Music Porträt | verfasst 17.01.2018
New Record Labels #35
Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords & Meakusma
Jeden Monat stellen wir euch Plattenlabels vor, die neu bei uns im Webshop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords und Meakusma
Text , Niklas Fucks

Death Is Not The EndFind it at hhv.de: Death Is Not The End Death Is Not The End ist ein 2014 von Luke Owen gegründetes, britisches Plattenlabel aus London. Angolanische Gefängnisspirituals, spirituelle Harfengesänge, indigene Pilzrituale aus Mexiko und immer wieder Blues, Blues, Blues in allen seinen Formen – es ist eine denkwürdig obskure Mischung, die der Brite von London aus über sein Label und die gleichnamige, 2015 gestartete NTS-Radioshow in die Welt hinaus funkt. Seinen Anfang nahm das musikalische Spezialinteresse des Labelbetreibers schon früh. »Als Kind habe ich viel Folk und Blues aus der Plattensammlung meines Vaters gehört«, erinnert sich Owen. »Das ist mir erhalten geblieben. Ich habe auch immer schon viel experimentelle und internationale Musik gehört, was sich im Output des Labels niederschlägt.« Neben historischen beziehungsweise ethnografischen Aufnahmen zeigt sich dies auch in der Kollaboration mit dem russischen Label Ored Recordings, dessen Bemühungen sich auf traditionelle Musik aus der Kaukasusregion erstrecken und dem Death Is Not The End zwei Compilations gewidmet hat. Ähnlich sieht auch Owen die Aufgabe seines Imprints. »Es existiert als Versuch, interessante und unterschätzte Musik auszugraben, die mir zusagt. Ein Aspekt ist außerdem kulturwissenschaftlicher Natur.«

Neben den Ored-Aufnahmen finden sich zwischen all den Perlen aus vergangenen Tagen und abgelegenen Winkeln der Welt auch einige zeitgenössische Aufnahmen. Das kanadische Duo East Of The Valley Blues veröffentlichte Ende 2017 mit »Fayet« sein erstes Album auf Death Is Not The End. Darauf zu hören war minimalistischer, Blues-inspirierter Folk im Langformat – zwei Stücke auf rund 35 Minuten. Owen war zufällig auf die Musik der beiden Gitarristen gestoßen und sah einen Zusammenhang zu seinem eigenen Unternehmen. »Der Kram von John Fahey [US-amerikanischer Fingerstyle-Gitarrist, Anm d. Red.] hat mich von früh auf interessiert und ich denke mal, dass sie sich darauf beziehen. Hoffentlich wird es davon noch mehr geben, denn diese Art von Musik ergänzt das archivarische und ethnografische Zeug bestens.«

Komplementär zum Sound legt Owen auch Wert auf die Medien, über die er seine Musik vertreibt. Die meisten der Death Is Not The End-Releases sind auf Tape zu haben. »Kassetten waren das Format meiner frühen Kindheit und ich schätze mal, dass sie deshalb einen nostalgischen Wert für mich haben«, gibt er zu. »Ich denke aber ebenso, dass es zur Idee des Labels passt. Der Sound ist ein Faktor, denn das Rauschen ergänzt die sowieso schon knisternden Aufnahmen.« Das trägt ebenso zum quasi-hantologischen Charakter des Labels bei wie dessen Name oder der deutliche thematische Schwerpunkt. »Ich bin nicht religiös, habe mich aber immer dafür interessiert, wie Musik und Rituale miteinander korrelieren. Das schlägt sich aim Label nieder.« Auch das ist, wie eigentlich alles an Death Is Not The End, erfreulich unüblich. KC

Death Is Not The End bei Facebook | Death Is Not The End bei Twitter | Radiosendung von Death Is Not The End

