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We Release Whatever The Fuck We Want Records (Plattenlabel)
We Release Whatever The Fuck We Want Records ist ein 2013 von Olivier Ducret und Stéphane Armleder gegründetes Plattenlabel aus Genf. Olivier Ducret und Stéphane Armleder hatten 2013 bereits Musik veröffentlicht und Erfahrung im Business gesammelt: Ducret ist DJ, aber auch Gründer, Besitzer und A&R von Mental Groove Records. Armleder arbeitet als Radiomoderator, rappt als Genevan Heathen und ist Mitbegründer von Record Company Records und Villa Magica Records. Die beiden kannten sich als Digger mit ähnlichem Geschmack für obskure Soundtracks, dachten aber nicht an eine Kollaboration bis sie auf einem B-Film-Festival in Genf den Mondo-Film La France Interdite sahen. »Wir verliebten uns in diese eine Szene, in der Brigitte Lahaie zum Titelsong auf einem Pferd reitet. Wir waren sofort besessen von diesem Track« erinnert sich Armleder. Nachdem sie den zuvor unveröffentlichten Soundtrack des Films ausgegraben hatten, fanden die beiden Cineasten immer mehr Reissue-Material in halb-vergessenen B-Movies. Vor allem die elektronischen Experimente von B-Soundtrack- und Library-Komponisten wie Piero Umiliani oder John Carpenter haben es ihnen angetan – ihr nächstes Projekt ist der unveröffentlichte Soundtrack zum obskuren Sci-Fi-Kurzfilm »La brûlure de mille soleils« von Elektronik-Pionier Bernard Parmegiani. Da sie ihrem Namen aber alle Ehre machen wollen, lehnen sie die von einem Label erwartete Genre-Kontinuität ab und veröffentlichen auch mal eine Compilation mit amerikanischem Sex-Rap oder den Disco-Soundtrack zu einem aktuellen Kino-Film. _»Unsere Label-Philosophie ist wohl, dass wir keine haben. Wir versuchen einfach Platten zu veröffentlichen, die wir lieben – es sind alles Coups de coeur. Es macht einfach unheimlich Spaß sich durch Releases zu graben und Sachen zum ersten Mal auf Platte zu pressen oder vergessene Gems neu zu veröffentlichen.«_ Diese Arbeitsweise erfordert allerdings eine gehörige Portion Detektivarbeit: Eine Platte zu lizensieren »ist manchmal ein langes und anstrengendes Katz- und Maus-Spiel« sagt Armleder. Das sei aber auch Teil des Reizes und das Treffen mit den Verantwortlichen entschädige meistens für alle Unannehmlichkeiten. »Die Recherche-Muskeln spielen zu lassen und Leute zu treffen, die man bewundert, ist eine sehr stimulierende Erfahrung.«
We Release Whatever The Fuck We Want Records in Features
Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 wurden wieder musikalische Schätze geborgen, deren Vorhandensein uns bislang entweder verborgen blieb oder in Vergessenheit geriet. Doch es gibt ja fleißige Plattenlabels, die uns die Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung stellen. Und zwischen Japan und Togo ist im Plattenregal auch selten mehr als 1 Meter Platz. Diese auserwählten 50 Schallplatten lassen uns zusammenrücken. Wertvoll, in dieser kalten Zeit.
Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben. Was soll man sagen: So lässt sich der immer sinnentleertere Alltag dank der immer akribischer, herzblütiger, aufopferungsvoller arbeitenden Plattenfirmen doch kompensieren.
Music Liste | verfasst 15.09.2017
Ausklang | 2017KW37
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases überschwemmen jede Woche unseren Webshop. Unfassbar wie viel gute Musik da dabei ist. Viel dieser Musik wird glücklicherweise auf diversen Portalen (inklusive diesem hier) vorgestellt. Wir stellen euch an dieser Stelle Woche für Woche jene Release vor, die man nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. Aber hören sollte. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang. So gut. Echt.
Film Essay | verfasst 09.06.2017
Ghost In The Shell
Cyber, ja, aber Punk?
Deutschland, Europa, die sogenannte westliche Welt anno 2017 ist geil auf das Silicon Valley. Sein inhärentes dystopisches Element ist jenen Verheißungen gewichen, vor denen man einst gewarnt hat. Passend dazu das US Remake des auf einer Mangareihe: poliert, geglättet – und geplättet. Schon krass, dass man einem Film den letzten Rest Seele per Mausklick austreiben kann. Aber das Remake hat sein Gutes. Die Wiederentdeckung des Originals – und dessen Soundtracks.
