Welt
Coming Up Strong (Kategorien)
Die Kategorie Coming Up Strong versammelt Porträts zu aufstrebenden, jungen Künstlern.
Coming Up Strong in Features
Music Porträt | verfasst 03.09.2015
Aepic
Einzelkämpfer notgedrungen
Während in seiner Heimatstadt Aachen die Clubs schließen, macht Aepic aus der Not eine Tugend und nutzt die gewonnene Zeit zum Beats bauen und rappen. Seine zweite EP »Deep Sky Low Fy« ist soeben bei HHV auf Vinyl erschienen. Unterstützung erhielt er dafür von Dude26, der nicht nur am Mic aushalf, sondern auch hinter den Kulissen ordentlich pushte. In diesem kurzen Porträt stellen wir euch den rheinländischen Newcomer kurz vor.
Music Bericht | verfasst 06.08.2015
Mikael Seifu
Im Clinch mit der Tradition
Es könnte so eine schöne Geschichte sein: Der junge Mikael Seifu, geboren und aufgewachsen in Addis Abeba, zieht los in die Staaten. Er schreibt sich in New Jerseys Ramapo College ein und kehrt dann wieder zurück in seine Heimat – um dort die Tradition hochleben zu lassen und sie mit kontemporären Klängen zu mischen. Die Geschichte hat sich wie beschrieben zugetragen. Nur ist sie unerfüllt geblieben. Bislang.
Music Porträt | verfasst 02.06.2015
Gold Roger
Boy Meets World
Ein turbulentes Jahr liegt hinter Gold Roger. Aus dem Nichts rappt sich der Dortmunder per Wildcard zum umjubelten MOT-Gewinner, bekommt einen splash!-Auftritt und wenig später einen Deal beim Melting Pot Music-Label. Unfair? Nein, es zeugt nur von Talent und dem einfachen Umstand, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Mit seinem im 26. Juni erscheinenden Debütrelease »Räuberleiter« zählt er jetzt schon zu den spannendesten Deutschrap-Newcomern 2015.
Music Porträt | verfasst 07.05.2015
Ah! Kosmos
Zwischen Körpern und Planeten
Der Planet reflektiert Sound, schiebt ihn in das Unbekannte. Zwei Jahre nach ihrer EP »Flesh« veröffentlicht Başak Günak als Ah! Kosmos ihr selbstproduziertes Debüt »Bastards« bei Denovali Records. Die 27-Jährige lotet darin die Hörbarkeit des Nichts aus, drückt Bass über dunkle Rhythmen und Beats, die menschliche Stimme darin nur noch ein Hall der Vergänglichkeit. Ein beängstigendes, ein wunderschönes, ein großes Album.
Music Porträt | verfasst 12.03.2015
Solpara
Direkt aus der Waschküche
Zwar steht er erst am Anfang seiner Karriere und doch ist der Produzent und Labelmitbegründer Paul Sara beeindruckend aktiv. Es brauchte aber eine Menge von College-Absagen, dass es dazu kommen konnte. Es folgten Partys in Waschküchen, die Gründung eines internationales Musikerollektivs und eine überzeugende Debüt EP auf Nicolas Jaars Plattenlabel Other People. Doch darauf wird sich Solpara nicht ausruhen: Das alles soll erst der Anfang sein.
Music Porträt | verfasst 15.01.2015
Lord RAJA
Die Motte auf dem Bildschirm
Lord RAJA macht auf den ersten Blick avancierten Hip Hop in der Nachfolge von J Dilla und Flying Lotus. Genrezugehörigkeit spielt für den 22-jährigen New Yorker jedoch keine große Rolle. Auf seinem Debütalbum »A Constant Moth« spielt er lieber mit den Stilen und zerlegt Klänge in ihre molekularen Bestandteile. Und wenn er lange genug auf den Bildschirm seines MacBooks blickt, dann erkennt er auch schon mal eine Motte.
Music Porträt | verfasst 20.11.2014
We Are Shining
Ausprobieren, Nachahmen, Erkunden
Auch wenn Morgan Zarate und Acyde längst keine Grünschnabel mehr sind: Mit »Kara« veröffentlicht das britische Duo ein gemeinsames Debüt als We Are Shining und findet zu seinem ganz eigenen Sound. Der nährt sich aus den Erfahrungen diverser Hip Hop- und R’n’B-Projekte sowie der Vorliebe für Stoner Rock, Salsa aus Ghana und instinktives Gelärme. Ein Interview mit zweien, die übers Geschrei zueinander fanden.
