Music Essay | verfasst 19.12.2017
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
1024x685px

Als am 15. Juli 2012 ein 4:12 Minuten langes Video auf YouTube hochgeladen wurde, waren dessen globalpolitische Konsequenzen noch nicht abzusehen. Der britische Premier David Cameron und der POTUS Barack Obama sollten wenige Monate später nachahmen, was darin zu sehen war. Selbst der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, bezeichnete es als eine »Kraft für den Weltfrieden«. 4:12 Minuten, die die Welt zusammenzubringen sollten. Oder?

Natürlich kam es anders. 2017 drohte Obamas Nachfolger per Twitter dem Nachbarland des südkoreanischen Rappers Psy mit dem Atomkrieg. »Gangnam Style« hatte nicht eingehalten, was Ki-moon angesichts des viralen Erfolgs seines Videos prophezeite: Der Weltfrieden ist seit seiner Veröffentlichung in noch weitere Ferne gerückt.

»Gangnam Style« wurde deswegen zu einem so einen flächendeckenden Erfolg, weil kaum jemand außerhalb Südkoreas überhaupt verstand, worum es dem pummeligen Sänger ging. Wo endet die ehrbare Absicht, wo beginnt die stückchenhafte Ausbeutung? Eigentlich war der Song ursprünglich nichts weiter als eine Persiflage auf das Gebaren der südkoreanischen Oberschicht im gleichnamigen Distrikt der Landeshauptstadt Seoul. Die Übersetzungen und Kontextualisierungsversuche aber hinkten der Verbreitung des Videos hinterher. Dessen Erfolg entzog sich den üblichen Erklärungsmustern ebenso wie den herkömmlichen Abläufen der westlichen Musikindustrie.

Social Media machte möglich, was kein hundertköpfiges Marketing-Team hätte forcieren können: Dass aus der regional beschränkten Satire ein internationaler Smash-Hit wurde. Obwohl die Welt mit dem Erfolg des Videos ein Stück weiter zusammenzurücken schien, wurden die Differenzen dafür umso offensichtlicher: Im globalen Norden beziehungsweise Westen wurde das Video unkritisch gedeutet. Tenor: Die haben da alle ein Rad ab.

Psys Geschichte scheint zuerst nicht so ungewöhnlich. Haben wir dasselbe nicht schon zuvor mit algerischen Raï-Sängern in den Neunzigern erlebt? Oder mit dem Syrer Omar Souleyman?

Der Unterschied zwischen den beiden Erfolgsgeschichten von Psy und Souleyman liegt zum einen in der Form der Verbreitung: Souleyman hatte westliche Gatekeeper wie das Label Sublime Frequencies, die ihm unter die Arme griffen. Psy aber wurde ohne viel Hilfestellung zum Viralhit. Ein paar Jahre zuvor wäre das schier unmöglich gewesen. Aber die Welt war ein bisschen enger zusammen gerückt, das heißt noch dichter miteinander vernetzt. Von YouTube ging es für »Gangnam Style« auf Facebook, Twitter, tumblr, und so weiter – around the world, around the world.

Vorsprung durch Technik
Die Idee, dass Technologie die Welt näher zusammenbringt, ist ungefähr so alt wie die Erfindung der Schrift. Mit jeder neuen Entwicklung aber wird diese Idee erneut ans Tageslicht befördert, ausgeweidet und irgendwann vergessen. Bis das nächste Medium die Weltgemeinschaft zu revolutionieren verspricht.

Anfang der Achtziger, dem Jahrzehnt des Samplers, setzen sich Jon Hassell und Brian Eno das Ziel, eine komplett neue Musik zu erschaffen. Jon Hassell - Fourth World 2 - Dream Theory In MalayaWebshop ► Vinyl LP Sie wollten sogenannte primitive Musikformen mit neuester Technologie verbinden und so die dritte mit der ersten Welt in mal mehr, mal weniger harmonischen Einklang zu bringen. Drei plus eins ist vier, »Fourth World, Vol. 1: Possible Musics« nannten sie dementsprechend das 1980 veröffentlichte Resultat, dem im folgenden Jahr mit Hassells Solo-Album »Dream Theory In Malaya: Fourth World Volume Two« ein zweiter Teil folgte. Diese zweite Platte wurde wie der Erstling zuvor im Jahr 2017 neu von Glitterbeat, einem Label aus der deutschen Einöde, neu aufgelegt und reihte sich damit in einen ganzen Schwung von Veröffentlichungen ein, welche sich in diesem Jahr denselben musikalischen Ideen verschrieben hatten.

miracle steps optimoWebshop ► Buy 2LP Mit »Miracle Steps (Music From The Fourth World 1983-2017)« und »Tropical Drums of Deutschland« brachten das schottische DJ-Duo Optimo und der deutsche DJ und Produzent Jan Schulte zwei Compilations an den Markt, die von der Kritik ebenso begeistert aufgenommen wurden wie von den Fans obskurer Musik. Ist es nicht aber komplett irrsinnig, dass die nach Patschuli miefenden Birkenstock-Enthusiasten der vergangenen Jahrzehnte uns plötzlich als der heißeste Scheiß verdealt werden?

