Music Interview | verfasst 07.11.2017
Twit One
Warum liegt hier eigentlich Stroh?
Twit One, Beat-Deuschlands wichtigster Slacker, nicht wegzudenken aus der hiesigen HipHop-Szene. Gerade ist sein jüngste Platte »Hay Luv« erschienen. Natürlich trafen wir ihn zum Interview. Natürlich fand das Interview im Tierpark statt.
Text Lars Fleischmann , Fotos Lars Fleischmann
Twizza

»Ich mag hier die Büffel mit der Matte auf dem Kopf«, erklärt mir Twit One während wir Futterpakete am Automaten ziehen. Spätsommer in Köln, Indian Summer par excellence! Sonnenstrahlen im Stadtwald, Kinder im Tierpark; dazwischen Twit und ich.

Den Ort hat sich der Hip-Hop-Beatbastler selbst ausgesucht, als ich ihn bezüglich seiner neuen Platte »Hay Luv« auf dem Kölner Imprint Melting Pot Music zum Interview bat. Die Liebe zur Natur ist ein immer wiederkehrendes Thema im Oeuvre des Kölners. Was verwundert, wenn man sich die Hip-Hop-Szene anschaut, die sich thematisch selten im Landschaftsbild verliert. Bei Twit One findet man hingegen immer wieder Hinweise. Sei es hier ein Lee Perry-Sample zum Thema Bäume (auf »The Sit-In«, MPM, 2015), oder mit der »Treegonometry«-Platte aus der Keats-Serie von HHV ja sogar ein ganz handfestes Beispiel mit Cover und Titel, nicht zu vergessen seine frühere Heimat/Studio, das fast schon legendäre Treehouse.

Die Perlhühner kommen, schlichten den Streit von ein paar Gantern.
Zurückgelehnt und entspannt quatschen wir, Twit und ich, quatschen weiter…

…über die Platte im Allgemeinen:
Twit One: Richtig Holter die Polter lief das mit der Platte. Wir wollten halt, dass die mit der kleinen Tour, die ich gerade am Wochenende fahre, zusammen rauskommt. Die Stücke sind in einem relativ kurzen Zeitraum entstanden. Abgesehen von zwei Stücken sind das alles Nummern aus den letzten Wochen. Ich bringe Platten raus um zu zeigen, wo ich gerade stehe.

…about »Ständertime«:
Twit One: Das ist eine Nummer, die ich mit meinem Kumpel C.A. Ramirez zusammen gemacht habe. Nach unserem gemeinsamen 7“-Feature auf dem tollen Money $ex Records-Label ist das die nächste Zusammenarbeit. Wir treffen uns eh häufiger zum Musik machen. Der Titel stammt aus einem gemeinsamen New York-Aufenthalt. Wir waren da 2007 in Brooklyn und haben um die Ecke vom legendären »The Thing«-Plattenladen gewohnt. Und jedes Mal wenn wir reinkamen war halt »Ständertime« angesagt.

…about Cool Bap:
Twit One: Das ist in den letzten Jahren für mich zum Hashtag bei Soundcloud geworden um meine Musik zu beschreiben. Ich mache ja keinen klassischen Boom Bap. Das ist nicht fett genug und insgesamt zurückgelehnter. Cooler halt, langsamer, lässiger, entspannter. Diese Entspanntheit ist vielleicht nicht unbedingt etwas, was man der Hip-Hop Szene zurechnet; in den letzten Jahren ist da aber glücklicher Weise viel entspannter Instrumental Hip-Hop rausgekommen.


… über den Hip-Hop- und Beat-Produzenten als eigenständiger Artist:
Twit One: Manchmal trifft man immer noch auf Leute, die nach dem MC fragen und mit diesem »neuen Entwicklung« nicht klar kommen. Doch Besucherzahlen und auch sonst wie es läuft, lassen darauf schließen, dass eine gute Anzahl an Leuten mittlerweile Beat-Produzenten und Instrumental-Hip-Hopper akzeptieren und anerkennen. Die Szene wird auf jeden Fall immer größer. Wenn man alleine sieht, was an Beatmachern nachkommt, freut man sich.

