Music Review | verfasst 29.09.2010
Tom Clark
Pressure Points
Highgrade Records, 2010
Text Fabian Heinz
Deine Bewertung:
/
Nutzer
5.0
Redaktion
Cover Tom Clark - Pressure Points

Zwölf neue Tracks des Berliner Electronic-DJs Tom Clark befinden sich auf seinem dritten Album Pressure Points, welches in diesen Tagen über sein Label Highgrade veröffentlicht werden soll. Vorgenommen hatte sich Clark, diesmal auf den aktuellen, typischen Club-Sound, der ihn im E-Werk, Tresor und inzwischen im Watergate zum Resident-DJ machte, zu verzichten und stattdessen seine »andere Seite und seine musikalische Herkunft zu zeigen«, so zumindest war es in der Pressemitteilung zu lesen. Und tatsächlich ist hier definitiv ein Unterschied zu älteren Tracks zu hören. Das Album ist überwiegend ruhiger und relaxter gehalten, allerdings ohne dabei an Tanzbarkeit zu verlieren. Mit ins Boot holte sich Clark darüber hinaus den Sänger Florian Schirmacher von Wareika, der auf verschiedenen Songs seine Stimme zum Besten gibt. So sorgt er beispielsweise auf All I Can See für eine schöne Harmonie aus Elektronik und Gesang und macht nicht nur dieses Stück zu einer runden Sache. Letztendlich eine gute, nicht überragende Minimal-House-Scheibe, die man nicht nur zum Feiern, sondern ebenso in den letzten Spätsommernächten auf einer Picknickdecke zum Grillen rauskramen kann.

Das Album Pressure Points von Tom Clark findest du bei hhv.de: CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 04.11.2011
Highgrade Disharmonic Orchestra
Multilayer
Mit Größen wie Tom Clark, Philip Bader oder auch Todd Bodine bestückt, ist das Highgrade Disharmonic Orchestra gut aufgestellt.
Music Review | verfasst 01.10.2010
Urban Tribe
Urban Tribe
Niemand geringeres als Sherard Ingram, Carl Craig, Anthony »Shake« Shakir und Kenny Dixon Jr stehen Pate für dieses unter dem Namen Urban Tribe fungierendes Release.
Music Review | verfasst 04.02.2011
Isolée
Well Spent Youth
Isolées Soundentwurf, minimalen House mit maximalen Mitteln zu machen, konnte bislang niemand etwas entgegensetzen.
Music Review | verfasst 06.02.2011
Danuel Tate
Mexican Hotbox
Keyboarder Danuel Tate widmet sich auf seinem Solodebüt dem Thema »jazz« auf unbeschwerte Weise.
Music Review | verfasst 12.04.2012
Philip Bader
Whishful Thinking
Der verpeilte Karnevalist beweist erneut seine Produzentenskills und sein Ohr für liebevoll gesetzte, raffinierte Soundtüfteleien
Music Review
Hailu Mergia
Lala Belu
»Lala Belu« ist das erste neue Album von Hailu Mergia seit dem er in den 1980er Jahren von Äthiopien nach New York auswanderte.
Music Review
Efdemin
DJ Koze & Terrence Dixon Versions
DJ Koze verpasst Efdemins Berghain-Hymne »Acid Bells« einen neuen Edit, Terrence Dixon versetzt »America« in die Afterhour.
Music Review
Various Artists
J-Jazz: Deep Modern Jazz From Japan 1969-1984
»J-Jazz: Deep Modern Jazz From Japan 1969-1984«, eine Compilation aus dem Hause BBE, bringt uns japanischen Jazz näher.
Music Review
Alva Noto & Ryuichi Sakamoto
Glass
Ein sanft rauschendes, knapp 40-minütiges Stück: Alva Noto und Ryuichi Sakamoto machen auf »Glass« einmal mehr gemeinsame Sache.