Music Interview | verfasst 16.03.2017
Midori Takada
Innere Landschaften
Bereits seit Ende der Siebzigerjahre als Solokünstlerin oder im Mkwaju Ensemble aktiv, bereist und erforscht die Ausnahmepercussionistin Midori Takada die Kontinente oder lehrt an der renommierten Tokyo National University Of Arts. Aufnahmen auf Tonträgern bilden dabei eher die Ausnahme. Ihr Debütalbum »Through The Looking Glass« ist ein bei Sammlern unheimlich begehrtes Meisterwerk der experimentellen japanischen Ambient-Musik, das jetzt wiederveröffentlicht wird.
We Release Whatever The Fuck We Want Records in Reviews
Music Review | verfasst 04.12.2019
Yoshio Ojima
Une Collection Des Chainons I: Music For Spiral
Mit »Une Collection Des Chainons I: Music For Spiral« wird via We Release Whatever The Fuck We Want das Frühwerk von Yoshio Ojima jetzt neu erschlossen.
Music Review | verfasst 02.09.2019
Satoshi Ashikawa
Still Way (Wave Notation 2)
Das 1982 entstandene, fantastische Album »Still Way « von Satoshi Ashikawa, an dem auch Midori Takada mitwirkte, wurde jetzt wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 02.09.2019
Gareth Quinn Redmond
Laistigh Den Ghleo
Der irische Komponist Gareth Quinn Redmond hat mit »Laistigh Den Ghleo« dem Ambientwerk »Still Way« von Satoshi Ashikawa behutsam Tribut gezollt.
Music Review | verfasst 18.03.2019
Normal Brain
Lady Maid
We Release Whatever The Fuck We Want veröffentlicht eine Reissue von »Lady Maid«, dem 1981 veröffentlichtem Werk von Yukio Fujimotos Projekt Normal Brain.
Music Review | verfasst 17.03.2017
Midori Takada
Through The Looking Glass
Ein Anwärter für die Bestenliste am Ende des Jahres im Segment »Reissue«: das erstmals seit 1983 wieder erhältliche »Through The Looking Glass« von Midori Takada.
We Release Whatever The Fuck We Want Records in News
Music News | verfasst 28.08.2018
Colored Music
Reissue nach 37 Jahren
Nach 37 Jahren erscheint das Album des japanischen Duos »Colored Music« mit seiner unkonventionellen Mischung aus kosmischem New Wave, unkonventioneller Disco Music und elektronischem Funk erstmals wieder auf Vinyl.
Music News | verfasst 09.07.2018
Bernard Parmegiani
Soundtracks im Doppelpack
We Release Whatever The Fuck We Want bringt zwei bislang unveröffentlichte Soundtracks des vor vier Jahren verstorbenen französischen Soundtüftlers Bernard Parmegiani heraus: »Les Soleils De L’Ile De Paques« & »La Brulure De Mille Soleils«.
Music News | verfasst 07.05.2018
Midori Takada's Mkwaju Ensemble
Reissue: »KI-Motion«
We Release Whatever The Fuck We Want wiederveröffentlichen »KI-Motion«, eine ursprünglich 1981 erschienene LP von Midori Takada’s Mkwaju Ensemble. Die Vinyl LP wird am 22.6.2018 erscheinen.
Music News | verfasst 25.10.2017
Yasuaki Shimizu
Reissue: »Kakashi«
»Kakashi« von Yasuaki Shimizu ist eines dieser japanischen Alben, die man niemals, niemals finden wird. Jetzt gibt es endlich eine Reissue – vom Labelteam, das schon Midori Takadas »Through The Looking Glass« neu auflegte.
Music News | verfasst 12.01.2017
Midori Takada
Reissue: »Through The Looking Glass«
Platten-Wunschlisten schrumpfen weiter dramatisch zusammen. Jetzt veröffentlichen Palto Flats und WRWTFWW Records in Kooperation den nächsten Holy Grail wieder. Im März erscheint ein absoluter Klassiker japanischer Ambient-Musik.
Music News | verfasst 11.07.2016
New Record Labels
Circle Vision, HNYTRX, WRWTFWW Records, Vox Populi
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Circle Vision, Honey Soundsystem, We Release Whatever The Fuck We Want Records, Vox Populi.
Neueste Artikel
Music Kolumne | verfasst 05.12.2019
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Porträt | verfasst 17.01.2020
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Review | verfasst 23.01.2020
Alessandro Alessandroni
Afro Discoteca Reworked & Reloved
Der vor drei Jahren veröffentlichte Überraschungshit »Afro Discoteca« von Alessandro Alessandroni wurde nun mit Remixen versehen.
Music Review | verfasst 22.01.2020
TNGHT
II
Über sieben Jahren nach ihrem überraschenden Debüt legen Hudson Mohawke und Lunice als TNGHT nun »II« nach.
Music Review | verfasst 24.01.2020
Black Lips
Sing In A World That's Falling Apart
Auf »Sing In A World That’s Falling Apart« vermischen die Black Lips Country mit einer cleveren Hinterwäldler-Rhetorik.