Womöglich herrscht eine Nachfrage nach Utopie. Denn was ist eine Fourth World, wenn nicht genau das: Ein Nicht-Ort, der außerhalb aller Konzepte von Raum (und bisweilen auch der Zeit) zu existieren scheint? Der die Kulturen zugleich umfasst und vereint, im friedlich-künstlerischen Miteinander? Various Artists - Tropical Drums of Deutschland. Compiled by Jan SchulteWebshop ► Buy Vinyl 2LP2016 feierte Thomas Mores bahnbrechender Roman »Utopia« seinen 500. Geburtstag, mit dem der britische Autor dem Genre einen Namen gegeben hatte. Die Geschichte einer rational durchstrukturierten Gesellschaft, in der niemand Hunger leiden muss und in welcher Eigentum als solches nicht existiert, scheint heute aktueller denn je, weil sie umso weiter von unserer Realität entfernt ist. Denn mit dem globalen Doppelsiegeszug von Neoliberalismus und völkischer Ideologie sind die Grenzen nicht verschwunden, nein. 2017 wurden sie stattdessen wieder härter gezogen. Rational geht es dabei nun wirklich nicht zu und gelitten wird umso mehr – nicht nur Hunger.

Mit der Idee einer Fourth World Music gingen aber von Anfang an schon Fourth World Problems einher. So hehr die Ziele von Hassell und Eno auch gewesen sein mögen, ihre Motivation scheint sich nicht wesentlich von ordinärer Kolonialisationslogik zu unterscheiden: Einerseits verorteten sich die beiden als Vertreter einer »ersten« Welt auf der Spitze des zivilisatorischen Siegertreppchens, anstatt diese Hierarchie selbst zu hinterfragen. Die Drei-plus-eins-Gleichung des Fourth World-Konzepts basiert ausdrücklich auf einem kulturellen Vorsprung durch Technik.

Andererseits legte Hassell, der laut eigener Aussage Enos Namen nur aus finanziellen Gründen mit aufs Cover aufnahm, die Grundlagen für das Verfahren, die jener mit dem Talking Heads David Byrne 1981 auf dem Album »My Life In The Bush Of Ghosts« populär machten: das Sampling. Ein wesentliches Problem am Sampling ist seinem Namen eingeschrieben. Denn ein Sample ist eben genau das: eine Stichprobe, ein kleiner Happen, die minimale Auswahl eines ganzheitlichen Bildes. Sampling kann und soll sogar keine größeren Kontexte erfahrbar machen, sondern in andere überführt werden. Problematisch wird es dann, wenn ganze Kulturen entwurzelt, in Einzelteile zerstückelt und mundgerecht zum Feierabend serviert werden. Wo endet die ehrbare Absicht, wo beginnt die stückchenhafte Ausbeutung? Anders gefragt: Wenn die Fourth World für alle sein soll, warum stehen dann wieder nur die Namen zwei weißer Männer aus wohlhabenden Industriestaaten drauf? Sieht so, hört sich so eine Utopie an? Oder vielmehr die bittere Realität?

Bonobo - Migration LP Webshop ► Buy:2LP | CD Im Jahr 2017 versuchten diverse Indie-Musiker, das alte Programm neu zu verpacken: Bonobo zeichnete mit gedämpften Downbeat-Tönen die »Migration« nach, welche die Welt und insbesondere Europa spätestens seit dem Krieg in Syrien in den letzten zwei Jahren erlebte. James Holden scharte eine Live-Band um sich und spielte als James Holden & The Animal Spirits eine Platte ein, die seiner Auffassung nach eine neue Art transzendente, transkulturelle Folk-Musik abbildete, die alle Grenzen überschreitet. Die Ninos du Brasil, dem Titel nach Kinder Brasiliens, sind immer noch dem Pass nach italienischer Staatsangehörigkeit und sehnten sich auf »Vida Eterna« dennoch in den Dschungel. Es gibt noch viel mehr solcher Beispiele. Weil unsere Technologien es immer einfacher gestalten, andere Kulturen herüberzusampeln und weil es derzeit schlicht keine dringenderen Fragen zu beantworten gäbe. All diese Erklärungs- oder Verständnisversuche, all diese Vorformulierungen einer gemeinsamen globalen Sprache jedoch klangen auf ihre Art hilf- und kraftlos.

Dort die Musik, hier das Kapital
»The early twenty-first century will be remembered as a time of great forgetting«, lautet gleich der erste Satz von Jace Claytons – besser bekannt unter seinem Pseudonym DJ /rupture – 2016 erschienenem Buch »Uproot. Travels in 21st-Century Music and Digital Culture«. Darin zeichnet Clayton in unterhaltsamen Anekdoten die Entstehung von regionalen Sounds und ihren bisweilen globalen Siegeszügen aus den letzten 17 Jahren nach. Psy im Kleinen, sozusagen.

