Music Liste | verfasst 26.10.2017
Welche Schallplatte hast du gehört,
als du 15 Jahre alt warst?
In diesem Jahr ist hhv Records 15 Jahre alt geworden. Wow, interessantes Alter. Da fragt man sich natürlich: Wie war das, als man selbst 15 war? Welche Platten haben wir damals gehört? Wir haben die Frage an unsere Autoren weitergegeben.
Text , Martin Silbermann, , Andreas Brüning, Peter Gebert, Tim Tschentscher, Philipp Kunze, Lars Fleischmann, Alexis Waltz, , Anna Gyapjas, Sonja Matuszczyk, Steffen Kolberg, , Florian Aigner, , Kevin Goonewardena, Jan Paersch, Andreas Schnell, Tim Caspar Boehme

Smooth Da Hustler - Once Upon A Time In AmericaWebshop ► Buy Vinyl LP Juni 1996, Schwabylon: der eine Girl Skateboards Fitted Cap auf seinen Quadratschädel quetschende F. Aigner sieht bei »Yo! MTV Raps« das Video zu »Broken Language« und hält Smoothe Da Hustler locker zwei Jahre lang für den GOAT.
September 1997, Schwabylon: F. Aigner setzt auf dem Dorfskateplatz »Once Upon A Time In America« als Black Flag-Alternative durch und zerstreitet sich mit mindestens drei Cargo-Hosen-Trägern, weil er nicht einen Song von NoFX, dafür aber »Hustlin’« auswendig kennt und beim rezitieren (leider) meist die Augen schließt.
Juli 1998, Schwabylon: Der übertalentierte lokale Courtking D. Harter feiert seinen 16. Geburtstag mit Dinkelacker und »Murdafest«. F. Aigner will auch kein Alman sein.Florian Aigner
 

Peter Gabriel - Ein deutsches AlbumWebshop ► Buy Vinyl LP Ein Freund meines großen Bruders war schuld. Der hat mir eine Kassette gemacht. Mit »Ein deutsches Album« von Peter Gabriel darauf. Bin seitdem die Zeilen »Krieg muss man schwänzen/Spiel ohne Grenzen« und »Du bist nicht wie wir« nicht mehr losgeworden. Gute Schule in Sachen Sprachwitz. Und Jerry Marottas beckenloses Schlagzeug ist auch ziemlich toll. Tim Caspar Boehme
 

David Bowie - David LiveWebshop ► Buy Vinyl LP Vorher war Deep Purple. »Wie sieht der denn aus?« Auf dem Cover ein schlimm ausgemergelter David Bowie mit Baggy Trousers und Schulterpolstern – so ganz geheuer war meinen Bremen-Norder Kumpels der Mann nicht. Dass es ausgerechnet »David Live« war – purer Zufall. Ein gutes Jahr brauchte dieses Album, welches Musikkritiker stets nur mit leicht mitleidigem Gesichtsausdruck erwähnen, bis auf meinen Plattenteller. Für mich ist es einfach die erste Bowie-Platte, die ich je gehört habe. Danach entdeckte ich Bowies »richtige« Platten. Und Iggy. Und Lou Reed und The Velvet Underground und alles, was danach kam. Vorher war nur Deep Purple. Andreas Brüning
 

The Distillers - Sing Sing Death House Musikalischer Umbruch. Von Destiny’s Child ging es zu The Distillers. Die Punk-Phase war eingeläutet und damit meine Schmalspur-Rebellion in einer konservativen mittelgroßen Stadt, in der man als Teenie zwischen Jugendtreff und Kellerdisco wählen konnte. »Are you ready to be liberated?« singt Frontfrau Brody Dalle auf der Platte. Ihre Stimme kratzig und schreiend. Die Songs energetisch und wütend. Wie cool war bitte diese Frau? Von nun an wurden gebrannte CDs auf dem Schulhof gedealt, Skate-Punk und Hardcore standen bei mir hoch im Kurs. »Sing Sing Death House« hat sich lange als einer meiner Lieblingsalben gehalten, auch wenn sich mein Musikgeschmack später um 180° gedreht hat. Vor ein paar Jahren habe ich Brody Dalle für ein Interview getroffen und musste mich stark zusammenreißen, den 15-jährigen Fan in mir hinter meinem hochroten Kopf zu verbergen. Und wenn heute in meiner Playlist zwischen Footwork und UK Bass zufällig ein Distillers-Song auftaucht, reiße ich noch immer die Arme in Luft und gröle jedes einzelne Wort mit. Maike de Buhr
 

Jane's Addiction - Nothing's Shocking Webshop ► Buy LP Meistens kamen gerade die CDs, die ich auf keinen Fall meinen Eltern zeigen wollte, am besten bei meinen Kumpels an. Diese hier stieß weder hüben noch drüben auf Verständnis. Als ich meinen Teenie-Freunden das erste Mal »Jane Says« von Jane’s Addiction, meine neueste Entdeckung aus der VIVA Zwei 2rock-Rotation (RIP, du genial-dilletantische Brutstätte meiner musikalischen Sozialisation) zeigte, war die Antwort nur jede Menge homophobes Gebrabbel von Leute, die den Großteil ihrer Zeit damit verbrachten, Johnny Knoxville zur Zielscheibe ihrer libidinösen Verwirrungen zu machen. Über ein halbes Leben später kann ich nur sagen: Pech gehabt, in beiderlei Hinsicht. Der hier bleibt, für immer. Kristoffer Cornils
 

