Music Review | verfasst 02.07.2018
A-Team
Trouble
Séance Centre, 2018
Text Tim Caspar Boehme
Deine Bewertung:
8.0
Nutzer (1)
7.6
Redaktion
Cover A-Team - Trouble

Freunde des Funk. Dieses britische A-Team fand 1982 zusammen, mochte Post-Punk und Dub und vertraute sich für seine wohl einzige Nummer den Studiokünsten von Mad Professor an. Was man auch schon im Originalmix von »Trouble« gut heraushören kann. Eine Nummer, die eine Neigung zu Liquid Liquid oder den Landsleuten von A Certain Ratio erkennen lässt, und den handgemachten Aspekt der New Yorker Kollegen allemal in sympathischer Form übernimmt. Nach diesem durchaus soliden Anfang mit Slap Bass und Posaune beginnt die Sache dann besonders in der Dub-Version richtig interessant zu werden beginnt, wenn Mad Professor die einzelnen Spuren des Songs liebevoll zerpflückt und in immer neuen abgespeckten Konstellationen zu voller, echogesättigter Geltung kommen lässt. Für ihre Wiederauflage hat das Label Séance Centre noch einen ausgedehnten zweiten Dub hinzugefügt, der sich nicht ganz zwischen verlängertem Edit und konsequentem Dub entscheiden will, am Ende aber keinen schlechten Mittelweg wählt. Interessant auch, dass einige der beim A-Team Beteiligten längerfristig bei der Musik bleiben sollten: Justin Langlands war später beim Downtempo-Projekt Pressure Drop mit dabei, während Sängerin Chrysta Jones im gepflegten Pop-Duo Workshy weitermachte.


»Trouble« von A-Team findest du bei HHV Records: Vinyl 12"

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 15.02.2018
Eblen Macari
Musica Para Planetarios
»Musica Para Planetarios«, das 1987 von Eblen Macari eingespielte Album, ist nichts weniger als eine verdichtete Kosmologie.
Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Review | verfasst 01.09.2010
Interpol
Interpol
»Interpol« ist die gelungenste Selbstfindung des Jetzt mit zehn unglaublich authentischen und brillanten Songs.
Music Review | verfasst 28.01.2011
Arthur's Landing
Arthur's Landing
Langjährige Weggefährten des Cellisten Arthur Russell finden sich für dieses Tribut zusammen.
Music Review | verfasst 25.01.2011
Thank You
Golden Worry
Grübeln ist die Sache von Thank You nicht. Sie machen einfach, nehmen Schlagzeugstöcke, Gitarre und Bass in die Hände und gewinnen Energie.
Music Review | verfasst 07.02.2011
Gang Of Four
Content
Gang of Four begeben sich nach 16 Jahren Abwesenheit auf die Suche nach dem Original.
Music Review | verfasst 16.06.2011
Bruce Gilbert
This Way to The Shivering man
Bruce Gilbert schuf in der Verbindung von Experiment, Arrangement, Rhythmus und Popappeal ein musikalisches Zeugnis der Achtziger.
Music Review
Maisha
There Is A Place
Das britische Jazz-Sextett Maisha zeigt auf »There Is A Place« wie der Spiritual Jazz in die Jetztzeit zu transportieren ist.
Music Review
Vaudou Game
Otodi
Westafrikanische Musik ist in aller Ohren, Togo wird dabei oft ausgespart. Schade eigentlich. Peter Solo’s Vaudou Game sollte man hören.
Music Review
Mall Grab
How The Dogs Chill Vol.1
Der australische Überflieger Mall Grab hat etwas zu beweisen und deshalb mit Looking For Trouble ein eigenes Label gestartet.
Music Review
Carsten Erobique Meyer
Tatortreiniger Soundtracks
Die »Tatortreiniger Soundtracks« von Carsten Meyer sind jetzt erschienen. Sie zeigen, dass Soundtracks deutscher Fernsehserienetwas taugen.