Music Porträt | verfasst 06.11.2014
Arca
Raus aus der Komfortzone
Es gibt viele Gründe, warum Kanye West nicht die Pappnase ist, für die ihn alle halten. Denn der US-Rapper hat auf seinem letzten Album »Yeezus« den Produzenten Arca für einige Tracks geholt. Nun erscheint bei Mute Records »Xen«, die erste komplette eigene Platte des 24-Jährigen. Ein aufwühlendes Album, in dem es um das Erleben, das Fühlen, das Sein geht. Ein Gespräch über Routine, London und Yoga-Hosen.
Music Interview | verfasst 16.10.2014
Ωracles
Träume eines bunten Haufens
Ωracles schlafwandeln durch einen Sound, der u.a. Disco, Krautrock und Afrobeat miteinbezieht, doch in seinem Kern Gitarrenmusik bleibt. Gute Gitarrenmusik. Die fehlte Deutschland in den letzten Jahren. Nur einem Jahr nach ihrer Gründung sind sie schon auf Festivals weltweit präsent. Jetzt haben die Fünf ihre starke Debüt-EP »Stanford Torus« vorgelegt. Wir trafen drei von ihnen in Köln zum Interview.
Music Interview | verfasst 11.09.2014
Dream Koala
Momente der Entschleunigung
Der nicht einmal 20-jährige Franzose Yndi Ferreira nennt sich Dream Koala. Der Sound des inzwischen in Berlin lebenden Producers ist tatsächlich träumerisch, Dream Koala selbst bleibt dabei mit beiden Füßen auf dem Boden. Kürzlich trat er im Berliner Club Gretchen vor einem ebenso jungen xxyyxx auf. Ein Treffen dort mit ihm lehrte uns: Wenn es mehr solche Typen wie ihn gäbe, bräuchte man sich um die Generation Internet ohl keine Sorgen zu machen.
Music Porträt | verfasst 28.08.2014
Leibniz
Die bessere schlechte Art
Leibniz überzeugt derzeit mit Releases für Fourth Wave, Ortloff oder Uncanny Valley, die allesamt im Grenzbereich zwischen House und Techno herumstolpern, ohne sich wirklich einzupassen. Im Interview erzählte uns der in Leipzig ansässige Youngster davon, wie er mit seinem Debüt Actress ausstach, nichtsahnende YouTube-User zu ihrem ersten Release verhilft und warum es nützlich sein kann, Instrumente zu verprügeln.
Music Porträt | verfasst 27.08.2014
AzudemSK
Mikrokosmos Hip Hop
Mit seinem Vinly-Debüt, der EP »Classic«, hat AzudemSK nicht nur eine der ehrlichsten und schonungslosesten Überraschungen des laufenden Rap-Jahres hervorgebracht, sondern ganz nebenbei auch Münster zurück in das Deutschrap-Bewusstsein geholt. Wir trafen den Westfalen in seiner Heimat, wo er uns unter anderem erklärte, warum er eine Etikettierung als »Rapper« ablehnt. Dahinter steckt eine Bodenständigkeit, die Rap als Karriereoption nicht in Betracht zieht.
Music Porträt | verfasst 15.07.2014
Jungle
Zwischen Nostalgie und Naivität
Mit ein paar ikonischen Tanzvideos mauserten sich Jungle im vergangenen Jahr zum gesichtslosen Hype-Act. Alles eher glücklicher Zufall, glaubt man dem mittlerweile nicht mehr ganz so anonymen Duo. Dieser Tage erscheint das Debütalbum der Londoner bei XL Recordings. Darauf befindet sich Musik, die oftmals als Soul verbucht wurde, aber die Ecken, Kanten und das leise Knistern vermissen lassen. Merkwürdig körperlos ist diese Musik, die trotzdem zum Tanz bittet.
Music Porträt | verfasst 26.06.2014
Yør
Die Theorie tanzt mit
Yør ist einer dieser digital natives, die nostalgiefrei zu zitieren verstehen, für die Grenzüberschreitung eine bloße Selbstverständlichkeit ist. In der Musik des Mittzwanzigers klingen House, Techno und Electro auf der einen, avantgardistische elektronische Musik auf der anderen Seite an. Mit seinen Releases für Obsession Recordings, shtumm, Crème Organization oder Purple Maze zeigt er, wie schön es sein kann, dem Kulturpessimismus ein Schnippchen zu schlagen.