Von Fruity Loops bis Autotune sind es vor allem technologische Errungenschaften, die das möglich machen. Eins aber wird dabei in der Tat gerne vergessen: Obwohl die Produktionsmittel für neue und aufregende Musik mittlerweile beinahe überall erhältlich sind, liegt das Kapital weiterhin in westlicher Hand.

Im Herbst 2016 kam Bewegung in die Reissue-Szene: Der Chef des jungen Labels PMG wurde beschuldigt, zuvor auf seinem Label Steinklang unter anderem das Horst-Wessel-Lied auf eine Compilation gepresst und selbst als Rasthof Dachau Musik veröffentlicht zu haben. Rechtsradikale Verbindungslinien, afrikanischer Funk: Der perfekte Skandal war geboren und recht schnell wieder vergessen.

James Holden - Animal SpiritsWebshop ► Buy Vinyl 2LP Vor allem wurde im Laufe des Shitstorms eine Frage zu selten gestellt. Sie betrifft die Struktur der gesamten Reissue-Industrie und all den Labels für Musik aus dem globalen Süden, dem fernen Osten und anderswo. Angefangen mit spezialisierten jungen Indie-Labels Acid Arab, Disco Halal, Versatile, Habibi Funk, Awesome Tapes From Africa, Analog Africa, Sahel Sounds, Gqom Oh!, Saigon Supersound über Institutionen wie Honest Jon’s, Soul Jazz, BBE, Rush Hour oder Mr. Bongo hin zu Imprints wie RVNG Intl., Palto Flats, Music From Memory, Lullabies For Insomniacs und Emotional Rescue sind es vor allem in Europa und den USA stationierte Labels, die als Gatekeeper fungieren. Hinterfragt wird das selten und muss es in manchen Einzelfällen auch nicht unbedingt: Faire Umverteilung gegenüber den Artists ist schließlich immer möglich und die besten Absichten sind in allen Fällen vorhanden. Trotzdem muss die Frage gestellt werden: Warum wird äthiopischer Soul aus den Siebzigern heutzutage eigentlich in Deutschland und nicht in Addis Abeba gepresst? Oder auch: Will das in Äthiopien überhaupt jemand hören?

Selbst bei fairen Deals mit den Artists kommt selten etwas in den Kulturen an, als deren Tokens sie in der Musikpresse und in der Diskussion über Musik aus der sogenannten dritten Welt herhalten müssen. Angefangen vom Presswerk über die Vertriebe hin zu den Labels: Das hinter den Kulissen kursierende Geld bleibt überwiegend bei uns, die Steuern werden zuhause gezahlt.

Das gilt auch für diejenigen, die ihr Publikum mit den besten Intentionen an die Sounds aus aller Welt heranführen müssen. Sowohl Optimo und Schulte beispielsweise profitieren von einem weiteren Trend, der sie in ihrer Gatekeeper-Funktion zu Tastemakern macht: Sie gelten weniger als DJs denn vielmehr als Selectors. Der Preis für die Utopie liegt darin, dass die Insel sich fast völlig von der Außenwelt abgeschottet hat.Der in den letzten Jahren immer häufiger verwendete Begriff, dem das niederländische Kollektiv Dekmantel ein eigenes Festival sowie eine von verschiedenen DJs betreute Compilation-Serie widmete, wird selten als Selbstzuschreibung verwendet. Weder Optimo noch Schulte inszenieren sich in der Rolle, die ihnen angetragen wird und erst recht liefern sie keine Heilsversprechen ab. Sie wollen ihr Publikum lediglich für gute Musik begeistern und sie dabei vielleicht anstubsen, sich mit derjenigen anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Doch auch sie arbeiten damit ungewollt an einem Klischee mit, das ein 2017 kursierendes Meme persiflierte: Umrahmt von der Caption »Starter pack for white ppl who play rare African disco jams for white ppl« sind darauf von der Hornbrille über das dümmliche Hawaii-Hemd bis zum Rotary-Mixer alle Insignien zeitgenössischen Gatekeepings abgebildet.

So ehrbar es auch ist, der vermeintlich dritten Welt Tor und Tür aufstoßen zu wollen, so wird damit auch die Schwelle zwischen den Kulturen nur betont. Unterschiede anzuerkennen ist wichtig und richtig, doch die reine Kurationstätigkeit, die den Markt im Westen mit Reissues und ethnographischen Aufnahmen von überall her überflutet, räumt jungen Artists von eben dort wenig Platz ein. Wie viele Fans von malischem Funk aus den siebziger Jahren wissen eigentlich, was aktuell in den Clubs von Bamako gespielt wird? Das Dilemma erinnert ein wenig an die Schattenseite von dem, was More vor 501 Jahren in »Utopia« beschrieb: Der Preis für die Utopie liegt darin, dass die Insel sich fast völlig von der Außenwelt abgeschottet hat.