Music Review
Roc Marciano
Behold A Dark Horse
Die Beats auf »Behold A Dark Horse« gehören zum Besten, was Roc Marciano bislang veröffentlicht hat. Es gibt aber auch Schwächen…
Music Review
Julien Dyne
Teal
»Teal«, das neue Album des Neuseeländers Julien Dyne, ist eine überzeugende Verarbeitung globaler Beats.
Music Review
Charles Bradley
Black Velvet
Vor genau einem Jahr starb Charles Bradley. Nun veröffentlicht Dunham mit »Black Velvet« eine Sammlung von Raritäten, Singles, Bonus Tracks.
Music Review
Bill Ryder-Jones
Yawn
Entgegen dem Titel ist »Yawn«, das vierte Album des ehemaligen The-Choral-GItarristen Bill Ryder-Jones, keineswegs zum Gähnen.
Music Review
Various Artists
JD Twitch presents Kreaturen der Nacht
Der Brite JD Twitch hat für »Kreaturen der Nacht« wirklich ein paar weniger bekannte Stücke aus dem West-Berlin der 1980er Jahre entdeckt.
Music Review
Dead Can Dance
Dionysus
Mit eindrucksvoller Seriosität streben Dead Can Dance auf »Dionysus« nach dem Transzendenten und bleiben ihren Anhängern nichts schuldig.
Music Review
The Gongs Gang
Gimme Your Love
Best Record Italy veröffentlicht die Single »Gimme Your Love«, die einzige Hinterlassenschaft der Band The Gongs Gang.
Music Review
Thom Yorke
OST Suspiria
»Suspiria« ist ein Klassiker. Auch sein Soundtrack wird kultisch verehrt. Ob Thom Yorkes Score für das Remake ähnliche Wellen schlägt?
Music Review
Jens Friebe
Fuck Penetration
Noch nie war er so explizit politisch, noch nie sang er so englisch: Über Jens Friebes neues Album »Fuck Penetration«.
Music Review
Kelly Moran
Ultraviolet
Für Warp eher ungewöhnlich: Kelly Moran entlock auf »Ultraviolet« dem präparierten Klavier unerhörte Klänge.
Music Review
Lucas Croon
Lucas Croon EP
Lucas Croon versteht was von seinem Handwerk. Das hat er bei Stabil Elite gezeigt und auch auf seiner Solo-EP wird das klar.
Music Review
Various Artists
Venezuela 70 Vol.2
Klänge, die am Ende Hoffnung machen: Soul Jazz Records legt den zweiten Teil ihrer Compilation-Reihe »Venezuela 70« vor.
Music Review
G.B. Beckers
Walkman
Günther Beckers ist eigentlich bildender Künstler, was in seinem Kunstverständnis Musik mit einschließt.
Music Review
Julia Holter
Aviary
Mit »Aviary« gelingt Julia Holter ein Album, um sich darin für alle Ewigkeiten zu verlieren.
Music Review
Oneness Of Juju
African Rhytms
Gut Ding will Weile haben: 1975 noch kein Hit lohnt es sich heute die »African Rhytms« von Oneness Of Juju wiederzuentdecken.
Music Review
Chris Bowden
Time Capsule
»Time Capsule«, das revolutionäre Debüt von Chris Bowden aus dem Jahr 1992, wurde nun – 20 Jahre out of print – wiederveröffentlicht.
Music Review
Kurt Vile
Bottle It In
Zwischen all den Banalitäten stecken die kleinen Wunder: Slacker Kurt Vile hat mit »Bottle It In« sein siebentes Album veröffentlicht.
Music Review
Army Of The Pharoahs
The Torture Papers
Das Debüt der Army Of The Pharoahs hatte seinen festen Platz im Hardcore Hip-Hop schon 2006 wegen der verdammt souveränen Texte verdient.
Music Review
Fatima
And Yet It's All Love
»And Yet It’s All Love« von Fatima ist die künstlerische Umsetzung einer romantischen Beziehung – mit allen Hochs und Tiefs.
