Music Review | verfasst 13.08.2018
Gyedu-Blay Ambolley
Gyedu-Blay Ambolley
Analog Africa, 2018
Text Tim Caspar Boehme , Fotos © Analog Africa
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Cover Gyedu-Blay Ambolley - Gyedu-Blay Ambolley

So ruft man den Allmächtigen an! Synthesizer bei die Bläser, funky Gitarren, ein rollender Bass und als festes Fundament ein federndes Schlagzeug, dazu Sätze wie »God is love« – fertig ist »The Mesage«. Gyedu-Blay Ambolley, ihr Schöpfer, gehört zu den ghanaischen Highlife-Heroen, genauer gesagt, wird er als »Godfather of Hiplife« gehandelt, weil der Multiinstrumentalist als erster Musiker seines Landes den Highlife mit Rap kombiniert hat. In den 1970er Jahren, wohlgemerkt. Und »The Message« war keineswegs vom gleichnamigen Klassiker seines US-amerikanischen Kollegen Grandmaster Flash inspiriert, denn Gyedu-Blay Ambolley hat seine Botschaft 1980 und damit schon zwei Jahre früher aufgenommen. Dabei war es nicht nur der Sprechgesang, sondern eben auch die elektronische Instrumentierung, mit der er sich als Innovator betätigte. Dass man speziell von diesen vier Nummern mit ihrem glasklaren Bekenntnis zum Funk – man nehme allein das gründlich elektrifizierte Schlussstück »Burkina Faso« – bisher nicht viel gehört haben dürfte, liegt wohl daran, dass diese Aufnahmen aus den 1980er Jahren jahrzehntelang schlicht nicht zu finden waren. Analog Africa haben das jetzt geändert. Und siehe, es war gut.

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