Durch die Hintertür in die Welt
Technologie kann, wie vor fünf Jahren schon Psy zeigte, an den Gatekeepern vorbei den Schlupfweg durch die Hintertür öffnen. 2017 mehr denn je. Zumal sich nicht wenige der Gatekeeper in ihrer Rolle offensichtlich nicht wohl fühlen und ihre eigene Stellung problematisieren.

Lovin' Mighty Fire - Nippon Funk, Soul, Disco 1973-1983Webshop ► Buy Vinyl 2LP Ganze drei Compilations widmeten sich in diesem japanischer Disco-, Boogie-, Soul- und Funk-Musik. Die wohl beste davon, »Lovin’ Mighty Fire (Nippon Funk, Soul, Disco 1973-1983)« wurde vom Briten Howard Williams alias Japan Blues zusammengestellt, der mit »Sells His Record Collection« eines der kuriosesten Alben des Jahres veröffentlichte. Darauf injizierte er gängigen Plunderphonics-Methoden – nicht weit vom Sampling entfernt – hier und dort unheimliche Momente wie den Vocoder-Einsatz im Track »Yakuza No Uta«. Der Bruch mit dem Ausgangsmaterial erinnert an den klassischen V-Effekt, wie ihn Bertolt Brecht einst im Theater einführte: Die Künstlichkeit der Situation wird also solche mit aller erlaubten Brutalität herausgestellt. Eine ähnliche Distanz nehmen Produzenten wie Don’t DJ und das Duo Visible Cloaks ein, die sich beide auf ihre Art ebenfalls mit japanischer Musik auseinandersetzen. Auf EPs wie »Authentic Exotism« von Don’t DJ und den Alben »Reassamblage« und »Lex« des Duos Visible Cloaks werden die Fragen nach den schwammigen Grenzbereichen zwischen stupider Appropriation und gesellschaftlichen Prozessen gestellt.

japan blues sells his record collectionWebshop ► Buy Vinyl 2LP Obwohl soviel Selbstkritik im Mainstream nicht erwartbar wäre, zeigt sich dort ebenso eine Änderung. Ed Sheerans »Shape Of You« verhält sich zu »Despacito« ungefähr so wie UB40 »Red Red Wine« zu Bob Marleys & The Wailers »One Love« und wäre beinahe hinter dem wahnwitzigen Streaming-Erfolg des Luis Fonsi-Hits mit dem Daddy Yankee-Feature auf der Strecke geblieben. So redlich sich westliche Produzenten auch darum bemühen, Dancehall-Rhythmen unter dem schwammigen Titel Tropical House für ihr weißes Publikum zu domestizieren, sie kommen langsam aber sicher nicht mehr hinterher. Die sogenannte dritte Welt – einschließlich Erster-Welt-Kulturen, die wie Japan und Südkorea vom Westen weiterhin exotisiert werden – verschafft sich mittlerweile selbst Gehör. Auf YouTube und around the world.

Visible Cloaks - Reassamblage Webshop ► Buy Vinyl LP Allein ein Blick über die natürliche Grenze der Festung Europa hinaus, das heißt übers Mittelmeer, spricht Bände: Kairo Is Coming lautet der vielsagende Name eines Kollektivs aus der ägyptischen Hauptstadt, aus dessen erweitertem Umfeld in diesem Jahr zwei Produzentinnen von sich reden machten: Bosaina veröffentlichte mit »New York, April – July 2013 / Two Names Upon The Shore« auf dem Londoner Label Discrepant eine Zusammenstellung zweier EPs und Nadah El Shazly debütierte mit dem Album »Ahwar« auf Nawa, das von Ägypten ebenfalls in die englische Hauptstadt übergesiedelt ist. Dazu gesellen sich unter anderem EPs von der gebürtigen Tunesierin Deena Abdelwahed auf Infiné oder Emel Mathlouthis LP »Ensen«, die Liste ließe sich weiter führen.

Bosaina - New York April-July 2013 / Two Names Upon The Shore Webshop ► Buy Vinyl LP El Shazly, Abdelwahed und Mathlouthis Musik insbesondere haben auf den ersten Blick herzlich wenig miteinander oder mit der von Psy gemeinsam. Sie alle aber greifen auf eine ähnliche musikalische Formsprache zurück: Bei El Shazly und Mathlouthi vor allem Trip Hop-ähnliche Rhythmen, bei Abdelwahed das, was missverständlicher Weise unter dem Namen »Deconstructed Club Music« läuft. Eine Formsprache, die nicht mehr ohne Weiteres exotisiert werden kann. Sie formulieren ein globales Verständnis von beat-orientierter Pop- und Club-Musik, das sich nicht mehr auf seine Herkunft reduzieren lässt ohne sich allerdings der Verwertungslogik der US-europäischen Musikindustrie zu unterwerfen. Auch hier gibt es sicherlich noch einiges misszuverstehen, nur wird anders als bei Psy kein viraler running gag draus werden.