… Trend oder »here to stay«?
Ich glaube, dass wir hier über einen Sound reden, der vielen Leuten gefallen kann. Eigentlich auch mehr als bei Rap. Da muss man sich immer fragen, was da gerade gesagt wird – und dazu Stellung beziehen. Das will man vielleicht ja gar nicht haben und einfach mal selbst Gedanken machen. Sicherlich reden wir hier nicht über Muzak und Easy-Listening. Die Sprache der Musik ist in dem Fall einfach universeller. Auch meine Eltern hören meine Musik.

… über Humor:
So viel möchtegern, ernster und trauriger Shit, da draußen. Da nehme ich die Sachen gerne im Humor. Ich mache ja auch keine Musik, damit jemand Pumpen gehen kann. Im »Game« nehmen sich alle so ernst … das ist nicht meine Welt. In meiner Welt geht es entspannter zu.
Twit One - Hay LuvWebshop ► Buy LP | Tape
… woher die Samples kommen.
Twit One: Ist ja nicht so, als würde ich mir die Samples aussuchen. Die suchen mich aus. Ich höre ja schon berufsbedingt (als Teilhaber eines Plattenladens) sehr viel Musik. Und dann kommt hier mal was neues rein oder ich stolpere zwei, drei Mal die Woche über alten Kram, während ich arbeite. Viele meiner Samples ergeben sich daraus, dass ich Percussion-Loops oder Vocals höre, die ich nicht nachspielen könnte, aber stark finde. Für mich ergibt sich der Thrill des Beat-Machens sicherlich aus dem Kombinieren von Vorhandenem. Diese Idee davon, dass niemand vorher DIESE Drums aus Somalia mit DIESEN Vocals aus den USA und Chords aus Cuba gemixt haben kann.

… über »Chayn Gang«:
Mir gefällt die Idee bei diesem Track etwas zu überliefern. Das ist ein Prison Chant von Gefangenen aus den Fünzigern in den USA, die von Alan Lomax in einer seiner unzähligen Reisen und Field-Recording Sessions aufgenommen wurden. Die Typen sind alle mittlerweile tot, wahrscheinlich in Haft gestorben, und klopfen hier halt Steine. In Kombination mit den Drums und den netten Chords, finde ich, rette ich da was rüber.

