Music Review | verfasst 08.05.2018
Various Artists
Heads Records - South African Disco Dub Edits
Soundway, 2018
Text Martin Silbermann
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Redaktion
Cover Various Artists - Heads Records - South African Disco Dub Edits

Kaum zwei Monate nach der Veröffentlichung von »Gumba Fire« mit südafrikanischem Synthboogie der 1980er Jahre schlägt Soundway mit der EP »Heads Records – South African Disco Dub Edits« in eine sehr ähnliche Kerbe. Das ebenfalls aus Südafrika stammende Label hatte nur von 1982 bis 1984 Bestand; lediglich eine Handvoll Platten erschienen. Dass es sich dabei durchaus um veritable Disco-Hits handelte, beweisen die drei hier versammelten Edits (der vierte Track »Picnic« ist ein Original-Instrumental). Den Anfang macht ein Rework des New Yorkers JKriv: er mixt die Vocal- mit der Dub-Version von William & The Young Fives »You Turn Me On« mit Slap-Bassline und gefilterten Synth-Loops, um damit wohl noch so manche Tanzfläche zu füllen. Ähnlich geht es Sofrito’s Frankie Francis mit Adayes »Turn It Up« an, was mit Partystimmung und feiner Funkgitarre bereits Anfang der 1980er Jahre chartete. In eine etwas andere Richtung dreht dann das ebenfalls von Francis bearbeitete »Thabong«, dem man auch im Bubblegum Dub am ehesten seine afrikanische Herkunft anhört. Zu Drum Machines und Analog-Synths gesellen sich hier Gesänge und Melodien aus der traditionellen Sotho-Musik Südafrikas, was tatsächlich eine recht spezielle, überdrehte Mixtur ergibt. Insgesamt geben die Dub Edits den Tracks wie den Zuhörenden mehr Zeit und Raum – sowohl um sich in Trance zu tanzen als auch zum Abheben und Wegdriften.

Die Compilation »Heads Records – South African Disco Dub Edits« findest du bei hhv.de: Vinyl 12"
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