Wie internationale Musik klingen kann, die sich nicht von ihren Wurzeln losgelöst hat und die eigene kulturelle Identität in ein globales Narrativ einflechtet, machten in den letzten Jahren vor allem viele Netlabels vor. Von NON Worldwide über Príncipe, Staycore und N.A.A.F.I. hin zur Partyreihe Club Chai, die sich in diesem Jahr mit einer Compilation und der Debüt-EP der Künstlerin Thoom als Label etablierte: Was da vor allem durchs Netz und somit an der konventionellen Verwertungslogik der Musikindustrie seinen Ausdruck findet, ist weniger Fourth World denn One World. Eine Welt allerdings, in der die Unterschiede nicht kaschiert, sondern produktiv genutzt werden.

Psy hatte vorgemacht, dass die angebliche westliche Welt ihren Vorsprung durch Technik bereits insofern verloren hat, als dass der Erfolg nicht mehr nur allein in ihren geregelten Bahnen möglich ist. Und die Technologie verbreitet sich derweil in die andere Richtung, wie Jace Clayton bewiesen hat. Das alles kommt der Idee einer Fourth World Music ironischer Weise näher, als diese ursprünglich gemeint war.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Liste | verfasst 14.07.2016
Die 24 besten
Reissues des Jahres (bis jetzt)
Keine Compilations, sonst eigentlich alles. 24 Reissues, die aus dem redaktionsinternen, wutdemokratischen Verhandlungen als absolut unabdingbar herauskamen. Dann in Texte gegossen und alphabetisch sortiert.
Music Review | verfasst 21.11.2014
Jon Hassell / Brian Eno
Fourth World Vol. 1: Possible Musics
»Fourth World Vol. 1: Possible Musics« von Jon Hassel und Brian Eno, scheint 2014 viel mehr zu Hause zu sein als im Jahr 1980.
Music Review | verfasst 27.09.2017
Jon Hassell
Fourth World Volume Two: Dream Theory In Malaya
Nur ein Jahr nach »Fourth World Volume One« veröffentlichte Jon Hassel den zweiten Teil. Er ist in vieler Hinsicht noch avancierter.
Music Review | verfasst 13.02.2017
Visible Cloaks
Reassamblage
Visible Oaks schwebte mit »Reassamblage« eine Art am Sampler erschaffene »Weltmusik« 4.0 vor.
Music Review | verfasst 11.12.2017
Visible Cloaks
Lex EP
Musik folgt in der Regel bestimmten Gesetzen. Visible Cloaks loten sie auf ihrer neuen EP »Lex« aus.
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Electronic so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Elektronik.
Music Kolumne | verfasst 15.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Liste | verfasst 10.12.2015
Jahresrückblick 2015
Die 50 Alben des Jahres
Wir haben ein-, um- und aussortiert. Am Ende stehen die für uns besten/wichtigsten Alben des Jahres. Bei unsere Auswahl haben wir gemerkt: Sie sagen auch etwas darüber aus, wie das Jahr 2015 für uns war.
Music Kolumne | verfasst 20.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Review | verfasst 12.06.2014
Jon Hassell
City: Works Of Fiction
Re-Issue eines zeitlosen Klassikers. All Saints präsentiert Jon Hassells Album »City: Works Of Fiction«.
Music Review | verfasst 25.01.2017
Various Artists
Dreamy Harbor
25 Jahre Tresor, ein Leitspruch: »We were space pioneers«. Die Geburtstagscompilation »Dreamy Harbor« kommt dem nach.
Music Liste | verfasst 29.09.2017
Ausklang | 2017KW39
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 29.10.2010
Brian Eno
Small Craft On A Milk Sea
Altmeister und Ambient-Erfinder Brian Eno tobt sich auf seinem Debüt für Warp Records einfach nur aus.
Music Review | verfasst 31.07.2011
Brian Eno
Drums Between The Bells
Mit dem Wechsel zu Warp scheint Brian Eno wieder produktiver zu werden. Doch Drums Between The Bells enttäuscht.
Music Review | verfasst 07.12.2012
Brian Eno
Lux
Es passiert auf »Lux« nichts – Brian Eno macht es dem Hörer nicht leicht. Will er auch nicht. Aber wer will das dann hören?
Music Review | verfasst 25.06.2014
Eno • Hyde
Someday World
»Someday World«, das Projekt von Brian Eno und Karl Hyde, bricht zwar mit der Erwartungshaltung, zahlt jedoch den entsprechenden Preis.
Music Review | verfasst 13.08.2014
Eno • Hyde
High Life
Auf »High Life« wird die gebündelte kreative Energie der beiden musikalischen Schwergewichte Brian Eno und Karl Hyde erstmals spürbar.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
The Drop
Brian Enos Album »The Drop« aus dem Jahre 1997 markiert keinen Höhepunkt in seiner Karriere.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
The Shutov Assembly