… über Natur und »Hay Luv«:
Das sind ja erstmal Referenzen zur ersten Delfonics-Scheibe und zu Stevie Wonder. Man kann den Titel deuten wie man mag. Liebe zum Heu. Auch hier kann man deuten, wie man will. Das Heu, das der Büffel futtert, der Player möchte Heu verdienen oder sicherlich raucht auch gern mal einer Heu. Ich liebe aber generell Natur und Gras und Heu und Bäume. Bäume sind besser als Häuser.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 14.01.2013
Flatpocket
Geldpfundphantasyen
Hinter Flatpocket verbergen sich mit Twit One und Lazy Jones zwei verflucht talentierte Musiker. Nur »Geldpfundphantasyen« ist mehr so okay.
Music Kolumne | verfasst 04.09.2012
Keine halben Sätze
Proband: Twit One
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Twit One. Leistung: Er marschiert der Kölner Beatmaker-Szene voran und überrascht mit immer neuen Kollaboration.
Music Review | verfasst 14.04.2011
Twit One
Stepping Stones
Twit Ones delikat ausgewählte Samples haben mehr im Sinn als den nächsten Hip-Hop-Beat. Twit One geht es um Soul.
Music Review | verfasst 14.04.2015
Twit One
The Sit-In
Der Kölner Produzent Twit One liefert mit seinem neuen Album »The Sit-In« sein bisher bestes ab.
Music Liste | verfasst 10.08.2011
Twit One
DJ Charts
Die gemeinsame Platte mit Sylabil Spill ist gerade erschienen, die Platte mit Lazy Jones bereits fertig. Von der neuen Platte mit Hulk Hodn ganz zu schweigen. Nebenbei legt er auch auf. Und beackert in seinen DJ Charts ein weites Feld.
Music Porträt | verfasst 31.03.2015
Twit One
67 'Til Infinity
Twit One gehört seit Jahren zu den wichtigsten Produzenten instrumentaler Musik aus Köln. Wir haben ihn zwischen seinen Platten, Räucherstäbchen und Selbstgedrehten besucht. Ein Porträt.
Music Review | verfasst 31.01.2012
DJ Adlib
Hi-Hat Club Vol. 6
Zum sechsten Teil der Hi-Hat Reihe über MPM kehrt man wieder in die heimischen Kölner Gewässer, in Dj Adlib’s Haus & Garten zurück.
Music Review | verfasst 26.02.2010
Dexter
Hi-Hat Club Vol.3 - The Jazz Files
Hier trifft Kenntnis auf Unbekümmertheit und lässt es nach 17 grandiosen Beats verschmerzen, dass die Snare manchmal zu laut ist.
Music Review | verfasst 12.04.2013
DJ Adlib
Tofu & Alter EP
Nachschlag vom Hi-Hat Club kann eigentlich nie verkehrt sein. So auch nicht »Tofu & Alter« von DJ Adlib.
Music Review | verfasst 03.05.2013
Suff Daddy & Ta-Ku
Bricks & Mortar EP
Auch an den jüngsten Produktionen von Suff Daddy gibt es gewohntermaßen wieder nichts zu meckern.
Music Review | verfasst 27.05.2013
Dexter
The Trip
Neuro-Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass Musik im Hirn wie eine Droge wirkt: »The Trip« ist hyperräumliche HipHop-Erfahrung.
Music Review | verfasst 28.08.2013
Betty Ford Boys
Leader Of The Brew School
»Leaders Of The Brew School« ist nicht weniger als der feuchte Traum aller Bedroom-Producer.
Music Review | verfasst 09.01.2014
Torky Tork
PR-110
Der Berliner Beatmacher Torky Tork hat mit »PR-110« ein Instrumental-Album der besonderen Art veröffentlicht.
Music Review | verfasst 26.02.2014
Various Artists
Sopa De Tarturaga
Namhafte Beatmaker wie Figub Brazlevic, Fid Mella, TBRCK oder Hulk Hodn haben sich den rohen Funk von The Ruffcats als Vorlage genommen.
Music Review | verfasst 21.03.2014
Carpet Patrol
Carpet Patrol
Suff Daddy und Torky Tork kämpfen mit dem Klangforschungs-Projekt »Carpet Patrol« gegen die Instrumental-Alben-Verdrossenheit!
Music Review | verfasst 06.05.2010
Suff Daddy
The Gin Diaries
Wer gedacht hat, dass es für Suff Daddy nichts Anderes als Pilsetten gäbe, der wird spätestens mit »The Gin Diaries« eines Besseren belehrt.
Music Review | verfasst 27.11.2015
Knowsum
Hi-Hat Club Vol.7: Hyasynthus
Melting Pot Music wiederbelebt seine »Hi-Hat Club«-Serie. Für den »Hyasynthus« betitelten siebten Teil darf Knowsum an den Knöpfchen drehen.
Music Review | verfasst 25.02.2016
Melodiesinfonie
Be Thankful
