Music Review | verfasst 25.06.2018
Liza Ngwa
Sunshine
Nubiphone, 2018
Text Andreas Schnell
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Redaktion
Cover Liza Ngwa - Sunshine

Eine faszinierende Musik zwischen kamerunischem Folk und einer Art Afrofuturismus, ist auf »Sunshine« zu hören: Neben einer klassischen elektrischen Bandbesetzung sind hier auch Synthesizer im Einsatz, was im Jahre 1980, dem Jahr, in dem dieses zweite Album von Liza Ngwa erstmals erschienen ist, in der kamerunischen Musik nicht unbedingt an der Tagesordnung gewesen sein dürfte. Stilistisch scheint hier einiges von der aufkommenden Disco-Welle mindestens ebenso sehr beeinflusst wie von dem in Liza Ngwas Heimstatstadt Yaounde damals vorherrschenden Bikutsi. Nicht zuletzt ist es allerdings Liza Ngwas Stimme, die mit souveräner Coolness die Songs prägt. Zwei Alben veröffentlichte die Sängerin und Gitarristin, die sich dem Vernehmen nach auch mit Bildhauerei, Schauspiel, Modedesign und Sport beschäftigte, damals. »Sunshine« von 1980 ist ihr zweites, die Songs dafür schrieb sie bis auf einen selbst, und auch der Vertrieb erfolgte in Eigenregie. Wohl auch ein Grund, warum die Originalpressung von »Sunshine« heute zu Mondpreisen erhältlich ist. Aber jetzt ist dieses Kleinod dankenswerterweise wieder auf Vinyl erhältlich.


»Sunshine« von Liza Ngwa findest du bei HHV: Vinyl LP

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