Lullabies For Insomniacs 2Find it at hhv.de: Lullabies For Insomniacs Lullabies For Insomniac ist ein 2016 von Izabel Caligiore gegründetes Plattenlabel aus Amsterdam. Ein Blog, eine Radio-Sendung, DJing und schließlich ein Label: Was im Jahr 2017 wie eine völlig organische Entwicklung klingt, das gestaltete sich im Fall von Lullabies For Insomniacs noch weitschweifiger, als es auf den ersten Blick scheint. Die Australierin Caligiore begann 2012 auf ihrer eigenen Online-Plattform mit produktiver Musikforschung, derweil sie beim Lokalsender 106.7 PBS FM im australischen Melbourne auf freiwilliger Basis aushalf. Nebenbei arbeitete sie zugleich noch im Plattenladen, widmete sich ihrem Sound- und Musikstudium und legte in der Freizeit auf. Als sie 2015 jedoch nach Amsterdam umsiedelte, schien all das vorerst vorbei zu sein. Stattdessen hob sie ihr Lullabies For Insomniacs-Projekt, auf deren Homepage sie Mixe von unter anderem Sugai Ken, Donato Dozy, Zoviet France oder Georgia hostete, auf ein neues Level. Die erste Platte erschien 2016, »鯰上 – On The Quakefish« von Sugai Ken. Das Album markierte mit seinen hochauflösenden Ambient-Sounds den Beginn einer produktiven Anfangsphase für Caligiores Label, das mit jedem Release eine neue Überraschung bereit hält.

Auffällig ist mit Blick über den Backkatalog von Lullabies For Insomniacs zuerst das Miteinander von Archivmaterial und neuer Musik. Neben formalen Reissues von den Alben »Transreplica Meccano« des Ungarn László Hortobágyi sowie Yasuo Sugibayashis »The Mask Of The Imperial Family« und zwei Compilations alter Stücke des Gitarristen Graham Peter Halls und des Projekts Life Garden finden sich dort mit Unearth Noise und Tarotplane bisher fast gänzlich unbekannte Namen wieder. Vor allem aber besticht Lullabies For Insomniacs mit einer stilistischen Breite, die von sanften Ambient-Klängen über Proto-Industrial bis hin zu halluzinogener Psychedelik reicht. Was der gemeinsame Nenner dieser Platten ist? »Ich würde nicht sagen, dass es einen gibt«, antwortet Caligiore kurz und bündig. Das muss es sicherlich auch nicht und wenn überhaupt ist es gerade die Heterogenität, die ihr Label auszeichnet.

Caligiore gibt zu, von Südostasien fasziniert zu sein, sie hat Japanisch gelernt und ist in ihrer Jugend viel im pazifischen Raum herum gekommen. »Das mag vielleicht erklären, warum das Label ausgesprochen nicht-eurozentrisch ist«, heißt es dazu. Denn so viel ist ebenso klar: Die zumeist wortlosen Schlaflieder für Schlaflose werden nicht in den gängigen Mundarten gesungen, sie arbeiten sich selten an standardisierten Formeln ab. Caligiore möchte sich aber in keiner Hinsicht festlegen. »Ich bin auf der Hut davor, mich in eine Schublade stecken zu lassen.« Tatsächlich ist es vor allem eine schier unbändige Entdeckungslust, welche die DJ anzutreiben scheint. Das in Berlin ansässige Duo Air Cushion Finish etwa schrieb sie persönlich wegen ihrer freiförmigen, auf Vokalexperimenten und subtiler Elektronik basierenden Musik an und konnte 2016 deren »Flink«-LP veröffentlichen. Andere Platten kamen über die Gastmixe auf der Online-Plattform und den daraus entstehenden Austausch mit verschiedenen Produzenten zustande. Vielleicht ist zumindest das so eine Art gemeinsamer Nenner: Dass beim Label wie auf der darauf erscheinenden Musik alles beständig im Fluss bleibt. KC

Lullabies For Insomniacs bei Facebook | Lullabies For Insomniacs bei Soundcloud | Website von Lullabies For Insomniacs

Mainrecords Label LogoFind it at hhv.de: Mainrecords Mainrecords ist ein 2007 von Matthias und Christian Schildger gegründetes Label aus Offenbach am Main. Dort, in direkter Nähe zum Technobabylon Frankfurt, betreibt das Brüderpaar seit 2001 den Plattenladen Mainrecords, aus dem auch das Label operiert. Allerdings sollte man eher von Labels sprechen, denn Mainrecords ist nur ein Bruchteil eines von außen kaum durchschaubaren Netzwerks aus Pseudonymen, Labels und Unknown Artists , das sich die beiden über die Jahre aufgebaut haben: Christian aka Locke, produziert auch als Dermaptera, ausschließlich auf dem gleichnamigen Sublabel. Matthias veröffentlicht auf verschiedenen Labels als Matt Star, doch auch er bedient mehrere genrespezifische Pseudonyme mit Mainrecords-Sublabels: Als und auf Yam Yam gibt es seinen Houseoutput, als Starbug experimentiert er mit minimalem Techno und Star_dub ist Dub Techno gewidmet. Außerdem entstammen Labels wie Repeat Musik, WirrWarr und C-Lektro dem Offenbacher Dunstkreis.