»Jazzy« ist »Be Thankful« von Melodiesinfonie nicht aufgrund der Samples, sondern wegen dem Raum, den die Beats der Improvisation lassen.
Music Review | verfasst 09.08.2016
Brenk Sinatra
Gumbo 2: Pretty Ugly/Lost Tapes
Stell dir vor, du bist Nelly-Fan und hörst dein ganzes Leben lang »Suit«. Und plötzlich zeigt dir jemand »Sweat«.
Music Interview
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.
Music Liste
Benedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicholas Benedek ist ein Tausendsassa. Seine Musik klingt nach seiner Heimatstadt Los Angeles. Sie ist eine Mischung aus West Coast G-funk und Lo-fi-House. Er hat unserem Sortiment 10 aktuelle Lieblingsplatten entnommen.
Music Liste
Bluestaeb
Picks 10 latest Vinyl Records
Detailverliebter Eklektizismus kontra instrumentale Monokultur: Das zeichnet Bluestaebs Beats aus. Und das zeichnet auch die 10 Schallplatten aus, die er aktuell am meisten feiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Porträt
Gzuz
Wieso? Weshalb? Warum?
»This shit ain’t for fun«. Stimmt nicht ganz. Für den Konsumenten ist es das weiterhin, Gzuz verkauft und verkauft. Das kann man finden wie man will. Man sollte sich nur fragen: Warum?
Music Liste
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2018
Auch bei Aigner ist die Future female: die Highlights diesen Monat kommen fast ausschließlich von Frauen. Kein Platz also eigentlich für Bierbongs und lecker im Speckmantel verpackte Mediokrität. Aber muss halt. Die Inventur.
Music Porträt
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Porträt
New Record Labels #36
Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International.
Music Interview
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Porträt
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2018
Kennt sein Passwort fürs UGHH-Forum noch auswendig und weiß, was in Zukunft die NTS-Sets dominieren wird: unser Kolumnist Florian Aigner. Ganz klar der Mann also, dem du vertrauen solltest.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Kolumne
Records Revisited
The Streets’ Original Pirate Material, 2002
Mike Skinner wollte mit seinem Debüt ein echtes englisches Hip-Hop-Album machen, das auf US-Klischees verzichtet. Herausgekommen ist ein äußerst präzises Porträt des Lebens britischer Millennials zwischen 9 to 5 und Binge Drinking.
Music Essay
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Liste
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2018
Er hat es alles schon gesehen: Männer-Wampen, deprimierte Stones Throw-Has-Beens, Free-Jazz-Weitwichsen. Vielleicht ein härterer Job als bei der chinesischen Internet-Zensur-Behörde zu arbeiten. Wer weiß das schon?
Music Essay
Kendrick Lamar & »Black Panther«
Black Future Month
Kendrick Lamar hat sich für den Soundtrack zu »Black Panther« verantwortlich gezeigt und ist vielleicht jetzt, wo Diversity verkauft werden soll, damit sie niemand tatsächlich leben muss, wichtiger denn je zuvor.
Music Kolumne
Records Revisited
Digable Planets – Reachin’ (A New Refutation of Time and Space) (1993)
Digable Planets besprachen auf ihren Debütalbum ein Thema, das nicht unbedingt auf Rapalben zu finden ist: weibliche Selbstbestimmung und Pro-Choice. Und zeigen, dass sich seit 1993 eigentlich nichts geändert hat.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Suba – Wayang
»Komm, das ist dieses Geräusch, das klingt als würden 500 Frösche gleichzeitig laichen.« Unsere Biologie-Expertenrunde im Talk über das neueste Release auf Vladimir Ivkovics Offen-Label.
Music Kolumne
Records Revisited
Sun Kil Moon – Ghosts Of The Great Highway (2003)
Die Reissue von »Ghosts Of The Great Highway« erschien die Tage. Es ist eines der besten Gitarrenalben des 21. Jahrhunderts, obwohl oder vielleicht gerade weil es die maßlose Selbstübersteigerung Kozeleks erstmals in voller Blüte zeigt.
Music Interview
Palmbomen II
Fake Memories