Music Porträt | verfasst 27.05.2014
Jazz Against The Machine
Die Neunziger in Jazz übersetzen
Kennengelernt haben sich Jazz Against The Machine auf einem Konzert der Smashing Pumpkins. Das behaupten sie zumindest. Denn so ein Gründungsmythos passt einfach zu gut, um wahr zu sein. Crossover und Grunge übertragen die vier Herren in den Jazz. Ihre Version von »Bombtrack« hat mehr als eine Millionen Klicks auf YouTube. Jetzt erscheint auf Poets Club Records ihr Album »Black Bossa« mit Covern von Sepultura, Radiohead und eigenen Kompositionen.
Music Porträt | verfasst 22.05.2014
Kyoka
Mit Kopf und Körper
Bassig, steril und doch verspielt klingt die Musik von Kyoka. Experimentelle elektronische Musik? Ja. Exklusiver Elitarismus? Nein. Der Kopf trifft hier den Körper, und sämtliche Klischees perlen gleichsam daran ab. Mit uns sprach die zwischen Japan und Berlin pendelnde Produzentin über ihr neues Album »IS (Is Superpowered«) auf Raster-Noton, mangelnde Objektivität und von Emotionen bereinigten Vocal-Schnipseln.
Music Interview | verfasst 12.05.2014
Jaakko Eino Kalevi
Über Liebe und andere Geisteskrankheiten
Jaakko Eino Kalevi sieht aus wie ein verplanter Engel, arbeitet als Straßenbahnfahrer und hat mit »No End« einen der besten Songs 2013 aufgenommen. Aber wer ist der blonde Mann aus Helsinki? Zeit mit Jaakko die wichtigen Themen des Lebens anzusprechen. Also Jaakko: Was hältst Du von Liebe, wie wäscht Du deine Wäsche und wie wird deine neue EP klingen? Jaakko hatte auf alles Antworten und vor allem ein einnehmendes Lachen parat.
Music Porträt | verfasst 20.03.2014
Mo Kolours
Erstaunliches auf kleinem Raume
Mo Kolours hat gerade ein ungewöhnliches Debüt veröffentlicht. Anstatt den Sound der vorangegangenen EPs auszuformulieren, hat er seine Stücke weiter verkürzt. Damit passt er sich dem aktuellen Rezeptionsverhalten an. Das Album ist so flüchtig, wie viele Erfahrungen in der modernen Gesellschaft; die Tracks haben den stärksten Effekt, wenn sie gerade vorbei sind. Doch der Musiker aus London mit mauritianischen Wurzeln hat die Tracks ja nicht umsonst so produziert.
Music Porträt | verfasst 13.03.2014
Der Plusmacher
»Mit Plus kann man kein Minus machen«
Straßenrap ist das nächste große Ding im deutschen Hip Hop. Neben SSIO und Schwester Ewa ist Der Plusmacher einer der Protagonisten dieser Entwicklung. Der »Junge vom Hasselbachplatz«, einer zwielichtigen Verfügungsmeile im Zentrum Magdeburgs, veröffentlicht in diesen Tagen sein zweites Album »Freie Schwarzmarktwirtschaft« und differenziert seine Blockprosa nochmals aus. Wir hatten Gelegenheit ihn in seiner Wahlheimat Berlin zu sprechen.
Music Porträt | verfasst 27.02.2014
Mortis
Kreuzberg Psychose
Das könnte ein richtig gutes Jahr werden für Mortis. Soeben ist »Der goldene Käfig EP« des in Berlin wohnenden Deutschrappers erschienen und wird allerorten gefeiert. Ein Longplayer dürfte da auch nicht lange auf sich warten lassen. Uns hat der gebürtige Hannoveraner in seine aktuelle Heimat in Berlin-Kreuzberg geladen und bei der Gelegenheit auch gleich seine von Melbeatz geliehenen Obst-Entsafter gezeigt.
Music Porträt | verfasst 13.02.2014
Karate Andi
Das Sich-Nicht-Ernst-Nehmen zu ernst nehmen
Karate Andi ist der Hans im Glück mit Leberschaden: Ohne es krampfhaft zu versuchen, hat er sich eine Rap-Karriere aufgebaut. Er hat die Stimme, den Flow und die Punchlines. Doch man spürt auch verschenktes Potential. Wir stellen euch den Rapper vor, der bei Rap Am Mittwoch groß wurde, der das Pilsator zum Frühstück trinkt und dessen Debütalbum diese Woche erschienen ist. Den Rapper, der viel sagen könnte, sich dabei aber selbst im Wege steht.