Music Review
Hieroglyphic Being
The Red Notes
»The Red Notes« widmet Hieroglyphic Being Thelonious Monk, John Coltrane, Herbie Hancock und anderen Repräsentanten des Blue Note-Jazz’.
Music Review
Glenn Astro
The Taurus EP
Mit den ungehörten stilistischen Exeprimenten der »The Taurus EP« wirkt Glenn Astro potenziellen Abnutzungserscheinungen entgegen.
Music Review
Keysha/Fg's Romance
Stop It!/What Is Love Today
Zum Valentinstag veröffentlicht das beglische Label Stroom eine Maxi mit austauschbarem Disco-Pop, die viele gerne hören werden.
Music Review
Eblen Macari
Musica Para Planetarios
»Musica Para Planetarios«, das 1987 von Eblen Macari eingespielte Album, ist nichts weniger als eine verdichtete Kosmologie.
Music Review
GoGo Penguin
A Humdrum Star
Nicht bahnbrechend neu, für Furore wird »A Humdrum Star«, das neue Album des Jazztrios GoGo Penguin, dennoch sorgen.
Music Review
Dabrye
Three/Three
Dabrye hat mit elf Jahren Wartezeit endlich seine Triologie abgeschlossen. »Three/Three« ist dabei ein fast klassisches Rapalbum geworden.
Music Review
Kris Baha
Can't Keep The Fact
»Can’t Keep The Fact«, die neue Vinyl 12" von Kris Baha bündelt alles, was der Herzschrittmacher begehrt.
Music Review
Various Artists
French Disco Boogie Sounds Volume 3: 1977-1987
»French Disco Boogie Sounds Volume 3: 1977-1987«, zusammengestellt von Pascal Rioux, liefert erneut sexy Schmankerl.
Music Review
Mark Renner
Few Traces
Eine Entdeckung, still und verschroben: RVNG Intl stellt Stücke des Musikers und Malers Mark Renner aus den Jahren 1982 bis 1990 zusammen.
Music Review
Onra
Nobody Has To Know
Mit »Nobody Has To Know« hat der französische Producer Onra dem New Jack Swing eine Liebeserklärung gemacht.
Music Review
Franz Ferdinand
Always Ascending
»Slowly Declining« anstatt »Always Ascending«: Franz Ferdinand sind zurück und ihr Sound will nicht mehr recht in die heutige Zeit passen.
Music Review
X.Y.R
El Dorado EP
Ein Russe erträumt sich seinen eigenen Mythos um die Goldstadt, st doch klar, dass das Ergebnis großartig wird.
Music Review
Phew
Voice Hardcore
Seit ihrem Debüt von 1981 hat Phew den Status einer Art Geheimtipp. Nun veröffentlicht die 58-jährige mit »Voice Hardcore« ihr neues Album.
Music Review
Philipp Otterbach
Humans
Frühes Highlight im noch jungen, aber bereits dunklen Jahr: Philipp Otterbachs Musik beklemmt durch Enge und Weite gleichzeitig.
Music Review
Henry Wu & Earl Jeffers
Projections EP
Wenn sich House, Disco und Jazz wegen hoher Mieten eine Couch teilen müssen, entsteht die »Projections EP« von Henry Wu und Earl Jeffers.
Music Review
Various Artists
Brasil
Wieder zu haben: Eine Produktion aus dem Hause Soul Jazz, die den Stand der Brasilien-Begeisterung im England der 1990er Jahre wiedergibt.
Music Review
Roberto Musci & Giovanni Venosta
Urban And Tribal Portraits
Im Auflösen zweier Orte entsteht ein neuer. Genau das will diese Musik. Genau das kann sie. Ein Sonnengruß geht raus an alle.
Music Review
The James Hunter Six
Whatever It Takes
James Hunter beweist mit seinem neuen Album »Whatever It Takes«, dass die wahre Liebe auch jenseits der 50 noch zu finden ist.
Music Review
K. Leimer
Imposed Order / Imposed Absence
Mit »Imposed Order/Imposed Absence« ist die Wiederaufarbeitung des frühen Werks von K. Leimer abgeschlossen.
