnamigen Partynächte veranstaltet er aber immer noch und aus dem Nischensound ist mittlerweile ein Grundpfeiler der Szene geworden.

Wofür aber steht Idle Hands? »Das klingt jetzt aalglatt, aber: Es geht um gute elektronische Musik, die ohne zu viel Hype präsentiert wird.« Das klingt banal, Farrell aber steckt viel Begeisterung und Herzblut in sein Label. Auf die Frage hin, welches Release sein liebstes sei, erlaubt er sich ein wenig Nostalgie und nennt die erste Platte, die damals aus der gemeinsamen Arbeit mit Peverelist bei Rooted Records entstand. »Nichts fühlt sich besser an, als etwas in den Gang zu bringen«, sagt er. »Ich schätze, dass deshalb so vielen Labels nach der ersten die Luft ausgeht. Etwas loszutreten, macht Spaß, aber es bedeutet eine Menge Arbeit, das im Gang zu halten.« Der Mann weiß, wovon er spricht. KC

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OmnidiscFind it at hhv.de: Omnidisc Omnidisc ist ein 2015 vom Produzenten und DJ Danny Daze gegründetes, US-amerikanisches Plattenlabel aus Miami. Schon als Kind sog Daze den basslastigen Electro-Sound seiner Heimatstadt ein und legte sich als junger Teenager seine ersten Turntables zu. Es sollte nicht lange dauern, bis er sich als DJ in der lokalen Szene einen Namen gemacht hatte und sein erstes Label startete, Omniamm. Die Dinge liefen angesichts der rapiden Digitalisierung des Undergrounds nicht gut, nach einem Release war der Spuk vorbei. »Das Geld, das ich als DJ auf Hochzeiten, High School-Partys und Raves machte, ging direkt ins Label«, erinnert sich Daze an das Projekt, das er als Teenager buchstäblich aus seinem Kinderzimmer heraus betrieb. »Ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich machte.« Immerhin aber legte er mit Omniamm den Grundstein für das, was im Jahr 2015 als Omnidisc aus der Asche auferstehen sollte. Die Artists von damals wie etwa Drvg Cvltvre oder die deutsche Electro-Legende Anthony Rother sind wieder mit an Bord, das Fundament ist dasselbe geblieben. »Selbst wenn es ein Four-To-The-Floor-Beat ist, der Grundstein bleibt immer Electro«, erklärt Daze und deutet doch größere Pläne für Omnidisc an. »Ich hoffe, das Label über Dance Music hinaus mit anderen Facetten der Musikindustrie zu verbinden, TV- und Filmmusik, Sounddesign, und so weiter.«

Ganz so blauäugig wie damals ist Daze aber keineswegs mehr, im Gegenteil. Als tourender DJ, der nebenbei regelmäßig auf Labels wie Speicher veröffentlicht, muss er bewusst Platz für die Pflege von Omnidisc schaffen – und die Dinge auch mal aus der Hand geben. Mit Anshaw Black hat er sich einen Partner ins Boot geholt, der Daze den Rücken frei hält, damit sich dieser auf den Masterplan konzentrieren kann. Der gedeiht prächtig. Die Releases von alten Wegbegleitern wie Drvg Cvltvre, Szenegrößen wie Barker & Baumecker oder DJ Tennis und aufregenden Newcomern wie Sébastien Bouchet und Dazes Studiopartner Shokh verteilen sich mittlerweile nicht nur allein auf das Mutterschiff, sondern auch über die zwei Sublabels Polyester sowie die Swim Series. »Die Polyester-Serie nimmt einen eher roughen New Wave-Sound ins Auge, während die Swim Series eine sanftere Soundpalette abbildet«, erklärt Daze die Seitenarme des Omnidisc-Universums, die den fordernden Sound des Haupt-Imprints ergänzen sollen. Er weiß, was ihm im Kern wichtig ist. »Bei jedem Release sage ich eins: ‘Der Song muss einer von denen sein, an die du dich erinnerst, wenn du den Club verlässt.’« Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber Daze hat schließlich nicht nur das DJ-Handwerk von klein auf perfektioniert, sondern auch im Laufe der Zeit einiges über die Labelarbeit dazugelernt. KC

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Radio Martiko LogoFind it at hhv.de:Radio Martiko *Radio Martiko ist ein 2010 von einer Gruppe DJs und Sammler gegründetes belgisches Plattenlabel aus Gent. »Manche Menschen sehen Zeichen von Gott und werden Priester. Anderes sind vom ganzen Unglück in der Welt betroffen und arbeiten als Arzt in einem armen Land. Wir haben ein paar Platten gehört, die einfach viel zu gut waren, und haben ein Label gegründet. Ich glaube es ist unser Schicksal.« Es gibt Labels, die von sich behaupten, ihnen seien Genregrenzen egal. Und dann gibt es Labels wie Radio Martiko. Auf einer handvoll Releases vereint das Label belgischen Boogaloo, marokkanische Orgel-Experimente und surfigen Rock’n’Roll aus Griechenland. Klingt kunterbunt, ist trotzdem kohärent. »Als DJs haben wir das entwickelt, was man einen ‘Sound’ nennen könnte. Es ist schwierig den zu definieren. Ich denke man könnte sagen, dass alles was wir als Radio Martiko veröffentlichen oder spielen raw und natürlich klingt. Wir mischen gerne verschiedene Stile und schicken die Leute auf eine musikalische Reise durch alle Teile der Welt.«

Dabei gehen die Sammler auch immer wieder ungewöhnliche Wege und diggen auch abseits gehypeter Genres nach Schätzen. »Wenn ich guten Reggae, R’n’B oder Afrobeat finden möchte, brauche ich nur auf Youtube oder Ebay gehen. In diesen Genres wurden die meisten Platten schon vor langer Zeit entdeckt und sind relativ bekannt. Es ist viel abenteuerlicher, Musik zu entdecken, die außerhalb ihres Ursprungslandes eher unbekannt ist. Was arabische Musik angeht, hören die meisten Leute vor allem größere Künstler wie Oum Kalthoum, Warda, Abdel Halim Hafez oder westliche Musik von Arabern gespielt. Es gibt nicht viele Menschen, die sich für ‘richtige’ arabische Musik interessieren. Bei griechischer Musik ist es genau das selbe. Sammler begeistern sich vielleicht für Shake, Rebetika oder Soundtracks, aber kaum jemand sucht Tsifteteli oder Dimotika, weil es lokal populäre Musik ist, die für Ausländer als uninteressant gilt. Aber wenn du deinen Kopf und deine Ohren offen hältst, kannst du fantastische Musik entdecken.« Den Begriff »Weltmusik« benutzt zwar heute keiner mehr, allerdings wird vom Repress-Betrieb viel internationale Musik ignoriert, wenn offensichtliche Anleihen an DJ-freundlichen Genres wie Disco, Funk oder HipHop fehlen. Mit ihrem Faible für psychedelische 60s-Sounds sind Radio Martiko eher eine Anomalie im Reissue-Kosmos, genau wie ihr Beharren auf Anonymität in einer Zeit, in der Labels immer öfter zum Vehikel für DJ-Bookings werden, fast anachronistisch wirkt. Doch die Schicksalsgemeinschaft nimmt sich diese Außenseiterrolle zu Herzen und dreht sie zum Vorteil. NF

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