Diese Situation ist wohl auch der Grund, warum auf Mainrecords selbst unregelmäßig der Brüder oder ihrer Wegbegleiter erscheint, obwohl allein die beiden Betreiber einen beachtlichen Output in tanzbaren 12inches haben. Konzepte werden auf den Sublabels durchgezogen, bei Mainrecords erscheint, was nirgendwo direkt passt, aber raus muss. »Bei Mainrecords ging und geht es hauptsächlich darum, unsere Musik zu veröffentlichen. Der Fokus liegt dort eher weniger auf Ästhetik, die haben wir uns für andere Labels, die wir betreiben, vorbehalten«, gesteht Matthias. Deshalb ist Mainrecords als quasi-Auffangbecken mit seinen knapp 20 Releases weniger ein statisches Label mit klassisch rotem Faden, als ein Querschnitt in die sich wandelnden Vorlieben der Labelbetreiber. Die haben als Plattenladenbetreiber und DJs natürlich ihr Ohr am Gleis und entwickeln sich weiter: Erschienen auf Mainrecords vor knapp zehn Jahren noch vorwiegend Tech House und minimaler Techno, so stehen die neusten Releases oft in der Electrosektion. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Brüder sich dem Beatportmainstream auf dem Rücken von Genrehypes anbiedern, im Gegenteil: von den undurchsichtigen Aliassen bis hin zur sporadischen Vermarktung scheinen die beiden Labelbetreiber das Leben im Untergrund zu genießen. Die Geschichte des ersten Releases, »Sternfeenwald« von Matt Star, ist dabei sinnbildlich für die Rolle von Mainrecords im Labelgefüge der Gebrüder Schildger: »Diesen Track spielte ich schon einige Zeit von CD, an meinem Geburtstag hatten wir eine Veranstaltung und auf einmal mixte Christian den Track von Platte rein. Es war meine Geburtstagsüberraschung und gleichzeitig der Beginn vom Mainrecords Labels.« Techno vom Familienesstisch, herzerwärmender werden brachiale Dancefloorbretter selten. NF

Mainrecords bei Facebook | Mainrecords bei Soundcloud

MeakusmaFind it at hhv.de: Meakusma Meakusma ist ein 2008 von Christophe Houyon und Michael Kreitz gegründetes, belgisches Plattenlabel aus Eupen. Der Osten Belgiens mag zwar vergleichsweise beschaulich wirken, kann aber auf eine Rave-Geschichte bis tief in die neunziger Jahre zurückblicken. Houyon und Kreitz waren vor allem in deren experimentelleren Ausläufern unterwegs, insbesondere Kreitz in seiner Tätigkeit als DJ und Mitglied des Vereins Klangforschung Ost, mit dem er Artists wie Electric Indigo, I-F oder Christian Morgenstern nach Belgien buchte. Nachdem er einige Zeit für ein lokales Festival Acts wie Richard Devine neben die Toten Hosen auf die Bühne stellte, lernten sich die Beiden schließlich nach ihrem Umzug in die Landeshauptstadt Brüssel kennen, wo Meakusma im Jahr 2004 seinen Anfang als Veranstaltungsreihe nahm. Aus dieser ist nicht nur das Label, sondern im Jahr 2016 sogar ein eigenes Festival entstanden. »Den Veranstaltungen, dem Label sowie auch dem Festival liegt eigentlich der gleiche Geist zugrunde: die Lust, die Musik, die man entdeckt hat, auf die ein oder andere Art zu teilen«, erklärt Kreitz den Zusammenhang zwischen Konzerten, Festival und Label. Zu eng wollen die beiden, die seit 2016 von David Langela bei der Labelarbeit unterstützt werden, diesen Konnex aber auch nicht halten: »Ein Kollektiv, welches sehr häufig die Labelkünstler auf ihren Veranstaltungen bucht und/oder versucht, mit ihnen auf Tour zu gehen, wollten wir von Anfang an nicht werden«, so Kreitz entschieden.