Music Porträt | verfasst 23.01.2014
The Beep
Geräte und Nerdtum
Der Wahlkölner und 80s-Liebhaber The Beep mag einigen schon von seinen Produktionen für Audio88 & Yassin oder Casper ein Begriff sein. Nun veröffentlicht er bei Sichtexot mit »Reykjavík« nach Jahrzehnten des Musikmachens seine erste Solo-LP. Ein guter Anlass um den 32-jährigen genauer vorzustellen, der sich selbst als Nerd bezeichnet und das mit einem ausgeprägten Interesse für Games, japanische Schwertkunst, Katzen, Sneaker und Synthesizer noch unterstreicht.
Music Porträt | verfasst 09.01.2014
Veedel Kaztro
Schmelztiegelpunk
Veedel Kaztro war einer der Newcomer des jüngst zu Ende gegangenen Jahres. Die »Büdchen EP« des Kölner Deutschrappers schlug gleich hohe Wellen, doch er weiß routiniert damit umzugehen. Konventionen zu umgehen oder zumindest zu hinterfragen, ist bei ihm anerzogen. Daher kann man davon ausgehen, dass Veedel Kaztro noch einige musikalische Finten schlagen wird. Authentizität scheint ihm halt wichtiger als ›Realness‹.
Music Porträt | verfasst 05.11.2013
FKA Twigs
Hoffnung für alle
Zwei EPs. Acht Songs. Mehr hat die Welt bisher nicht von FKA Twigs auf Schallplatte zu hören bekommen. Und trotzdem gilt die 25-jährige Britin als diejenige, deren Musik uns alle glücklich machen könnte. Denn sie erneuert mal eben Trip Hop, Soul und Pop, und das so so weit entfernt von irgendwelchen urbanen Avantgarden und Strömungen. Und singen kann sie auch noch. Es bleibt der Eindruck, dass sich hier jemand bis an die Schmerzgrenze öffnet.
Music Porträt | verfasst 22.10.2013
Jessy Lanza
Sie und Er
Sie hat einen Bachelor in Jazz, er hat Synth-Pop mitgeprägt. Sie ist Jessy Lanza und er ist Jeremy Greenspan. Was ihre musikalischen Hintergründe anbelangt, würde man die Beiden nicht sofort miteinander verbinden und doch haben sie mit »Pull My Hair Back« eine herausragendes Album gemeinsam aufgenommen. Doch was verbindet diese beiden unterschiedlichen Musiker? Die Schnittmenge bilden ein R&B-Star und ein auf Album, das 2001 auf Warp erschien.
Music Porträt | verfasst 16.09.2013
Low Leaf
Vibration und Schöpfung
Wie Low Leaf zwei Arme reichen, um ihre Musik zu machen ist ein Rätsel. Sie spielt Klavier, Gitarre und Harfe und mischt diese Klänge mit elektronischen auf dem Laptop. Herauskommt ein Sound, der irgendwo zwischen L.A.-Wonky-Szene und Folk-Musik anzusiedeln ist. Genauer kann man es tatsächlich nicht bestimmen. Wir trafen die Musikerin aus Los Angeles und überzeugten uns davon, dass sie wirklich nur zwei Arme besitzt.
Music Porträt | verfasst 22.08.2013
Castle
Das Kind im Rapper
Mit North Carolina assoziiert der gemeine Rap-Schädel nach wie vor Little Brother. Zehn Jahre nach dem Backpack-Inferno der drei kleinen Brüderchen zeigt das frischeste Signing der Mello Music Group jedoch, dass im »Tar Heel State« immer noch nicht ausschließlich Billo-Synths und Styroporbecher zwischen Kick und Snare platziert werden. Wir stellen Euch den Jungspund, dessen Debüt »Gasface« in diesen Tagen erscheint, vor.
Music Porträt | verfasst 17.07.2013
Dirty Beaches
Vorwärts zum alten Ich
Dirty Beaches war überall. Das wichtigste, was er auf seinen Reisen (wieder)gefunden hat ist Naivität. Für sein neues Doppelalbum hat er sich ganz davon leiten lassen. Warum kein neues Buch, kein neuer Film und keine neue Musik ihn für sein neues Album inspirieren durften, wie Instrumentals das eigene Fleisch schützen können und warum wir eine Lederjacke an einem 60jährigen mehr mögen, als an einem Teenager, erfährst Du hier.
Music Porträt | verfasst 25.06.2013
Ta-Ku
»Beziehungen sind die Quelle meiner Kreativität«
Wann immer der australische Produzent Ta-Ku Zeit findet, macht er sich an das Bauen neuer Beats. Die besten Einfälle kommen ihm Nachts, wenn er nach Hause kommt und die Eindrücke des Tages noch frisch sind. Inspiration für seine Arbeit findet der 25-jährige dabei in seinen vertrauten Kreisen, aber auch kurzlebige Begegnungen mit Unbekannten nehmen einen besonderen Einfluss auf seinen schöpferischen Prozess.
