Music Review | verfasst 11.07.2018
Various Artists
Studio One Black Man's Pride Vol.2
Soul Jazz, 2018
Text Tim Caspar Boehme , Fotos © Soul Jazz Records
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Redaktion
Cover Various Artists - Studio One Black Man's Pride Vol.2

Erinnerungsarbeit für ein besseres Verständnis des Zusammenhangs von Rastafarianismus und Clement »Sir Coxson« Dodds Studio One, Teil zwei. Soul Jazz haben noch einmal den Katalog der Nummer eins unter den jamaikanischen Studios und Labels durchforstet, um dessen Bedeutung für religiös geprägten Roots Reggae und das damit einhergehende Selbstverständnis und Selbstbewusstsein der beteiligten Musiker in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren hervorzuheben. Dazu gehören wieder einige neu zu entdeckende Seltenheiten: So eröffnet Horace Andy mit dem ergreifenden »Illiteracy«, in dem er den Mangel an Bildung als ansteckende Krankheit anprangert. Von Willie Williams gibt es gar mit dem grundsoliden Song »Calling« seine erste Aufnahme überhaupt. Weniger bekannte Sänger wie Keith Wilson mit dem inbrünstigen „God I God I Say“ sind ebenfalls dabei. Alton Ellis hingegen war mit seiner erweiterten Dub-Version von »Almost Anything« zwar schon vor knapp 20 Jahren auf der Soul Jazz-Compilation »Studio One Showcase Vol.1« vertreten, gefällt in diesem Zusammenhang aber auch. Und »Adis A Wa Wa« von Bobby Kalphat & The New Establishment, eine Instrumentalversion von Horace Andys Hit »Skylarking«, könnte einem schon mal in der einen oder anderen Form begegnet sein (Lee »Scratch« Perry etwa machte daraus »Rude Walking«), der vorliegenden Fassung schadet das jedoch kein bisschen. Was Ernest Wilson schließlich in seinem mit über acht Minuten eindeutig längsten Beitrag singt, dürfte übrigens für einen gut Teil der übrigen Musiker genauso gelten, ob sie es nun explizit sagen oder nicht: »I was born a freedom fighter.«


Die Compilation »Studio One Black Man’s Pride Vol.2 – Righteous Are The Sons And Daughters Of Jah« findest du bei HHV: Vinyl 2LP

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