Mit Blick auf den Katalog des Labels zeigt sich dementsprechend auch eine musikalische Vielfalt, deren Wurzeln in der House- und Techno-Szene ebenso wie ein ausgeprägtes Interesse für experimentelle Spielarten offensichtlich ist. Roger23, Move D & Benjamin Brunn, Vakula oder Terrence Dixon waren beispielsweise auf dem ersten Release – einer Kollaboration mit dem schottischen Label Ampoule – zu hören, in jüngeren Releases der Kölner House-Produzentin Viola Klein zieht sich dieses Interesse fort. Die spielerische Experimentalität von Meakusma als Label schlug sich allerdings schon ebenso früh nieder. 2010 veröffentlichte der Detroiter Techno-Head Dixon die EP »Room 310« über Meakusma. Darauf zu hören: ein überlanger Jazz-Remix des Titelstücks. So gesellen sich neben klassische Dance-Releases und grenzgängerische Produktionen von etwa Madteo, Mix.Mup oder den Different Fountains auch Drone-Platten von Giraffe und die eigenwilligen Dub-Interpretationen eines Lord Tang. »Wir machen da keinen Unterschied«, sagt Kreitz angesichts der bunten Mischung. _»Die Entscheidungen, die wir beide treffen, kommen größtenteils aus dem Bauch heraus. Das verhält sich beim Festival sehr ähnlich und spiegelt eigentlich auch überhaupt unsere Haltung zur Musik wider.« Und so gestaltet das mittlerweile auf drei Personen angewachsene Team mit Konzerten, einem Festival und nicht zuletzt dem Label die Szene Ostbelgiens aktiv mit. Von wegen beschaulich. KC