Limp Bizkit - Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water InterscopeWebshop ► Buy Vinyl 2LP Nicht sonderlich einfallsreich, doch »Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water« von Limp Bizkit war in ihrer Rohheit, gepaart mit gelassener Frechheit und Coolness klassisches 15’er Futter. Dummer Jungs- und Männerhumor, musikalische und geschmackliche Minder-Qualität – und heute den Generationen-Begriff ablehnend – machen es zwar heute schwer die Platte zu ertragen; doch damals war es der Soundtrack zur Pubertät. Und wie bescheuert diese Zeit doch ist, zeigt derzeit »Big Mouth« auf Netflix. Filed under: Rage, Sex and Booze. Lars Fleischmann
 

Deutsch Amerikanische Freundschaft - Der MussoliniWebshop ► Buy Vinyl LP Deutsch Amerikanische FreundschaftAlles ist gut. Mit 15 war ich ein braves Mädchen. Dann kamen zwei merkwürdige Herren namens Görl und Gabi und stellten ein Perpetuum Mobile aus schwitzendem Eis hin, das nach allen Regeln der Herde nicht laufen durfte, es aber tat. Braves Mädchen und musikalischer Kanon gaben sich die Hand, bröselten weg, alles war falsch. Peter Gebert
 

Tocotronic - K.O.O.KWebshop ► Buy Vinyl LP Diese Liebe begann auf einem Dachboden Ende der Neunziger. Muttern, ich, ein Radio. Was » K.O.O.K.« wohl zu bedeuten habe, schloss sich meine Mutter dem rätselnden Moderator an. Tocotronics bereits viertes Album ist viel mehr die unvermeidliche Weiterentwicklung und keineswegs plötzlich auftretende radikale Zäsur. Gleichwohl polarisierend, viel diskutiert, von manch einem bis heute nicht verziehen. Mit »K.O.O.K.« leitet die Band die große Geste ein, beginnt im Bombast zu schwelgen, serviert Kitsch ohne Pein. Band und Platte irren weiter mit den Irrenden, den Suchenden, den Schmerzverzerrten, den Liebenden, den Hoffenden – und holt mich ab. Ab hier ohne Trainingsjacken und Parolen. Vor allem lehrt sie mich Sprache zu verstehen und gebrauchen – und hievt die Band aus dem SPEX-Relevanzkosmos heraus. Kevin Goonewardena
 

50 Cent - Get Rich Or Die Tryin'Webshop ► Buy Vinyl 2LP Sommer 2004: In einer Berliner Oberschule, die nach einem Marxisten benannt ist, nicken dreißig Sechstklässler zum dumpfen Beat von »In da Club«. Im Musikunterricht, nicht auf dem Schulhof. Einer von ihnen, glühender Fifty-Fan, rappt sich an der Tafel mehr schlecht als recht durch die Strophen, der Plan ist, dass wir anderen zum Chorus mit einsteigen. »You can find me in the club« kriegen wir noch hin, was »the X« ist, die der Rapper den Mamis anbietet, bleibt bis zum Schluss der Stunde unklar, ebenso, was eine »bottle full of bub« sein soll. Trotzdem leihe ich mir in der Pause »Get Rich Or Die Tryin’« – und übe zu Hause so lange, bis ich ebenso süffisant spitte wie Fifty… Ohne das Album wäre ich wohl nie auf Gangstarap und damit zu einem gesunden Maß an Selbstüberschätzung gekommen. Auf das ungesunde Maß an sexueller Verfügbarkeit und das fragliche Frauenbild hätte ich zwar gern verzichtet. Andererseits wäre dann auch die Flucht in den Conscious Rap ausgeblieben, genauso wie die heilsame Selbstreflektion und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Popkultur, Identität und Stereotypen. G-G-G-Gender Studieees! Anna Gyapjas
 

The Breeders - Last SplashWebshop ► Buy Vinyl LP Als ich 15 war, ist Kurt Cobain gestorben. Die teenage angst hat er gleich mit ins Grab genommen. Das war ein großes Glück für mich, denn ich konnte nun wieder relativ unbekümmert in die Zukunft schauen. Doch Fakt war auch, ich brauchte neue Rollenvorbilder, neue Götter. Ja, der Plural ist hier richtig, denn auf einer einzelnen Schulter wollte ich meine Hoffnungen nicht länger ruhen lassen. Ich hatte ja dazugelernt. Also sah ich fern. MTV. »120 Minutes«. Jede Woche neue Musik. Eine Manie, die sich bis heute erhalten hat. Jede Woche neue Bands. Hier war schnell klar, mich interessierten die Amerikaner mehr als die Briten. Die konnten einfach leichter, so mein Gefühl, über sich selbst lachen: Pavement, Dinosaur Jr, Halo Benders, Guided By Voices, Pixies. Die Pixies hatten sich 1993 bereits getrennt und eines der daraus entstandenen Projekte waren The Breeders. Wieso ich hier jetzt über »Last Splash« schreibe, weiß ich auch nicht so genau. Ich könnte natürlich schreiben, wie The Breeders meine Hörgewohnheiten bis heute bestimmt haben, dass ich durch sie gelernt habe, dass Bässe tief gestimmt sein müssen, dass das Trommeln auf dem Beckenständer super fancy klingt, und wie das meine Gehör für tolle Sounds schulte, dass die Stimme selbst ein so unglaublich starkes Instrument sein kann. Alles wahr. Aber quatsch. Es ist keine Platte, die mich besonders prägte. Ehrlich gesagt, gab es Jahre, in denen ich sie vollkommen vergessen hatte. Aber in dem Sommer, als ich gerade noch 15 war, da war »Cannonball« mein »Sabotage«. So lässig und clever. So kraftvoll und unmittelbar. Sebastian Hinz
 