Music Interview | verfasst 14.03.2013
Lady
Tell The Truth
Lady verkörpern das Prinzip Truth & Soul. Mit Platten wie diesen setzt das Label also weniger auf die Reproduktion eines alten Sounds, sondern auf die Rückkehr zu menschlichen Bedürfnissen, die in der Musik ausgedrückt werden.So zaubern sie um die Stimmen von Terri Walker und Nicole Wray einen Sound, der nah an der großen Stax- und Motown-Ära ist. Das Label befasst sich aber vor allem mit der Zeitlosigkeit des Soul.
Music Porträt | verfasst 07.03.2013
Gavlyn
Wissen, was man wert ist
Gavlyn hat 2012 mit »What I Do« einen veritablen YouTube-Hit abgeliefert. Als Folge dessen absolvierte sie Anfang 2013 ihre erste kleine Europa-Tournee, bei der sie sich auch der hiesigen Presse stellte. Wir trafen eine Künstlerin auf der Suche. Eine, die einen großen Vorteil gegenüber vielen hat, die älter und erfahrener sind als sie: Sie hat die Stimme, das Spotlight und sie weiß, was sie wert ist. Und: Sie hat keine Scheu davor, das auch zu zeigen.
Music Porträt | verfasst 28.02.2013
Rhye
Aufrichtig gegen das Klischee
Liebe, Sex und Zärtlichkeit: Was sich anhört, wie die Beschreibung des Zuständigkeitsbereiches von Dr. Sommer ist wichtiger Bestandteil von Rhyes Musik. Pop-Musik. Wie aber schafft es das Duo, trotz eingängiger Melodien und romantischen Themen nicht ins Klischee abzudriften? Das Portärt geht eben dieser Frage nach. Ich stoße auf den Begriff ›soulful pop-music‹ und muss mich mit dem Unterschied zwischen Intimität und Porno-Sex auseinandersetzen.
Music Porträt | verfasst 21.02.2013
Flume
Musik wegen Cornflakes-Schachtel
Ein junger Australier verdreht einer Vielzahl an Menschen derzeit den Kopf, die ein Ohr für Instrumental HipHop, Downtempo und Elektronik haben. Er heißt Harley Streten, nennt sich als Musiker Flume und zählt zu seinen Einflüssen Shlohmo, Flying Lotus, John Talabot und Moby. Seine besten Einfälle hat er nach dem Surfen. Sein Debüt zeigt nun wie zahlreich die Ideen und Muster sind, die einem dabei kommen können.
Music Porträt | verfasst 18.02.2013
Deko Deko
The Sound of Deconstruction
Wenn sich zwei Ex-Punkrocker aus Leipzig als Vorband von »We Have Band« auf der Bühne im Berghain wieder finden, muss eine ernsthafte Dekonstruktion stattgefunden haben. Der gesamte Ansatz der Konzeptband Deko Deko ist Dekonstruktion. Deko Deko steht für Dekorative Dekonstruktion – für die Schönheit und Produktivität der Demontage. 10 Jahre des gemeinsamen Musikmachens, geben Lena Seik und Tristan Schulze die künstlerische Kompatibilität für dieses Konzept.
Music Porträt | verfasst 31.01.2013
Ryan Hemsworth
Auf den Spuren von Shlohmo
Er ist Teil einer neuen Generation von Produzenten, die die Grenzen zwischen Hip Hop und Electronica ins Unendliche ausloten. Den Pfad, den Leute wie Clams Casino, Hudson Mohawke oder auch Nicolas Jaar in den letzten Jahren geebnet haben, weiß Ryan Hemsworth sicher abzuwandern. Inzwischen reißen sich auch die Rapper um die Beats des Kanadiers. Und Daedelus lädt ihn zur Tour ein. 2013 könnte sein Jahr werden.
Music Porträt | verfasst 09.10.2012
xxyyxx
»Es ist ziemlich dämlich«
Marcel Everett aka XXYYXX ist 16 Jahre jung, tourt gerade mit seiner Musik durch Europa und ist gerade das Go-To-Wunderkind der elektronischen Musik. In seinem zwarten Alter hat er nicht nur bereits einen sehr vielseitigen Geschmack und eigenen Sound entwickelt, sondern zeigt sich auch als aufgeräumter und reflektierter Mann. Wir haben ihn während seiner ersten Europa-Tour getroffen, um euch XXYXX vorzustellen.
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Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.