Music Review | verfasst 02.05.2018
Far Out Monster Disco Orchestra
The Black Sun
Far Out, 2018
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Far Out Monster Disco Orchestra - The Black Sun

Das ist doch mal ein Auftakt. Disco-Funk mit Orchesterarrangements aus der Feder von Brasiliens unlängst vom Rest der Welt wiederentdecktem großen Musiker und Sänger Arthur Verocai. »Step Into My Life«, mit dem das zweite Album des Far Out Monster Disco Orchestra abhebt, setzt durch nichts weiter als ein paar präzise gesetzte Streicher- und Bläserklänge mal eben das Raum-Zeit-Kontinuum außer Kraft. Vom ersten Takt an wird man in eine andere Epoche gebeamt, ohne dass man darüber aufhören würde, sich ganz im Hier und Jetzt zu fühlen. Der großangelegte Rauschangriff des von Far Out-Labelchef Joe Daniels gegründeten Far Out Monster Disco Orchestra versammelt auch auf »The Black Sun« die Musikelite Brasiliens rund um das Fusion-Trio Azymuth: Bassist Alex Malheiros und – auf drei Titeln zumindest – sogar der 2012 verstorbene Keyboarder Jose Roberto Bertrami sind zu hören. Ebenfalls in Teilen vertreten ist die Funk-Soul-Formation Banda Black Rio. Arthur Verocais Gastbeitrag mag sich zwar auf eine Nummer beschränken, doch der Rest der beteiligten Musiker lässt auf den übrigen Nummern keinesfalls nach, im Übrigen ist darunter auch eine Instrumentalfassung des Eröffnungsstücks. Ein Monster, das Kategorien wie »Retro« mit seiner gebieterischen tanzflächengerichteten Gewalt zerstäubt. Auf Englisch würde man wohl sagen: What’s not to love here?

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