Beastie Boys - Ill CommunicationWebshop ► Buy Vinyl 2LP »Ill Communication« war nicht das erste Album der Beastie Boys, welches ich damals gehört habe. Aber es ist mit Sicherheit jenes, das am häufigsten rotierte. Mit ihrem Medley aus Hip-Hop, Jazz und Punk Rock sind die Jungs darauf so viel lockerer und lässiger unterwegs, als es die viel bemühten Äquivalente der deutschen HipHop-Szene wie Fanta 4 oder die Beginner je sein konnten. Und sie zeigten mir noch so viel mehr: Die Videos zu »Root Down« und »Sabotage« machten mich auf »Wild Style« (1983) und Spike Jonze aufmerksam. Auch jetzt klingt »Ill Communication« für mich immer noch so, als sei die Crew aus Brooklyn damit auf ihrem absoluten Höhepunkt angekommen. Rest in Peace, MCA! Henning Koch
 

Blackmail - Friend Or Foe Mit 13 Jahren hatte sich die schicksalhafte Frage, ob meine Jugend von Rock oder Hip-Hop bestimmt sein sollte, exemplarisch vor dem CD-Regal bei Müller entschieden. Die Wahl fiel auf Limp Bizkits »Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water« statt Eminems »Marshall Mathers LP« und somit auf Rock in Form seiner bis dato abstoßendsten Mutation, Nu Metal. Zwei Jahre später war ich dieses absurden Genres langsam überdrüssig, da liefen mir Blackmail auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft über den Weg. Dass vier eher unscheinbare Typen aus dem eher unscheinbaren Koblenz es mit »Friend Or Foe?« zu Viva-Dauerrotation und Erfolg in Japan brachten, imponierte mir damals und bestärkte mich darin, das mit dem Musikmachen weiter voranzutreiben. Zumindest noch die nächsten fünf Jahre lang.
Steffen Kolberg
 

Eminem The Marshal Mathers 2 LPWebshop ► Buy Vinyl 2LP Alter, ich war 15, was soll ich sagen?! Ich war unglücklich verliebt, von allen unverstanden, unterbezahlt und unterernährt. »The Marshall Matters LP« von Eminem war der Hass und irgendjemand, eventuell auch sich selbst, zu töten, hatte damals top zu meinem state of mind gepasst. Heute ist es ein Leuchtturm in der Vergangenheit, der mir das Festland von damals anzeigt, das ich froh bin verlassen zu haben und auch nicht mehr ansteuern werde. Philipp Kunze
 

RAG - Unter Tage Die Platte, die mir spontan einfällt ist *»Unter Tage« von RAG. Ein kalter Januarabend im Jahre 2000. Wir befinden uns in einem herunter gekommenen Jugendclub irgendwo im Nirgendwo von Sachsen-Anhalt. Die Wände sind betaggt. Es müffelt nach Schimmel. Eine Bong blubbert und es ziehen kalte graue Rauchschwaden durch den Raum. Auf dem Röhrenfernseher in der Ecke flimmert »Tony Hawk’s Skateboarding« auf der Playstation. Harte, puristische Hip Hop-Beats schallen aus den Lautsprechern des Kassettenrekorders. In monotonem Tonfall hört man einen jungen Mann vom Band dazu rappen: »Die Blüte meiner Jugend verglühte in einer Tüte.« Der bunte Haufen aus Skatern, Sprühern, Gabberkids und Provinzjuvenilen sitzt versammelt auf den versifften Sofas, nickt stoisch zum Beat und rappt die Texte mit. Wieder und wieder wird die Kassettenseite gedreht. Sie sollte fortan für Monate im Tapedeck verbleiben und unentwegt laufen. Ob die Halbstarken damals auch nur ansatzweise erahnten, welchem Deutschrap-Meilenstein sie hier lauschten? Benjamin Mächler
 

Björn - HomogenicWebshop ► Buy Vinyl LP Ari Up war 15 als sie 1977 gemeinsam mit den Slits ihr legendäres Album »Cut« veröffentlichte. The Slits, Island Records, cozy mit den Sex Pistols und The Clash. Verdammt! Und wo war ich mit 15? Im umgebauten Partykeller eines Reihenhauses in Bonn-Kessenich, wo ich meine Stimmbänder zu jaulenden Coverversionen von Cat Power verdrosch. Zu anders, um Teil zu haben, zu schüchtern, um Punk zu werden, zu jung, um eine Revolution zu starten – 15 ist ein beschissen einsames Alter für einen weirdo.
Ich floh im Sommer für ein paar Monate zu meiner exzentrischen Patentante, die zusammen mit ihrem Mann – einem talentierten jedoch erfolglosen Schlagzeuger – am Stadtrand von Paris ihr Bohème-Exil fristete. Ich liebte dieses kleine Fenster Freiheit, und atmete all die geheimnisvollen Platten ein, die mir Jerzy täglich in den Discman warf. Diese Musik war mein Versprechen irgendwann aus der Tristesse ausbrechen zu können. Und das Versprechen erhielt einen ganz konkreten Namen: Björk.
»Homogenic« ist sicherlich nicht ihr bestes Album, aber mein erstes, und deswegen für mich auch das wichtigste. Ich hörte »Jogà« und heulte salzige Pfützen, hörte »Hunter« und bewarf all die bröselspermagrinsenden Lackaffen mit Bierflaschen, nur um mit »All Is Full Of Love« wieder Frieden mit ihnen zu schließen. Mich interessierte nicht, wie Björk medial wahrgenommen wurde: sie lehrte mich die Furchtlosigkeit der Unangepasstheit, bei gleichzeitiger unverfrorener Umarmung ihrer Weiblichkeit, radikaler als es je ein Riot Grrrl für mich verkörpern konnte. Für sie schlossen sich Sentimentalität und wild tobende Widerspenstigkeit nicht aus, Björk lebte und lebt immer noch das Kompromisslose, eine niemals endende Neugier. Ihre Kunst formte mich zur der Frau, die ich mich vorher nicht traute zu sein. Sie eröffnete mir ein Universum an Einflüssen und eine Einstellung, die mir bis heute als Spiegel dient. Und verlieh mir den schützenden Kokon, durch den ich mich mit 18 schließlich selbstbewusst durchbeißen konnte: »Excuse me, but I just have to explode this body off me. I’ll be brand new tomorrow.« Sonja Matuszczyk
 

