Music Review | verfasst 07.08.2018
Andy Compton / Shamrock
Bunny Cow
Lumberjacks In Hell, 2018
Text Andreas Brüning
Deine Bewertung:
7.5
Nutzer (2)
7.5
Redaktion
Cover Andy Compton / Shamrock - Bunny Cow

Andy Compton hat in den letzten 20 Jahren u.a. als Teil des Trios The Rurals ungefähr 30 Alben und 120 EPs veröffentlicht. Seit vier Jahren tourt der House-Producer aus Bristol zudem regelmäßig in Südafrika. Dabei lernte er mit dem Gitarristen Shamrock und dem Conga-Spieler und Perkussionisten Bongani gleich zwei an diesem Projekt beteiligte Musiker kennen. Die Basis der auf »Bunny Chow« versammelten und auf Marcel Vogels Label Lumberjacks In Hell veröffentlichten vier Songs entstanden alle unter dem Einfluss von südafrikanischem 1980er Jahre Disco und Bubblegum und ganz konkret beim Jammen über ein paar Vintage Drum Machines. Shamrock spielt zu deren treibend groovenden Rhythmen und einigen knochentrockenen Bassläufen seine swingende Jazz-Gitarre, die er in Soloparts immer wieder unisono mit Johnny Guitar Watson-artiger Vokalisation unterstützt. Später stieß dann die Swahili-Sängerin Asali Msanii dazu und der New Yorker Kafele steuerte einige funky perlende Trompetenläufe bei. Die dabei entstandene Musik ist eine ganz eigene Art Live-House, beeinflusst von balearischen Klängen und Bossa Nova, 100%ig tanzbar, durchgehend optimistisch, sommerlich leicht und absolut entspannt.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Marsimoto
Ring der Nebelungen
Marsimoto ist zurück und hält mit »Ring der Nebelungen« einige Trümpfe in der Hand, kratzt inhaltlich aber leider nur an der Oberfläche.
Music Porträt | verfasst 11.06.2015
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Review
Brötzmann / Leigh
Sparrow Nights
Im Widerspiel von Harmonie und Kakofonie wird auf »Sparrow Nights« von Peter Brötzmann und Heather Leigh ein Lied unserer Gegenwart gesungen
Music Review
Best Available Technology
Enginetics & Plasmalterations
Schicht auf Schicht moduliert Best Available Technology auf »Enginetics & Plasmalterations« seine Stücke und ist dabei besser denn je.
Music Review
Takehisa Kosugi
Catch-Wave
Wenn nur die Idee zählt, der Mut, dann gehört »Catch-Wave« von Takehisa Kosugi zu den besten musikalischen Werken der Avantgarde.
Music Review
Hieroglyphic Being & The Truth Theory Trio
Journey Through The Outer Darkness From The Inner Light
»Journey Through The Outer Darkness From The Inner Light« ist der achte (!) Release von Hieroglyphic Being im Jahr 2018 – und sein bester.
Music Review
Nels Jenstad
Ships/Moondog
Auf Fri Form sind mit »Ships/Moondog« jetzt zwei Stücke des Musikers Nels Jenstad veröffentlicht worden.
Music Review
Veronica Vasicka
In Silhouette
Seit 13 Jahren veröffentlicht Veronica Vasicka die Musik anderer. Nun ist erstmals eines ihrer eigenen Stücke veröffentlicht worden.
Music Review
Os Catedraticos
Ataque
Das erstmals 1965 veröffentlichte Album »Ataque« von Eumir Deodatos’ Os Catedraticos wurde bei Far Out wiederveröffentlicht.
Books Review
Brüno & Hervé Bourhis
Black & Proud
Das Buch »Black & Proud« spürt den Weg vom Blues zum Rap nach. Die deutschsprachige Ausgabe erschien vor kurzem im Berliner Avant-Verlag.
Music Review
Love Songs
Inselbegabung
Jeder der drei Tracks auf der neuen EP »Inselbegabung« von Love Songs schreit direkt: Kunst!
Music Review
Félicia Atkinson & Jefre Cantu-Ledesma
Limpid As The Solitudes
Félicia Atkinson und Jefre Cantu-Ledesma tun sich wieder zusammen. »Limpid As The Solitudes« versammelt Musik über bessere Zeiten.
Music Review
Pearson Sound
Rubble
Auf der Vinyl 12" »Rubble« sind gleich drei neue Tracks von Pearson Sound vertreten. Ein weiterer Vorgeschmack auf ein zweites Album?
Music Review
Garrett
Private Life II
Flächiger, verspielter, ein bisschen mehr Jazz liefert Dâm-Funk unter dem Pseudonym Garrett auf seinem Album »Private Life II«.
Music Review
Afro National
African Experimentals (1972-1979)
Die Musik von Afro National aus Sierra Leone kann nun auf »African Experimentals (1972-1979)« wieder nachgehört werden.
Music Review
Indio
Inca
Delsin legt drei Tracks von John Beltrans Indio-Projekt mit Sam McQueen und Seth Taylor sowie eine Solo-Produktion neu auf.
Music Review
Ric Kaestner
Music For Massage II
Auf »Music For Massage II« entschleunigte Ric Kaestner 1983 seine Musik so dermaßen, dass sie schwebt und nur so in der Luft liegt.
Music Review
Brown Sugar
I'm In Love With A Dreadlocks
Sie waren in den ausgehenden Siebzigern Pionierinnen des britischen Reggae. Soul Jazz widmet Brown Sugar eine Retrospektive.