Auf seinem Album »The Shutov Assembly« von 1992 scheint es, als hätte sich Enos Verständnis des Schwebenden selbst mit der Zeit verschoben.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
Nerve Net
Auf seinem 1992 erschienen »Nerve Net« wendete sich Brian Eno den Klängen der Rockmusik zu. Zu viel Gedaddel, zu wenig artifiziell war das.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
Neroli
Das 58 Minuten lange Stück »Neroli« von Brian Eno, erstmals 1993 veröffentlicht, wird bei All Saints wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 29.04.2016
Brian Eno
The Ship
Er wollt neue Wege gehen. Doch in seiner vergrübelten Weltschmerzhaftigkeit klingt »The Ship« für Brian Eno völlig unpassend pompös.
Music Review | verfasst 16.01.2017
Brian Eno
Reflection
»Reflection«, das neue Album von Brian Eno ist auch als App erhältlich. Wir haben für euch die Vinylversion angehört.
Music Kolumne | verfasst 13.08.2014
Records Revisited
Brian Eno's Ambient 1: Music For Airports, 1978
Mit »Ambient 1: Music For Airports« hat Brian Eno einem Genre seinen Namen gegeben. Wenn wir heute von »Ambient« reden, verwenden wir den Begriff nicht in seinem ursprünglich gedachten Sinne. Doch was hatte der britische Musiker im Sinn?
Music Liste | verfasst 24.11.2015
Den Sorte Skole
10 Favorites
Auf Den Sorte Skoles neuem Album »Cowboys & Indians« fliegen zwischen den Genres die Pfeile hin- und her. Zeit mal anzuklopfen und zu Fragen, was die allerwichtigsten Einflüsse der beiden Sample-Nerds sind.
Music Kolumne | verfasst 05.05.2017
Records Revisited
Talking Heads – Remain In Light (1980)
Auf ihrem vierten Studioalbum schufen die Talking Heads und ihr Produzent Brian Eno eine neue Fusion aus Afrobeat, Funk und Rock. »Remain in Light« wurde zum frühen Überklassiker der 1980er Jahre.
Music Review | verfasst 17.06.2016
Hailu Mergia & Dahlak Band
Wede Harer Guzo
Für einen Jam hatte sich der äthiopische Keyboarder Hailu Mergia mit der Dahlak Band zusammengetan. Das Ergebnis: »Wede Harer Guzo«.
Music Review | verfasst 23.01.2017
Awa Poulo
Poulo Warali
Mit »Poulo Warali« von Awa Poulo macht uns Awesome Tapes From Africa mit der Musik der Fula bekannt.
Music Review | verfasst 05.05.2017
Umoja
707
In den Achtzigern füllten Umoja in ihrer Heimat Südafrika ganze Stadien. Awesome Tapes From Africa veröffentlicht nun ihr Album »707« erneut
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Organic Grooves so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Organic Grooves.
Music Review | verfasst 18.11.2013
Omar Souleyman
Wenu Wenu
Kieran Hebden hat den »street level syrian and iranian Dabke«- Omar Souleyman tatsächlich ins Studio locken können.
Music Review | verfasst 24.07.2015
Omar Souleyman
Bahdeni Nami
Mit Four Tet, Modeselektor und Gilles Peterson an den Reglern veröffentlicht Omar Souleyman sein Album »Bahdeni Nami«.
Music Bericht | verfasst 20.07.2015
Omar Souleyman
Das Leiden eines Hochzeitssängers
Er war Maurer, er war Hochzeitssänger – heute ist Omar Souleyman in unseren Kulturkreisen vielleicht der bekannteste Syrische Musiker. Wir stellen euch den international erfolgreichsten Hochzeitssänger aller Zeiten vor.
Music Bericht | verfasst 31.08.2015
By The Lake Festival
Offen gegenüber Neuem
In der Freilichtbühne Weißensee in Berlin fand zum ersten Mal das By The Lake Festival statt. Es wollte seinen Gästen einen schönen Tag bereiten, mit ungewöhnlicher und spannender Musik in einer unverbrauchten und zwanglosen Atmosphäre.
Music Liste | verfasst 28.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (50-31)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Music Liste | verfasst 10.10.2016
Acid Arab
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Acid Arab der Aufgabe an.
Music Review | verfasst 10.01.2014
Gardland
Syndrome Syndrome
Gardland entwickeln einen klanglich minimalisierten Dubtechno, der von den verwirrten Geistern gestohlener Synthesizer aufgerissen wird.
Music Review | verfasst 03.07.2014
Craig Leon
Anthology of Interplanetary Folk Music Vol. 1: Nommos / Visiting
In seiner eigenen Musik interessierte sich Leon weniger für brachiale Gitarrenriffs als für außerweltliche Synthesizerklänge…
Music Review | verfasst 10.06.2014
K. Leimer
A Period of Review (Original Recordings: 1975-1983)
Für Kerry Leimer ist Brian Enos Konzept der Generative Music zum Motor seines eigenen Schaffens geworden.
Music Review | verfasst 03.11.2014
Bing & Ruth
Tomorrow Was the Golden Age