Palmbomen II reist in seiner Musik mit altem Equipment in eine neue Welt. Eine Welt, die es nicht gibt. Aber als Hörer meint man sich an sie erinnern zu können. Verwirrend? Gut, dass wir den Mann sprechen konnten.
Music Interview
Wolf Müller & Niklas Wandt
Trommelkunde
»Wie geil kann alles sein. Aber vor allem: wie geil kann es noch werden?«. Es wird im Folgenden sehr geil – oder sau langweilig. Kommt jetzt ganz auf den jeweiligen, natürlich immer geschätzten, Leser an.
Music Liste
Jóhann Jóhannsson
10 Essentials
Um Jóhann Jóhannsson zu trauern heißt also einerseits, sich an ihn zu erinnern. Sich an Jóhannsson zu erinnern heißt aber auch, das Versprechen anzunehmen, das er mit seiner Musik abgelegt hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2018
Der Mann mit dem härtesten Job der Welt ist zurück: Aigner schlägt sich für die erste Inventur des Jahres mit Reizdarm durch die Spotify-Hölle, umgeben von Hollister-Modeln, die Midlife-Crisis vor den Augen. Stehen wir es durch, togezer!
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Rhye – Blood
Lieder über die Liebe, sinnliche Coverbilder nackter Frauen: Rhye sind nach vier Jahren zurück mit einem neuen Album. Es kommt ganz unschuldig daher, am Ende könnte aber James Franco dahinter stecken.
Music Porträt
New Record Labels #35
Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords & Meakusma
Jeden Monat stellen wir euch Plattenlabels vor, die neu bei uns im Webshop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords und Meakusma
Music Liste
Tribal, Voodoo, Folklore
10 aktuelle Platten von weit weg
Deutschland im Januar: Jahresanfangsmüdigkeit, Schneeregen, Heizungsluft. Man möchte woanders sein. Unsere Liste geht direkt einen Schritt weiter, GANZ woanders hin. Hier sind 10 aktuelle Platten wie sie exotischer kaum klingen könnten.
Music Liste
Ausklang | 2017
Die essentiellen Platten des Dezember
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Interview
Torky Tork & Doz9
Der Kandinsky-Code
Torky Tork und Doz9 waren zum dritten Mal gemeinsam im Urlaub, um ein Album aufzunehmen. Oder waren sie es nicht? Egal, die Formel ist die gleiche. Und frag nicht, warum du nur Vierecke siehst.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Albums
Die musikalischen Statements wurden dieses Jahr nicht mit Ausrufezeichen gemacht. Sondern mit Kommata und Gedankenstrichen. Kaum große Mäuler, aber viel dahinter. Wenig Hits, viel Musik.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 12-inches
Das Kurzspielformat ist immer noch vor allem für DJs. Deshalb findet sich in dieser Liste vor allem Musik, die zumindestens in der Nähe der Tanzfläche irgendwas Komisches macht. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Reissues
Der Reissue-Markt als Wunschkonzert, 2017 fühlte es sich zuweilen so an. Unfassbar, welche Mengen an seltenen, obskuren und seltenen und obskuren Platten dieses Jahr neu aufgelegt wurden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 Compilations
Wenn man rein den materiellen Wert der einzelnen hier versammelten Stücke zusammenzählen würde, käme man auf ein Vermögen. Aber das ist nur der oberflächlichste Grund, warum die folgenden Comps essentieller Stuff sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW48
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Bericht
Records Revisited
A Certain Ratio – To Each, 1981
Man ruft A Certain Ratio gerne als musicians’ musicians. Warum? Weil sie mit einem typischen Übergangsalbum zeigten: Wo Dinge unabgeschlossen sind, bleibt genug Platz für andere, um sich zu eigenen Lösungen anregen zu lassen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW47
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Princess Nokia
Für eine neue Unordnung
Zum Ende diesen Jahres hin erscheint also endlich eines der aufsehenerregensten Alben des letzten Jahres auf Platte, Princess Nokias »1992«. Es ist wie seine Interpretin: auf eine ordnende Weise chaotisch.
Music Liste
Ausklang | 2017KW46
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.