Music Review
Jlin
Autobiography
Mit »Autobiography« hat Jlin die Musik zu einem Ballett von Wayne McGregor geschrieben und ist so vielfältig wie noch nie zuvor.
Music Review
Cat Power
Wanderer
Der Kampf ist vorüber: Auf ihren letzten Platten klang Cat Power nie so ausgeglichen, so ruhig und so beruhigend wie auf »Wanderer«.
Music Review
Ed Motta
Criterion Of The Senses
Der brasilianische Jazzsänger Ed Motta huldigt auf seinem neuen Album »Criterion Of The Senses« dem Adult Oriented Rock der 1980er Jahre.
Music Review
Marcos Valle
Nova Bossa Nova
Zwanzig Jahre nach Erscheinen klingt der Reissue von Marcos Valles »Nova Bossa Nova« zwar nicht zeitlos, aber klassisch und vielseitig.
Music Review
Various Artists
Studio One Freedom Sounds
Die Ausbeute an tollem Material, an das in regelmäßigen Abständen zu erinnern lohnt, bleibt bei Studio One auch mit dieser Compilation groß.
Music Review
Tim Hecker
Konoyo
Auf »Konyo« befasst sich Tim Hecker mit Raum, heißt mit dem Hiersein und dem Nichtmehr(da)sein. Es ist ein persönliches Album geworden.
Music Review
Janelle Monáe
Dirty Computer
Die Idee bleibt als Kopie erkennbar: Auf ihrem neuen Album »Dirty Computer« weiß Janelle Monáe dem High-End-Sound nichts hinzuzusetzen.
Music Review
Denzel Curry
TA1300
»TA1300«, das neue Album von Denzel Curry, ist Zeugnis der heutigen Entwicklung in den USA und konnte so nur im Jahr 2018 erscheinen.
Music Review
Richenel
Perfect Stranger
Sieht ein aus wie Prince, klingt auch ein bisschen so. Music From Memory veröffentlicht Material des Musikers Richenel.
Music Review
Aphex Twin
Collapse EP
Folge der Kinderstimme, und du wirst ankommen: Für einen »Collapse« macht Aphex Twin einem auf seiner neuen EP erstaunlich gute Laune.
Music Review
Various Artists
Testimony
Knekelhuis legt Zeugnis ab: Die Werkschau »Testimony« stellt die Künstler Sabla, Patrica Kokett, Maoupa Mazzocchetti und Job Sifre vor.
Music Review
Ital Tek
Bodied
Früher noch war Ital Tek seiner Zeit voraus, mit »Bodied« aber schafft er sich seine eigene. Sein sechstes Album ist sein bisher bestes.
Music Review
RAMZi
Phobiza »Amor Fati« Vol.3
Mit »Amor Fati« beschließt RAMZi nach zwei Jahren ihre »Phobiza«-Reihe. Es ist zugleich die konsequenteste Arbeit der Kanadierin.
Music Review
Nat Birchall meets Al Breadwinner
Sounds Almighty
Der britische Saxophnoist Nat Birchall hat sich für sein neues Album »Sounds Almighty« mit dem Dub-Produzenten Al Breadwinner zusammengetan.
Music Review
Umo Vogue
Just My Love EP
Umo Vogue entsprachen bei ihrer Gründung ganz dem Zeitgeist. Mit dem Erfolg wurde es leider dennoch nichts!
Music Review
Black Merlin
Oba Enka EP
Präzise produziert, tanzbar, clubtauglich, aber keine Zaubereri diesmal: Zur neuen »Oba Enka EP« von Black Merlin.
Music Review
SHXCXCHCXSH
SHULULULU
Mit »SHULULULU« bleiben SHXCXCHCXSH Meister ihrer Disziplin, des entrückten Erzählens im Techno.
Music Review
Polaroid
Senza Respiro
Dark Entries hat »Senza Respiro« der italienischen Postpunk-Band Polaroid, 1984 nur auf Kassette erschienen, auf Vinyl wiederveröffentlicht.