Beastie Boys - Ill CommunicationWebshop ► Buy Vinyl 2LP Die Beastie Boys haben den Skateplatz neben eh coolen Disziplinen wie Rap und Punk auch mit Lounge Jazz beschallt. Und Dorfkindern wie mir gezeigt, wie man stilvoll desinteressiert erscheint, obwohl es kaum größere Fanboys gibt. Die ikonische Achse aus »Sure Shot«, »Sabotage« und »Root Down« ist auch heute noch eine weihevolle Erfahrung, und anfangs übergangene Kleinode wie »Flute Loop« und »Do It« lassen inzwischen längst erkennen, dass »Ill Communication« die beste Beastie Boys LP ist. Also neben »Paul’s Boutique«. Aber das ist eh klar. Christian Neubert
 

Beastie Boys - Ill CommunicationWebshop ► Buy Vinyl 2LP Gerade noch auf einem Herbert Grönemeyer Konzert geschunkelt und zwei Wochen später bei den Beastie Boys im Berliner Metropol aufs derbste gemosht. Wenige Tage später haben mir dann Body Count den Schädel endgültig zurechtgerückt. Danach lief lange Zeit und intensiv »Ill Communication« und eine nie endende Liebe begann. RIP MCA. Jens Pacholsky
 

Led Zeppelin - Physical GraffitiWebshop ► Buy Vinyl 2LP Diese Drums! Was John Bonham da spielt, ist nicht von dieser Welt. »Physical Graffiti« war der Höhepunkt des Led Zeppelin’schen Schaffens, 83 Minuten auf vier LP-Seiten, und keine zuviel. Während andere Rap oder Britpop hörten, hängte ich mir Jimmy-Page-Poster in meinem Zimmer auf und spielte Luft-Schlagzeug zu Bonhams unfassbaren Grooves. Wenn ich Energie brauchte, hörte ich »In My Time of Dying«, wenn ich traurig war »Ten Years Gone«, und zum Abhängen »Bron-Yr-Aur«. Es war auch eine meine ersten selbstgekauften LPs, wegen des raffiniert ausgestanzten Covers. Jan Paersch
 

Emmylou Harris - Last DateWebshop ► Buy Vinyl LP Ich kann nicht sagen, dass diese Platte, eine von den wenigen, die ich damals oft und innig hörte, mein Leben ruiniert hätte. Gerettet hat sie mich eigentlich auch nicht. Aber sie erschloss mir eine neue Welt: »Last Date«, das erste Live-Album von Emmylou Harris, 1982 erschienen und sogleich gekauft, machte mich damals mit Gram Parsons »Cosmic American Music« bekannt, von Harris eingebettet in ein Konzept ländlicher amerikanischer Musik, das deren Wurzeln ebenso kannte wie das vorausahnte, was wir heute Americana nennen. Auch wenn zwischendurch all dies für mich in den Hintergrund rückte: Emmylou Harris bin ich – zumindest halbwegs – treu geblieben. Andreas Schnell
 

Beastie Boys - Ill CommunicationWebshop ► Buy Vinyl 2LP Streng genommen war ich beim Kauf noch 14, aber erst mit 15 hab’ ich sie so richtig rauf und runter gehört: »Ill Communication« von den Beastie Boys. Vor allem die Vielschichtigkeit der Platte haute mich damals um und prägte meinen musikalischen Fokus. Klar waren da der Über-Song »Sabotage« und die Hip Hop-Singles wie »Sure Shot«, aber dazwischen eben Hardcore-Punk, funky Instrumentals und sogar tibetanische Mönchschöre – die Beastie Boys stellten schlichtweg den Crossover-Begriff, der damals vor allem mit Bands wie Rage Against The Machine in Zusammenhang gebracht wurde, komplett auf den Kopf. Martin Silbermann
 

213 - The Hard WayWebshop ► Buy Vinyl 2LP Nicht nur, dass die Zusammenkunft als Dreigestirn aus Snoop Dogg, Nate Dogg und Warren G zum letzten Mal das Beste aus allen Beteiligten herauskitzelte, »The Hard Way« von 213 ließ pubertierende Ostwestfalen mit Krawatte und Hut die Mittelstufe besuchen, als Baggies und Iverson-Jerseys noch aktuell waren. Tim Tschentscher
 