Auf »Tomorrow Was the Golden Age« verbinden Bing & Ruth dunkel-verwaschene Epen zu einer neunteiligen Suite.
Music Review | verfasst 04.03.2015
Palmbomen
Palmbomen II
Für sein Soloprojekt Palmbomen II zog sich Kai Hugo mit ein paar alten Synthesizern, Sequenzern und Drumcomputern auf den Dachboden zurück.
Music Review | verfasst 19.05.2015
Holly Herndon
Platform
Auf »Platform« hat Holly Herndon ihr Gesamtkonzept erfolgreich weiterentwickelt und lässt alle Filter Bubbles platzen.
Music Review | verfasst 15.12.2015
Bing & Ruth
City Lake
2010 ist das Debüt von Bing & Ruth total untergegangen. RVNG Intl hat sich nun für eine Neuauflage von »City Lake« entschieden.
Music Review | verfasst 09.02.2016
Anna Homler & Steve Moshier
Breadwoman & Other Tales
1985 erschienen die Aufnahmen von Anna Homler und Steve Moshier lediglich auf Kassette. Jetzt gibt es »Breadwoman« auch auf Schallplatte.
Music Review | verfasst 19.09.2016
Kaitlyn Aurelia Smith & Suzanne Ciani
Sunergy
Für die neueste Ausgabe der FRKWYS-Reihe auf Rvng Intl fanden sich Kaitlyn Aurelia Smith und Suzanne Ciani zusammen.
Music Review | verfasst 28.09.2017
Greg Fox
Gradual Progression
Greg Fox findet mit »Gradual Progression« vielleicht keine Antworten im engeren Sinn. Dafür Klänge, von denen die Welt erfahren soll.
Music Review | verfasst 24.10.2017
Sugai Ken
UkabazUmorezU
Um die Nacht geht es auf »UkabazUmorezU«, dem wohl fünften Album des Japaners Sugai Ken. Um die Nacht geht es ihm insgesamt in seiner Musik.
Music Review | verfasst 29.04.2016
Dwarfs Of East Agouza
Bes
Dwarfs Of East Agouza sind Maurice Louca, Sam Shalabi und Alan Bishop. Auf »Bes« bearbeiten sie die ausgefransten Ränder afrikanischer Musik
Music Liste
Tribal, Voodoo, Folklore
10 aktuelle Platten von weit weg
Deutschland im Januar: Jahresanfangsmüdigkeit, Schneeregen, Heizungsluft. Man möchte woanders sein. Unsere Liste geht direkt einen Schritt weiter, GANZ woanders hin. Hier sind 10 aktuelle Platten wie sie exotischer kaum klingen könnten.
Music Liste
Ausklang | 2017
Die essentiellen Platten des Dezember
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Interview
Torky Tork & Doz9
Der Kandinsky-Code
Torky Tork und Doz9 waren zum dritten Mal gemeinsam im Urlaub, um ein Album aufzunehmen. Oder waren sie es nicht? Egal, die Formel ist die gleiche. Und frag nicht, warum du nur Vierecke siehst.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Albums
Die musikalischen Statements wurden dieses Jahr nicht mit Ausrufezeichen gemacht. Sondern mit Kommata und Gedankenstrichen. Kaum große Mäuler, aber viel dahinter. Wenig Hits, viel Musik.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 12-inches
Das Kurzspielformat ist immer noch vor allem für DJs. Deshalb findet sich in dieser Liste vor allem Musik, die zumindestens in der Nähe der Tanzfläche irgendwas Komisches macht. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Reissues
Der Reissue-Markt als Wunschkonzert, 2017 fühlte es sich zuweilen so an. Unfassbar, welche Mengen an seltenen, obskuren und seltenen und obskuren Platten dieses Jahr neu aufgelegt wurden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 Compilations
Wenn man rein den materiellen Wert der einzelnen hier versammelten Stücke zusammenzählen würde, käme man auf ein Vermögen. Aber das ist nur der oberflächlichste Grund, warum die folgenden Comps essentieller Stuff sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW48
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Bericht
Records Revisited
A Certain Ratio – To Each, 1981
Man ruft A Certain Ratio gerne als musicians’ musicians. Warum? Weil sie mit einem typischen Übergangsalbum zeigten: Wo Dinge unabgeschlossen sind, bleibt genug Platz für andere, um sich zu eigenen Lösungen anregen zu lassen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW47
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Princess Nokia
Für eine neue Unordnung
Zum Ende diesen Jahres hin erscheint also endlich eines der aufsehenerregensten Alben des letzten Jahres auf Platte, Princess Nokias »1992«. Es ist wie seine Interpretin: auf eine ordnende Weise chaotisch.
Music Liste
Ausklang | 2017KW46
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW45
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
Throbbing Gristle – 20 Jazz Funk Greats (1979)
Throbbing Gristle schlugen mit »20 Jazz Funk Greats« den Pop mit seinen eigenen Mitteln. Haben sie also ihren historischen Auftrag erfüllt und sich damit irgendwie selbst erledigt?
