Music Review | verfasst 25.06.2010
Mathew Jonson
Agents Of Time
Wagon Repair, 2010
Text Paul Okraj
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Redaktion
Cover Mathew Jonson - Agents Of Time

Ein wenig bedächtig, zurückhaltend, man könnte sogar meinen, dass Mathew Jonson sein Solodebüt ein bisschen »balearisch« anklingen lässt. Kaum hat dieser bekannte, warme analoge Sound einen in den Bann gezogen, zieht Jonson die Reißleine und schickt den Hörer mit einem treibenden Schufflebeat und dem nächsten Track auf Reisen. Vorbei an »Thieves in Digital Land«, das repetitiv an seine Großtaten Mitte des vergangenen Jahrzehnts erinnert, in dem er die oberste Chartplatzierung in den Jahresbestenlisten der veritabelsten Techno-DJs der Welt stets sicher hatte, überrascht Jonson auf »Sunday Disco Romance« mit einem Hi-Hat-Monster der Disco-Schule, dessen Basslauf nach anderthalb Minuten Entfaltung James Murphy von DFA vor Ehrfurcht erblassen lassen könnte. Es folgt »Marionette (The Beginning)«. Jonsons wohl größter Hit klingt in der wohl fragmentarischsten Variante deutlich entschlackt und entfaltet doch seine bekannt hypnotische Wirkung. Ähnlich verhält es sich mit »Night Vision«, »Pirates In The 9th« und »New Model Robots«, die auf reduziertem 808-Teppich und 100 BPM-Groove »Marionette« von der Peaktime in die After Hour schleppen. Ja, mit Mathew reist es sich gern.

Das Album »Agents Of Time« von Mathew Jonson findest du bei hhvde.: CD
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