The Cure - DisintegrationWebshop ► Buy Vinyl LP Mit 15 hörte ich »Disintegration« von The Cure und »Violator« von Depeche Mode. Damals war man an meiner Mittelschule in den Suburbs von Bremen entweder Fan von The Cure oder Fan von Depeche Mode, Goth oder Popper. Es war 1990. Wir standen zwischen zwei Jahrzehnten. Wir waren der einzige Jahrgang, in dem niemand rauchte. Die Älteren verbrachten die Pausen in der Raucherecke, da sie vom auslaufenden Punk zehrten. Die Jüngeren trugen die Verzweiflung der Generation X in sich. Wir mieden die Tiefe. Wir gruselten uns, wenn Robert Smith im Video zu »Lullaby« von einem Monster gefressen wurde. Uns kräuselten sich die Nackenhaare, wenn wir auf Depeche Mode’s Live-Album »101« die Menschenmassen im Rose Bowl in Pasadena, Texas schreien hörten. Für mich standen beide Bands damals schon am Ende ihrer Karriere. Ich
Depeche Mode - ViolatorWebshop ► Buy Vinyl LP war bereit für neue, tollere, wunderbarere Bands, für die turbulenten Neunziger. Alexis Waltz  

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 25.05.2011
Beastie Boys
Hot Sauce Committee Pt.2
Die Beastie Boys brauchen nichts mehr beweisen und tun das in ihrer Unbekümmertheit aber jedes Mal, wenn sie ein Album veröffentlichen.
Music Interview | verfasst 29.04.2011
Beastie Boys
Karottenschnitzel im Glas
Die Beastie Boys veröffentlichen »Hot Sauce Committee – Part 2«. Warum eigentlich »Part 2«? Was ist aus »Part 1« geworden? Und warum mussten wir so lange auf das 8. Studioalbum warten? Ein Gespräch mit den New Yorker Chefköchen des HipHop.
Music Kolumne | verfasst 17.05.2011
Aigners Inventur
April 2011
Zugegeben: es war nicht einfach neben den Marktschreiern der Wolf Gang in den letzten vier Wochen noch andere Stimmen zu vernehmen, aber bei genauem Hinhören gab es für die Musikindustrie doch noch ein Leben neben OFWGKTA.
Music Kolumne | verfasst 11.02.2015
Records Revisited
Beastie Boys‘ Paul’s Boutique, 1989
Das zweite Album der Beastie Boys gilt als eines der innovativsten Hip Hop-Alben und ist doch vor allem ein Produkt des Chaos’. Zugleich ist es der unschlagbare Beweis dafür, dass die Musikindustrie niemals Recht hat.
Music Review | verfasst 12.02.2016
David Bowie
Blackstar
David Bowie ist tot. Beinahe zeitgleich mit seinem Ableben ist »Blackstar« erschienen. Es hat den eigenen Tod zu seinem zentralen Thema.
Music Essay | verfasst 04.02.2013
The Fine Line
»Had to get the train / From Potsdamer Platz«
In »The Fine Line« nehmen wir eine Textzeile, einen Wortfetzen und suchen in ihm und von ihm ausgehend nach einer Geschichte. Manchmal ist es nur eine Anekdote, aber manchmal eine ganze ungeahnte Welt. Es ist ein schmaler Grat.
Music Kolumne | verfasst 06.02.2013
Zwölf Zehner
Januar 2013
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 13.03.2013
Hyperton
März 2013
Hyperton ist der monatliche Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Wir treffen eine kleine Auswahl an aktuellen Schallplatten und schauen mal nach, was die anderen Gazetten so schreiben.
Music Bericht | verfasst 26.05.2014
David-Bowie-Ausstellung in Berlin
Die Legende von David Jones
Die Ausstellung »David Bowie« im Martin-Gropius-Bau in Berlin ist wie ein Nachruf auf einen Untoten und sagt vieles über die Stadt und ihren Kulturbetrieb, während sie am Künstler selbst scheitert.
Music Kolumne | verfasst 07.12.2016
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Review | verfasst 18.06.2012
Soulsavers
The Light The Dead See
Mal angenommen Depeche Mode hätte es nie gegeben, dann wäre das hier eines der großartigsten Debütalben eines Sängers aller Zeiten.
Music Kolumne | verfasst 20.02.2013
Hyperton
Februar 2013
Hyperton ist der monatliche Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Wir treffen eine kleine Auswahl an aktuellen Schallplatten und schauen mal nach, was die anderen Gazetten so schreiben.
Music Liste | verfasst 26.05.2017
Ausklang | 2017KW21
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 13.06.2014
50 Cent
Animal Ambition: An Untamed Desire to Win
Die Welt hat auf »Animal Ambition« nicht gewartet. Und Curtis »neunstelliges Gesamtvermögen« Jackson eigentlich auch nicht.
Music Review | verfasst 03.10.2016
Led Zeppelin
The Complete BBC Sessions
Besseres an der Schnittstelle von Blues und Rock gibt es nicht: Zur 5LP-Box »The Complete BBC Sessions« von Led Zeppelin.
Music Review | verfasst 29.09.2010
Tom Clark
Pressure Points
Mit seinem neuen Album hat sich Tom Clark vorgenommen, auf den aktuellen, typischen Club-Sound, der ihn im E-Werk, Tresor und Watergate zum Resident-DJ machte, zu verzichten.
Music Review | verfasst 04.11.2011
Highgrade Disharmonic Orchestra
Multilayer
Mit Größen wie Tom Clark, Philip Bader oder auch Todd Bodine bestückt, ist das Highgrade Disharmonic Orchestra gut aufgestellt.