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2017
Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.
Music Interview
Twit One
Warum liegt hier eigentlich Stroh?
Twit One, Beat-Deuschlands wichtigster Slacker, nicht wegzudenken aus der hiesigen HipHop-Szene. Gerade ist sein jüngste Platte »Hay Luv« erschienen. Natürlich trafen wir ihn zum Interview. Natürlich fand das Interview im Tierpark statt.
Music Kolumne
Records Revisited
Metro Area - Metro Area, 2002
2002, eigentlich war gerade alles egal. Alles Wissen verfügbar und damit alles irgendwie uncool. Wer was auf sich hielt, reagierte mit Ironie oder Retromanie. Nicht Metro Area.
Music Liste
Ausklang | 2017KW44
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #34
Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Argot, Discrepant, Gqom Oh!, Philophon
Music Liste
Sichtexot
10 Essentials
Sichtexot, das Mainzer Label wächst und gedeiht. Erst gerade ist mit Negromans neuer EP wieder ein gelungenes Projekt erschienen. Zeit für eine Zwischenbilanz, hier sind zehn Sichtexot-Releases, die unabdingbar sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW43
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Welche Schallplatte hast du gehört,
als du 15 Jahre alt warst?
In diesem Jahr ist hhv Records 15 Jahre alt geworden. Wow, interessantes Alter. Da fragt man sich natürlich: Wie war das, als man selbst 15 war? Welche Platten haben wir damals gehört? Wir haben die Frage an unsere Autoren weitergegeben.
Music Liste
Ausklang | 2017KW42
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
King Krule
Endstation: Tiefseegraben
King Krule wird seit seinem LP-Debüt zugeschrieben, er sei die Stimme einer Generation. Vorwiegend ältere Zeitgenossen sehen das so. Was lässt sie das so sehen? Eine Analyse anhand einiger Textstellen aus King Krules neuem Album, »The Ooz«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2017
Wir kennen das: kaum geht das Jahr wettertechnisch den Bach runter, nehmen die Releases wieder richtig Fahrt auf. Bei ihr hält die Frisur bei jedem Wetter und das falsche Deo wurde das letzte Mal 1995 benutzt: Aigners Inventur.
Music Liste
Ausklang | 2017KW41
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #33
Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Four Flies, Idle Hands, Omnidisc, Radio Martiko.
Music Liste
Ausklang | 2017KW40
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Savas & Sido
An die Spitze aus dem Royal Bunker
Im Royal Bunker, dem Freestyle-Treff und Rap-Trainingslager in einem Keller mitten in Berlin, liegt der Keim, der Deutschrap vor gut 20 Jahren verändern sollte. Zwei der Protagonisten dieser Veränderung sind Kool Savas und Sido.
Music Liste
Ausklang | 2017KW39
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
12 Organic Groovers,
die die letzten 12 Monate geprägt haben
Junge Menschen kaufen alte Platten, Hauptsache Kalimba, Conga, Hauptsache es klingt irgendwie erdverbunden. Wo doch alles so digital geworden ist. Aber man muss dafür gar nicht in der Vergangenheit diggen…
Music Liste
Ausklang | 2017KW38
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Mount Kimbie
»Wir gehen nicht im Kreis, wir gehen aufwärts«
Mount Kimbie greifen mit ihrer neuen LP zurück in die Vergangenheit. Und doch verwehrt sich das Schaffen von Dominic Maker und Kai Campos jeglicher pessimistischer Retro-Kritik.
Music Liste
Ausklang | 2017KW37
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
New Record Labels #32
Disco Halal, Discotexas, Foul-Up, Uncage
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Disco Halal, Discotexas, Foul-Up und Uncage
Music Liste
Ausklang | 2017KW36
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2017
Braucht zehn Doppelsitzungen beim Exorzisten: die Inventur im August. Kein Wunder, werden neben großen aktuellen Themen (Fidgetspinner und FDP) auch alle relevanten Releases des Vormonats besprochen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW35
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Interview
Kutmah
Happy End Theory
»Der Adler hat stets seine Zeit verschwendet, wenn er versuchte, vom Raben zu lernen.« Also hat Kutmah von den Größten abgeguckt. Denn er ist selbt einer von ihnen, ein Pionier der LA-Beatszene. Jetzt erst ist sein Debütalbum erschienen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW34
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.