Music Review | verfasst 15.07.2018
Ground
Sunizm
ESP Institute, 2018
Text Tim Caspar Boehme , Fotos © ESP Institute
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Redaktion
Cover Ground - Sunizm

Bei ESP Institute kann man eigentlich immer Musik erwarten, die ein bisschen neben der Spur ist. Das Label legt sein Gewicht ja weniger auf das funktionsmäßig Geradlinige und klar Konturierte, sondern sucht mit untrüglichem Gespür am Rand des Clubgeschehens die Dinge heraus, die ihm am ehesten zusagen. Nicht, dass sich nicht auch andere Labels dieses verquer-gemütlichen Hybridsounds angenommen hätten, der auf kleine bis allerkleinste Tanzflächen zurechtgeschnitten ist, aber ESP haben da schon eine eigene Nische, die sie für sich reklamieren können. Auftritt Ground. Aus Osaka, nicht viel veröffentlicht bisher, von dem umfassend Notiz genommen wurde. Eine EP war schon auf dem Label als Vorgeschmack erschienen, jetzt kommt mit »Sunizm« ein komplettes Album hinterher. Mit Beat, oft pumpt da etwas gerade heraus, drum herum klackert, raschelt und ploppt jedoch so allerhand, das dem Groove zuträglich ist, ohne sofort Überblick zu gewähren. Stimmen können ebenso unvermittelt auftauchen, Laute von sich geben, klar singen, kommt ganz darauf an. Sanfte Synthesizer vertragen sich damit bestens. Und gesamplete Radioansagen auf Deutsch? Warum nicht? Gegen Langeweile uneingeschränkt zu empfehlen. Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen.


»Sunizm« von Ground findest du bei HHV: Vinyl LP

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