Music Review | verfasst 12.04.2012
Philip Bader
Whishful Thinking
Der verpeilte Karnevalist beweist erneut seine Produzentenskills und sein Ohr für liebevoll gesetzte, raffinierte Soundtüfteleien
Music Review | verfasst 23.10.2013
Keyza
Sydney II
Der nach Australien übergesiedelte, Berliner Producer Keyza Soze hat weitere instrumentale Ode an seine neue Heimat veröffentlicht.
Music Review | verfasst 20.12.2013
Eloquent & FloFilz
Love Love EP
Die »Love Love EP« von Eloquent & FloFilz kommt grundsolide daher, will das Rad nicht neu erfinden, gibt aber ein gutes, wärmendes Gefühl.
Music Review | verfasst 20.12.2013
The Mouse Outfit
Escape Music
The Mouse Outfit ist eine neunköpfige Hip Hop-Crew aus Manchester, die Rap in Anlehnung an die Native Tongue-Bewegung der Neunziger macht.
Music Review | verfasst 10.02.2014
Eloquent
Tinte, Spucke, Schall und Rauch
Der Wiesbadener Rapper Eloquent kommt mit »Tinte, Spucke, Schall und Rauch« auf Vinyl und Kassette um die Ecke.
Music Review | verfasst 11.02.2014
MecsTreem
Drunken Robots 7“
Eine beatlastige Stellungnahme zum prädestinierten Dasein eines Roboters vom Berliner Beatbastler MecsTreem.
Music Review | verfasst 19.02.2014
Sene & Blu
A Day Late … & A Dollar Short.
»A Day Late… & A Dollar Short« von Sene & Blu liegt erstmals auf Vinyl vor. Längst überfällig, denn dieses Album verdient Aufmerksamkeit.
Music Bericht | verfasst 23.10.2012
10 YRS MPM & hhv.de Party
Live am 4.10. im Festsaal Kreuzberg in Berlin
Melting Pot Music und hhv.de feierten am 4.10. gemeinsamen ihren zehnten Geburtstag und zeigten uns an diesem Abend die Vielzahl der Gesichter, die ihr Wiegenkind Hip-Hop im Repertoire hat.
Sports Porträt | verfasst 29.04.2013
Freibeuter
Boombox, Körbe, Landesliga
Im dritten Jahr nach ihrer Gründung sind die Freibeuter weiterhin auf Erfolgskurs. Mit Leichtigkeit hat man nach der Kreisliga in dieser Saison auch die Bezirksliga von hinten aufgerollt alle anderen Teams deklassiert.
Music Porträt | verfasst 27.08.2014
AzudemSK
Mikrokosmos Hip Hop
Mit seinem Vinly-Debüt »Classic EP« hat AzudemSK eine der ehrlichsten und schonungslosesten Überraschungen des Rap-Jahres hervorgebracht. Wir trafen ihn in Münster, wo er uns erklärte, warum er eine Etikettierung als »Rapper« ablehnt.
Music Interview | verfasst 01.12.2014
Q-Cut
Der geloopte Beat
Q-Cut hat sich auf »Kaiju Dugu« neu erfunden und einen Ansatz erprobt, der Beat und Loop zusammendenkt. Das Resultat ist packend. Wie es genau dazu kam und wer ihn dabei inspirierte, erzählt uns Q-Cut im Interview.
Music News | verfasst 25.10.2017
Lord Folter
Neues Album: »Rouge«
Lord Folter bringt ein neues Album heraus. 20 Tracks stark, auf zwei Vinyls im Gatefoldcover. Mit Produktionen von Philanthrope, Flitz&Suppe, tusken., Made In M, Blunt One & SkunkJunk (Enemies).
Music News | verfasst 30.10.2017
M.Rux
Bald auf Halde: »In The Hold Remixes«
Mit seiner »In The Hold« EP gelang M.Rux ein großer Wurf. Nun erscheinen die »In The Hold Remixes«, bei der sich eine amtliche Riege internationaler Producer auf die Originale gestürzt hat.
Music News | verfasst 13.11.2017
Onaknwn (Eloquent)
Neues Album: »Letters From Brazil«
Unter seinem Producer-Alter-Ego Onaknwn bringt Eloquent das Beat-Album »Letters From Brazil« heraus. Es featured jazzifizierte Instrumental Hip Hop Tracks, die einen zurückgelehnt gen Brasilien schicken.
Music Review | verfasst 20.04.2012
VCMG
Ssss
Zwei Urgesteine des Synthpop schließen sich wieder zusammen und frönen ihrer Liebe zum Techno.
Music Review | verfasst 13.08.2007
50 Cent
Curtis
Kaum ein anderer Künstler hat sich nach gutem Start derart dämlich ins Abseits manövriert wie 50 Cent.
Music Review | verfasst 06.11.2007
M.I.A.
Kala
Operation: Quietschbunte Weltrevolution, Phase Zwei. Wollen wir doch mal sehen, was Maya diesmal so macht.
Music Review | verfasst 22.08.2012
Feist
Let It Die
Feist kann fast nur Hits. Das war bereits auf »Let It Die« klar, ihrem zweiten Album, das jetzt neu aufgelegt wird.
Music Review | verfasst 20.12.2012
Chief Keef
Finally Rich
Das aus einer guten Hook und einem guten Hausproduzenten noch lange kein gutes Album wird, beweist Chief Keefs Debüt.
Music Review | verfasst 14.11.2013
M.I.A.
Matangi
Endlich das neue Album von M.I.A. – doch Jahre im Musikzirkus haben auch auf »Matangi« ihre Spuren hinterlassen.
Music Review | verfasst 23.10.2014
Jessie Ware
Tough Love
Man wird einfach nicht schlau aus diesem Album. Obwohl seine Klasse immer wieder aufblitzt.
Music Review | verfasst 03.06.2016
Michael Kiwanuka
Love & Hate
Intensiv und gefühlvoll: Michael Kiwanuka, hochgelobter Soulbarde aus London, veröffentlicht sein zweites Album »Love & Hate«.
Music Review | verfasst 25.11.2016
Schoolboy Q
Blank Face
