Music Review | verfasst 23.03.2018
Mark Pritchard
The Four Worlds
Warp, 2018
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Mark Pritchard - The Four Worlds

Eine neue Stückesammlung von Mark Pritchard, der sich nach »Under the Sun« schon mal fürs nächste Album warmläuft. Die gute halbe Stunde von »The Four Worlds« gibt da womöglich einen Vorgeschmack, knüpft von der Stimmung her zumindest an »Under the Sun« an. Mit dem Unterschied, dass auf dem Album, seinem ersten unter eigenem Namen, die Songs mit diversen Gastsängern für die bleibendsten Eindrücke sorgten – Thom Yorke, Linda Perhacs, Bibio und Beans lieferten alle ihre unterschiedlichen Beiträge. Auf »The Four Worlds« sind die Gäste weniger dominant. Gregory Whitehead rezitiert in »Come Let Us« mit stoischer Ruhe und computerangeknarzter Stimme wieder und wieder den zentralen Satz der Geschichte vom Turmbau zu Babel, der Monolog der Space Lady über Orgelakkorden in »S.O.S.« ist noch unauffälliger. Drumherum gibt es viel Kosmisch-Ambienteskes, die elfminütige Eröffnungsnummer »Glasspops« nimmt ein Drittel der EP ein mit einer Art beatbasierten Downtempo-Krautreminiszenz, die sich ganz allmählich dezent steigert. Alles sehr diskret, viel Understatement. Stille Schönheit, die sich manchmal vielleicht eine Spur zu behaglich-klanginstallativ gibt. Selbst wenn Mark Pritchard auch das, genau wie bei seinen vielen anderen musikalischen Persönlichkeiten, einfach sehr gut beherrscht.

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