Music Review | verfasst 31.10.2018
Lucas Croon
Lucas Croon EP
Aiwo, 2018
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Lucas Croon - Lucas Croon EP

Stabil Elite, Bar – ohne Lucas Croon würde es diese Beiträge zur geschichtsbewussten Erneuerung des Musikwesens von Düsseldorf in dieser Form nicht geben. Vor allem nicht mit ihren stilechten Synthesizersounds, die dem Namen der Stadt stets zur Ehre gereichen. Auch solo demonstriert Lucas Croon, wie kaum anders zu erwarten, dass er vom Umgang mit analogem Elektronikgerät sehr viel versteht und zugleich davon, wie man einen gut abgehangenen Groove im gemessenen Tempo zusammenstellt, mit trockenem Breakbeat, bouncy Bass und was sonst so noch dazugehört. Alles minutiös arrangiert und sauber gearbeitet. Mitunter verlässt er sich dabei ein bisschen zu sehr auf diese Grundzutaten und lässt die Dinge etwas statisch vor sich hin laufen. Die Produktionen stimmen durchweg, von den dünnen Elektroorgelakkorden über den metallischen Bass bis hin zum stoisch zischenden White Noise der Perkussion bleiben keine Wünsche offen. Doch am Ende bleibt man mit dem Eindruck zurück, dass Lucas Croon hier in erster Linie vier Fingerübungen abgeliefert hat, gegen die im Grunde nichts einzuwenden ist. Außer dass sie sich eine Spur zu stark selbst genügen. Einen Ort hat diese Musik sicherlich. Er wird allerdings eher im Hintergrund zu finden sein.

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