Meakusma bei Facebook | Meakusma bei Soundcloud | Website von Meakusma

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 09.10.2017
Million Brazilians
Red Rose & Obsidian
Das Album des Trios aus Portland ist eines, das sich aus dem Fenster lehnt und seinen Kopf im Sturm wiederfindet
Music Liste | verfasst 20.10.2017
Ausklang | 2017KW42
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay | verfasst 19.12.2017
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Porträt | verfasst 03.02.2017
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression
Music Porträt | verfasst 04.05.2017
New Record Labels #28
Blue Tapes, Night Tide, Utopia
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Black Pearl, Blue Tapes, Night Tide, Utopia
Music Porträt | verfasst 07.03.2017
New Record Labels #26
Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax.
Music Porträt | verfasst 06.04.2017
New Record Labels #27
Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour.
Music Porträt | verfasst 01.06.2017
New Record Labels #29
Arjunamusic, Flash Forward, Unknown Precept, Yerevan Tapes
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Arjunamusic, Flash Forward, Unknown Precept und Yerevan Tapes.
Music Porträt | verfasst 06.07.2017
New Record Labels #30
Don't Be Afraid, Giallo Disco, I/Y, Kalakuta Soul
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Don’t Be Afraid, Giallo Disco, I/Y und Kalakuta Soul.
Music Porträt | verfasst 09.08.2017
New Record Labels #31
Avian, Comb & Razor, Dizzy Tunes, Sahel Sounds
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Avian, Dizzy Tunes, Comb & Razor, Sahel Sounds
Music Porträt | verfasst 13.09.2017
New Record Labels #32
Disco Halal, Discotexas, Foul-Up, Uncage
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Disco Halal, Discotexas, Foul-Up und Uncage
Music Porträt | verfasst 05.10.2017
New Record Labels #33
Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko.
Music Porträt | verfasst 01.11.2017
New Record Labels #34
Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Marsimoto
Ring der Nebelungen
Marsimoto ist zurück und hält mit »Ring der Nebelungen« einige Trümpfe in der Hand, kratzt inhaltlich aber leider nur an der Oberfläche.
Music Porträt | verfasst 11.06.2015
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 18.06.2015
Snow Bone
Protoplanetary
Es ist ein ungefiltertes Statement, das der Brite Snow Bone mit seiner dritten EP »Protoplanetary« in Vinyl ritzen lässt.
Music Review | verfasst 19.06.2015
Dele Sosimi
You No Fit Touch Am
»You No Fit Touch Am« von Dele Sosimi hat es einfach in sich: animalisch wild, instinktiv verständlich und einfach tierisch gut.
Music Review | verfasst 16.06.2015
Aidan Baker & Idklang
In The Red Room
Aidan Baker hat mit Idklang einen Partner gefunden, der seiner ausufernden Kunst einen formlosen Rahmen gibt.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2018
Kennt sein Passwort fürs UGHH-Forum noch auswendig und weiß, was in Zukunft die NTS-Sets dominieren wird: unser Kolumnist Florian Aigner. Ganz klar der Mann also, dem du vertrauen solltest.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Kolumne
Records Revisited
The Streets’ Original Pirate Material, 2002
Mike Skinner wollte mit seinem Debüt ein echtes englisches Hip-Hop-Album machen, das auf US-Klischees verzichtet. Herausgekommen ist ein äußerst präzises Porträt des Lebens britischer Millennials zwischen 9 to 5 und Binge Drinking.
Music Essay
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Liste
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2018
Er hat es alles schon gesehen: Männer-Wampen, deprimierte Stones Throw-Has-Beens, Free-Jazz-Weitwichsen. Vielleicht ein härterer Job als bei der chinesischen Internet-Zensur-Behörde zu arbeiten. Wer weiß das schon?
Music Essay
Kendrick Lamar & »Black Panther«
Black Future Month
Kendrick Lamar hat sich für den Soundtrack zu »Black Panther« verantwortlich gezeigt und ist vielleicht jetzt, wo Diversity verkauft werden soll, damit sie niemand tatsächlich leben muss, wichtiger denn je zuvor.
Music Kolumne
Records Revisited
Digable Planets – Reachin’ (A New Refutation of Time and Space) (1993)
Digable Planets besprachen auf ihren Debütalbum ein Thema, das nicht unbedingt auf Rapalben zu finden ist: weibliche Selbstbestimmung und Pro-Choice. Und zeigen, dass sich seit 1993 eigentlich nichts geändert hat.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Suba – Wayang
»Komm, das ist dieses Geräusch, das klingt als würden 500 Frösche gleichzeitig laichen.« Unsere Biologie-Expertenrunde im Talk über das neueste Release auf Vladimir Ivkovics Offen-Label.
Music Kolumne
Records Revisited
Sun Kil Moon – Ghosts Of The Great Highway (2003)
Die Reissue von »Ghosts Of The Great Highway« erschien die Tage. Es ist eines der besten Gitarrenalben des 21. Jahrhunderts, obwohl oder vielleicht gerade weil es die maßlose Selbstübersteigerung Kozeleks erstmals in voller Blüte zeigt.
Music Interview
Palmbomen II
Fake Memories
Palmbomen II reist in seiner Musik mit altem Equipment in eine neue Welt. Eine Welt, die es nicht gibt. Aber als Hörer meint man sich an sie erinnern zu können. Verwirrend? Gut, dass wir den Mann sprechen konnten.
Music Interview
Wolf Müller & Niklas Wandt
Trommelkunde
»Wie geil kann alles sein. Aber vor allem: wie geil kann es noch werden?«. Es wird im Folgenden sehr geil – oder sau langweilig. Kommt jetzt ganz auf den jeweiligen, natürlich immer geschätzten, Leser an.