»Blank Face« kommt ein halbes Jahr nach der digitalen Veröffentlichung nun auf Vinyl. Das Gangstarap-Opus hat den Langzeittest bestanden.
Music Porträt | verfasst 19.04.2011
TV On The Radio
Lieder über die Liebe
Ihr Prinzip des intellektuellen Zusammenführens und Weiterentwickelns verschiedener Genres, das Umschreiben des Zitats, hat TV On The Radio zu Kritikerlieblingen avancieren lassen. Auch ihr neues Album wird das nicht ändern.
Music Interview | verfasst 29.04.2013
Kendrick Lamar
Den Ausgleich schaffen
Als Retter des Westküsten-Hip-Hop gefeiert, sagt Kendrick Lamar’s Album »good kid m.A.A.d city’s« etwas über den aktuellen Stand des Hip Hop aus. Wir sprechen mit Lamar über Vergangenheit und Gegenwart des Rap und die Bedeutung von Compton.
Music Kolumne | verfasst 20.11.2013
Vinyl-Sprechstunde
Eminem's »The Marshall Mathers LP 2«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Sprechstunde haben diesmal Florian Aigner und Philipp Kunze. Sie erörtern Eminems aufsehenerregenden Tonträger »The Marshall Mathers LP 2«.
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Marsimoto
Ring der Nebelungen
Marsimoto ist zurück und hält mit »Ring der Nebelungen« einige Trümpfe in der Hand, kratzt inhaltlich aber leider nur an der Oberfläche.
Music Porträt | verfasst 11.06.2015
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 18.06.2015
Snow Bone
Protoplanetary
Es ist ein ungefiltertes Statement, das der Brite Snow Bone mit seiner dritten EP »Protoplanetary« in Vinyl ritzen lässt.
Music Review | verfasst 19.06.2015
Dele Sosimi
You No Fit Touch Am
»You No Fit Touch Am« von Dele Sosimi hat es einfach in sich: animalisch wild, instinktiv verständlich und einfach tierisch gut.
Music Review | verfasst 16.06.2015
Aidan Baker & Idklang
In The Red Room
Aidan Baker hat mit Idklang einen Partner gefunden, der seiner ausufernden Kunst einen formlosen Rahmen gibt.
Music Kolumne | verfasst 27.05.2015
Vinyl-Sprechstunde Spezial
Zugezogen Maskulin über Xatars »Baba Aller Babas«
Zugezogen Maskulin haben für uns gechattet. Frisch von ihrer Tour zurückgekommen haben sich Grim 104 und Testo der Musik eines anderen Rappers gewidmet: Xatars nämlich. Eine Spezial-Ausgabe der Vinyl-Sprechstunde.
Music Porträt | verfasst 15.03.2012
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music News | verfasst 19.06.2015
Ausklang | New Music Friday
Neue Musik von Seven Davis Jr., Fatoni et al.
Woche für Woche picken wir Tracks, die uns in den vorausgegangenen sieben Tagen nicht aus dem Kopf gehen wollten, deren Release auf den heutigen Tag fällt oder einem anderen Pseudogrund unterliegen. It’s new music, Raab!
Music Review | verfasst 18.06.2015
Hilde Marie Holsen
Ask
Für ihr bei Hubro Music erscheinendes Debüt »Ask« hat Hilde Marie Holsen fünf jazzige Stücke im Studio an der Akademie in Oslo improvisiert.
Music Liste
Ausklang | 2017KW46
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Princess Nokia
Für eine neue Unordnung
Zum Ende diesen Jahres hin erscheint also endlich eines der aufsehenerregensten Alben des letzten Jahres auf Platte, Princess Nokias »1992«. Es ist wie seine Interpretin: auf eine ordnende Weise chaotisch.
Music Kolumne
Records Revisited
Throbbing Gristle – 20 Jazz Funk Greats (1979)
Throbbing Gristle schlugen mit »20 Jazz Funk Greats« den Pop mit seinen eigenen Mitteln. Haben sie also ihren historischen Auftrag erfüllt und sich damit irgendwie selbst erledigt?
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2017
Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.
Music Liste
Ausklang | 2017KW45
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Interview
Twit One
Warum liegt hier eigentlich Stroh?
Twit One, Beat-Deuschlands wichtigster Slacker, nicht wegzudenken aus der hiesigen HipHop-Szene. Gerade ist sein jüngste Platte »Hay Luv« erschienen. Natürlich trafen wir ihn zum Interview. Natürlich fand das Interview im Tierpark statt.
Music Kolumne
Records Revisited
Metro Area - Metro Area, 2002
2002, eigentlich war gerade alles egal. Alles Wissen verfügbar und damit alles irgendwie uncool. Wer was auf sich hielt, reagierte mit Ironie oder Retromanie. Nicht Metro Area.
Music Liste
Ausklang | 2017KW44
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #34
Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Music Liste
Sichtexot
10 Essentials
Sichtexot, das Mainzer Label wächst und gedeiht. Erst gerade ist mit Negromans neuer EP wieder ein gelungenes Projekt erschienen. Zeit für eine Zwischenbilanz, hier sind zehn Sichtexot-Releases, die unabdingbar sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW43
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Welche Schallplatte hast du gehört,
als du 15 Jahre alt warst?
In diesem Jahr ist hhv Records 15 Jahre alt geworden. Wow, interessantes Alter. Da fragt man sich natürlich: Wie war das, als man selbst 15 war? Welche Platten haben wir damals gehört? Wir haben die Frage an unsere Autoren weitergegeben.