Music Review
Mansur Brown
Shiroi
Für sein Debüt »Shiroi« hat der Gitarrist Manusr Brown den Pianisten Robert Glasper und den Bassisten Thundercat gewonnen.
Music Review
Black Merlin
Kosua
Für »Kosua« begab sich Black Merlin in den Urwald Papua-Neuguineas und zeichnete das Konzert von Insekten, Vögeln, Pflanzen und Winden auf.
Music Review
Drew McDowall
The Third Helix
Psychedelisches aus dem Computer: Coil’s Drew McDowall legt mit »The Third Helix« sein drittes Soloalbum vor.
Music Review
Jean C. Roche
Birds Of Venezuela
Auf »Birds Of Venzuela« ist drin, was draufsteht. Doch jetzt dranbleiben, denn was du da zu hören bekommst, ist von entwaffnender Schönheit.
Music Review
SHXCXCHCXSH
OUFOUFOF
SHXCXCHCXSH brechen auf »OUFOUFOF« noch radikaler mit gängigen Erwartungen an pulsierende Beats und tiefenwirksame Melodien.
Music Review
Exael
Collex
Huerco S. nimmt das Projekt Exael unter Vertrag. Das Album »Collex« bietet auf den ersten Blick Entspannung und auf den zweiten noch mehr.
Music Review
K. Leimer
Music For Land And Water
Damals Notbremse, heute Rückwärtsgang: Das Reissue von K. Leimers »Music For Land And Water« kommt gerade zur rechten Zeit.
Music Review
Bayete
Blue Monday/Open Your Heart (Vula)
Mit der Vinyl 12" »Blue Monday/Open Your Heart (Vula)« gelang Bayete 1986 der Durchbruch. Der Weg bis dato war steinig und schwer.
Music Review
Ströer Duo
Fluchtweg Madagaskar
Ungezwungen virtuos hatten das Ströer Duo auf ihrem Debüt »Fluchtweg Madagaskar« bereits ihre Ausnahmequalitäten konsolidiert.
Music Review
Thurston Moore
Klangfarbenmelodie
Feedback ist Trumpf. Mit »Klangfarbenmelodie« werden alte Aufnahmen von Thurston Moore und Tom Surgal wiederveröffentlicht.
Music Review
The Good, The Bad & The Queen
Merrie Land
The Good, The Bad & The Queen veröffentlicht ihr zweites Album »Merrie Land«. Das zeigt, wie aktuell noch immer das 11 Jahre alte Debüt ist.
Music Review
Various Artists
M/N
Mit der siebten Compilation »M/N« erlebt Mélodies Souterraines wohl seinen »Café del Mar«-Moment. Was in dem Fall nichts Schlechtes heißt.
Music Review
Michele Mercure
Beside Herself
In der Flut minimalistischer Synthesizermusik sticht Michele Mercure heraus. RVNG Intl veröffentlicht mit »Beside Herself« eine Werkschau.
Music Review
Khidja
Impossible Holidays Remixes
Über ein Jahr nach dem Erscheinen von Khidjas »Impopssible Holidays« schiebt Hivern Disc nun eine Remix-EP hinterher.
Music Review
Maisha
There Is A Place
Das britische Jazz-Sextett Maisha zeigt auf »There Is A Place« wie der Spiritual Jazz in die Jetztzeit zu transportieren ist.
Music Review
Vaudou Game
Otodi
Westafrikanische Musik ist in aller Ohren, Togo wird dabei oft ausgespart. Schade eigentlich. Peter Solo’s Vaudou Game sollte man hören.
Music Review
Mall Grab
How The Dogs Chill Vol.1
Der australische Überflieger Mall Grab hat etwas zu beweisen und deshalb mit Looking For Trouble ein eigenes Label gestartet.
Music Review
Carsten Erobique Meyer
Tatortreiniger Soundtracks
Die »Tatortreiniger Soundtracks« von Carsten Meyer sind jetzt erschienen. Sie zeigen, dass Soundtracks deutscher Fernsehserienetwas taugen.
Music Review
Roc Marciano
Behold A Dark Horse
Die Beats auf »Behold A Dark Horse« gehören zum Besten, was Roc Marciano bislang veröffentlicht hat. Es gibt aber auch Schwächen…
Music Review
Julien Dyne
Teal
»Teal«, das neue Album des Neuseeländers Julien Dyne, ist eine überzeugende Verarbeitung globaler Beats.
Music Review
Charles Bradley
Black Velvet
Vor genau einem Jahr starb Charles Bradley. Nun veröffentlicht Dunham mit »Black Velvet« eine Sammlung von Raritäten, Singles, Bonus Tracks.
Music Review
Bill Ryder-Jones
Yawn
Entgegen dem Titel ist »Yawn«, das vierte Album des ehemaligen The-Choral-GItarristen Bill Ryder-Jones, keineswegs zum Gähnen.
Music Review
Various Artists
JD Twitch presents Kreaturen der Nacht
Der Brite JD Twitch hat für »Kreaturen der Nacht« wirklich ein paar weniger bekannte Stücke aus dem West-Berlin der 1980er Jahre entdeckt.
Music Review
Dead Can Dance
Dionysus
Mit eindrucksvoller Seriosität streben Dead Can Dance auf »Dionysus« nach dem Transzendenten und bleiben ihren Anhängern nichts schuldig.
Music Review
The Gongs Gang
Gimme Your Love
Best Record Italy veröffentlicht die Single »Gimme Your Love«, die einzige Hinterlassenschaft der Band The Gongs Gang.