Music Liste
Jóhann Jóhannsson
10 Essentials
Um Jóhann Jóhannsson zu trauern heißt also einerseits, sich an ihn zu erinnern. Sich an Jóhannsson zu erinnern heißt aber auch, das Versprechen anzunehmen, das er mit seiner Musik abgelegt hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2018
Der Mann mit dem härtesten Job der Welt ist zurück: Aigner schlägt sich für die erste Inventur des Jahres mit Reizdarm durch die Spotify-Hölle, umgeben von Hollister-Modeln, die Midlife-Crisis vor den Augen. Stehen wir es durch, togezer!
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Rhye – Blood
Lieder über die Liebe, sinnliche Coverbilder nackter Frauen: Rhye sind nach vier Jahren zurück mit einem neuen Album. Es kommt ganz unschuldig daher, am Ende könnte aber James Franco dahinter stecken.
Music Porträt
New Record Labels #35
Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords & Meakusma
Jeden Monat stellen wir euch Plattenlabels vor, die neu bei uns im Webshop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords und Meakusma
Music Liste
Tribal, Voodoo, Folklore
10 aktuelle Platten von weit weg
Deutschland im Januar: Jahresanfangsmüdigkeit, Schneeregen, Heizungsluft. Man möchte woanders sein. Unsere Liste geht direkt einen Schritt weiter, GANZ woanders hin. Hier sind 10 aktuelle Platten wie sie exotischer kaum klingen könnten.
Music Liste
Ausklang | 2017
Die essentiellen Platten des Dezember
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Interview
Torky Tork & Doz9
Der Kandinsky-Code
Torky Tork und Doz9 waren zum dritten Mal gemeinsam im Urlaub, um ein Album aufzunehmen. Oder waren sie es nicht? Egal, die Formel ist die gleiche. Und frag nicht, warum du nur Vierecke siehst.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Albums
Die musikalischen Statements wurden dieses Jahr nicht mit Ausrufezeichen gemacht. Sondern mit Kommata und Gedankenstrichen. Kaum große Mäuler, aber viel dahinter. Wenig Hits, viel Musik.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 12-inches
Das Kurzspielformat ist immer noch vor allem für DJs. Deshalb findet sich in dieser Liste vor allem Musik, die zumindestens in der Nähe der Tanzfläche irgendwas Komisches macht. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Reissues
Der Reissue-Markt als Wunschkonzert, 2017 fühlte es sich zuweilen so an. Unfassbar, welche Mengen an seltenen, obskuren und seltenen und obskuren Platten dieses Jahr neu aufgelegt wurden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 Compilations
Wenn man rein den materiellen Wert der einzelnen hier versammelten Stücke zusammenzählen würde, käme man auf ein Vermögen. Aber das ist nur der oberflächlichste Grund, warum die folgenden Comps essentieller Stuff sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW48
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Bericht
Records Revisited
A Certain Ratio – To Each, 1981
Man ruft A Certain Ratio gerne als musicians’ musicians. Warum? Weil sie mit einem typischen Übergangsalbum zeigten: Wo Dinge unabgeschlossen sind, bleibt genug Platz für andere, um sich zu eigenen Lösungen anregen zu lassen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW47
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Princess Nokia
Für eine neue Unordnung
Zum Ende diesen Jahres hin erscheint also endlich eines der aufsehenerregensten Alben des letzten Jahres auf Platte, Princess Nokias »1992«. Es ist wie seine Interpretin: auf eine ordnende Weise chaotisch.
Music Liste
Ausklang | 2017KW46
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW45
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
Throbbing Gristle – 20 Jazz Funk Greats (1979)
Throbbing Gristle schlugen mit »20 Jazz Funk Greats« den Pop mit seinen eigenen Mitteln. Haben sie also ihren historischen Auftrag erfüllt und sich damit irgendwie selbst erledigt?
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2017
Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.
Music Interview
Twit One
Warum liegt hier eigentlich Stroh?
Twit One, Beat-Deuschlands wichtigster Slacker, nicht wegzudenken aus der hiesigen HipHop-Szene. Gerade ist sein jüngste Platte »Hay Luv« erschienen. Natürlich trafen wir ihn zum Interview. Natürlich fand das Interview im Tierpark statt.
Music Kolumne
Records Revisited
Metro Area - Metro Area, 2002
2002, eigentlich war gerade alles egal. Alles Wissen verfügbar und damit alles irgendwie uncool. Wer was auf sich hielt, reagierte mit Ironie oder Retromanie. Nicht Metro Area.
Music Liste
Ausklang | 2017KW44
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #34
Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Music Liste
Sichtexot
10 Essentials
Sichtexot, das Mainzer Label wächst und gedeiht. Erst gerade ist mit Negromans neuer EP wieder ein gelungenes Projekt erschienen. Zeit für eine Zwischenbilanz, hier sind zehn Sichtexot-Releases, die unabdingbar sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW43
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Welche Schallplatte hast du gehört,
als du 15 Jahre alt warst?
In diesem Jahr ist hhv Records 15 Jahre alt geworden. Wow, interessantes Alter. Da fragt man sich natürlich: Wie war das, als man selbst 15 war? Welche Platten haben wir damals gehört? Wir haben die Frage an unsere Autoren weitergegeben.
Music Liste
Ausklang | 2017KW42
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.