Music Liste
Ausklang | 2017KW42
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
King Krule
Endstation: Tiefseegraben
King Krule wird seit seinem LP-Debüt zugeschrieben, er sei die Stimme einer Generation. Vorwiegend ältere Zeitgenossen sehen das so. Was lässt sie das so sehen? Eine Analyse anhand einiger Textstellen aus King Krules neuem Album, »The Ooz«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2017
Wir kennen das: kaum geht das Jahr wettertechnisch den Bach runter, nehmen die Releases wieder richtig Fahrt auf. Bei ihr hält die Frisur bei jedem Wetter und das falsche Deo wurde das letzte Mal 1995 benutzt: Aigners Inventur.
Music Liste
Ausklang | 2017KW41
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #33
Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko.
Music Liste
Ausklang | 2017KW40
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Savas & Sido
An die Spitze aus dem Royal Bunker
Im Royal Bunker, dem Freestyle-Treff und Rap-Trainingslager in einem Keller mitten in Berlin, liegt der Keim, der Deutschrap vor gut 20 Jahren verändern sollte. Zwei der Protagonisten dieser Veränderung sind Kool Savas und Sido.
Music Liste
Ausklang | 2017KW39
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
12 Organic Groovers,
die die letzten 12 Monate geprägt haben
Junge Menschen kaufen alte Platten, Hauptsache Kalimba, Conga, Hauptsache es klingt irgendwie erdverbunden. Wo doch alles so digital geworden ist. Aber man muss dafür gar nicht in der Vergangenheit diggen…
Music Liste
Ausklang | 2017KW38
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Mount Kimbie
»Wir gehen nicht im Kreis, wir gehen aufwärts«
Mount Kimbie greifen mit ihrer neuen LP zurück in die Vergangenheit. Und doch verwehrt sich das Schaffen von Dominic Maker und Kai Campos jeglicher pessimistischer Retro-Kritik.
Music Liste
Ausklang | 2017KW37
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #32
Disco Halal, Discotexas, Foul-Up, Uncage
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Disco Halal, Discotexas, Foul-Up und Uncage
Music Liste
Ausklang | 2017KW36
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2017
Braucht zehn Doppelsitzungen beim Exorzisten: die Inventur im August. Kein Wunder, werden neben großen aktuellen Themen (Fidgetspinner und FDP) auch alle relevanten Releases des Vormonats besprochen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW35
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Interview
Kutmah
Happy End Theory
»Der Adler hat stets seine Zeit verschwendet, wenn er versuchte, vom Raben zu lernen.« Also hat Kutmah von den Größten abgeguckt. Denn er ist selbt einer von ihnen, ein Pionier der LA-Beatszene. Jetzt erst ist sein Debütalbum erschienen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW34
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
B12 – Electro-Soma, 1993
Ihr wenig einprägsamer Name war vermutlich einer der Gründe, warum B12 nie im gleichen Maße zum Synonym für das Label Warp wurden wie ihre Kollegen LFO, Autechre oder Aphex Twin. Dabei ist ihr Debüt bis heute stilprägend.
Music Liste
Ausklang | 2017KW33
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Interview
Washed Out
Schöne Orte, die es nie gegeben hat
Als das mit Chillwave losging, fiel das mit der Weltwirtschaftskrise zusammen. Washed Out und Kollegen lieferten die Musik, um sich woanders hinzuträumen. Die Welt hat neue Krisen, Washed Out ein neues Album. Wir trafen ihn zum Interview.
Music Porträt
Oddisee
Kompass ohne Morden
Zu müde, um zu kämpfen -– zu wach, um aufzugeben. Oddisee befindet sich zwischen den Gräben, zwischen den Polen. Das war schon immer so. Ein Grund, warum seine Texte zu dem Intelligentesten gehören, was man im Rap so geboten bekommen kann.
Music Liste
Red Axes
10 All Time Psych Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Red Axes der Aufgabe an.
Music Liste
Ausklang | 2017KW32
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #31
Avian, Comb & Razor, Dizzy Tunes, Sahel Sounds
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Avian, Dizzy Tunes, Comb & Razor, Sahel Sounds
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli 2017
Die Inventur im Juli, es geht um’s: Älterwerden. Unser Kolumnist aka angryoldmanyellingatclouds.jpg beobachtet den Reifeprozess von Jigga, Tyler, Floating Points, und duckt sich zwischendurch unter Instagram-Stories weg.
Music Liste
Ausklang | 2017KW31
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Lapalux
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der britische Produzent Lapalux dieser Aufgabe an.
Music Liste
Ausklang | 2017KW29
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.