Music Review
Nils Frahm
All Melody
Die Stimmen, die Nils Frahm stete Harmlosigkeit unterstellen, wird er auch mit »All Melody« nicht abschütteln können.
Music Review
Unknown Artist
Decent International 02
Brachialer Elektro für hedonistische Nihilisten, Müll in der Nase und ein Pfeifen auf den Lippen auf der A-Seite…
Music Review
RAMZi
Pèze-Piton
RAMZi entwirft den faszinierenden 3D-Abdruck einer fernen, wilden Welt. Ihr bislang bestes Album.
Music Review
Various Artists
The B-Music Of Jean Rollin 1968-1973
Jean Rollin drehte seit den späten 1960er Jahren surrealistische und erotische Horrorfilme. Die Musik dazu war nicht minder spannend.
Music Review
Calexico
The Thread That Keeps Us
»The Thread That Keeps Us«, das neue Werk von Calexico, ist rauer, vielfältiger und nicht so konsensorientiert wie noch die letzten Alben.
Music Review
Mika Vainio, Ryoji Ikeda & Alva Noto
Live 2002
»Live 2002« ist das einzige Dokument, dass Mika Vainio, Ryoji Ikeda und Alva Noto gemeinsam auf Tonträger vereint.
Music Review
Nightmares On Wax
Shape The Future
»Shape The Future«, die Zukunft gestalten – das scheint dieser Tage zu fehlen. George Evelyn von Nightmares On Wax geht es zumindest an.
Music Review
Boncana Maïga
Koyma Hondo
Mit der EP »Koyma Hondo« stellt das Reissuelabel Hot Casa den aus Mali stammenden Sänger und Flötisten Boncana Maïga vor.
Music Review
Burnier & Cartier
Burnier & Cartier
Gesamplet von Andres und Moodyman, geliebt von Floating Points und Hunee: Das Debütalbum von Burnier & Cartier wird wiederaufgelegt.
Music Review
Carlos Maria Trindade / Nuno Canavarro ‎
Mr. Wollogallu
Eigentlich dürfte es so etwas nur im Traum geben, eigentlich ist das Musik, die einmal erscheint und dann wieder verschwindet.
Music Review
Panda Bear
A Day With The Homies EP
Panda Bear von Animal Collective veröffentlicht mit »A Day With The Homies« eine EP, die nahtlos an Vergangenes anknüpft.
Music Review
Fondation
Les Cassettes 1980-1983
Eine knapp einstündige Auswahl der drei Releases von Fondation hat Bureau B jetzt unter dem Namen »Les Cassettes 1980-1983« veröffentlicht.
Music Review
Panthera Krause
All My Circuits Pt.1
Wie eine leicht klebrige, dennoch sexy Nacht an einem Wochenende im Frühsommer: Panthera Krauses »All My Circuits Pt.1« ist erschienen.
Music Review
Pye Corner Audio
Where Things Are Hollow
Warum ist Pye Corner Audio kein Star? Das kann man auch nach »Where Things Are Hollow« nicht verstehen.
Music Review
e26quent (Eloquent & dude26)
Niemals Weg
Eloquent und Dude26 sind Wiederholungstäter. Weil sie einen mit »Niemals Weg« zurück zum Tatort von „Gebrochenes Deutsch“ führen.
Music Review
Oddisee & Good Company
Beneath The Surface Live
Oddisee veröffentlicht mit »Beneath The Surface Live« sein erstes Livealbum und hat in Good Company eine richtig gute Band dabei.
Music Review
Lab Rat XL
Mice Or Cyborg
Auf »Mice Or Cyborg« kann man noch einmal nachvollziehen, was Drexciya, die sich hier Lab Rat XL nennen, so besonders macht.
Music Review
Arp Frique
Nos Magia
Rush Hour setzt seine »Rush Hour Store Jams«-Reihe mit »Nos Magia« von Arp Frique endlich fort.