Music Review | verfasst 06.12.2018
Pearson Sound
Rubble
Pearson Sound, 2018
Text Nils Schlechtriemen
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Redaktion
Cover Pearson Sound - Rubble

Ein weiterer Vorgeschmack auf ein anstehendes zweites Album? Nachdem er im letzten Jahr mit der EP »Robin Chasing Butterflies« schon eine Fortentwicklung des vielseitigen Debüts versuchte, legt David Kennedy nun ähnlich ambitioniert nach. »Rubble« umfasst drei einigermaßen unterschiedliche Pearson Sounds zwischen UK Bass, Dubstep und House für Euphoriker, denen in puncto Produktion nur wenig anzukreiden ist. Der Titeltrack massiert mit Breakbeat und Synthwave-affinen Samples ordentlich durch, verleitet stellenweise gar zum Nicken und wirkt in der Ausführung schlicht routiniert. »Earwig« nimmt Bass und Tempo zugunsten geschmeidiger Future-Garage-Elemente raus und schielt hinüber zu Zomby, wo passende Grooves sowie das nötige Understatement auf die Wiederverwertung warten. Minimalistisch und düster durchstilisiert ist das, damit sogleich auch der Gegenentwurf zum abschließenden Track. »Our Spirits Soar« gerät nämlich zur eigentlichen Überraschung dieser EP, die ansonsten einfach nur okay wäre. Den aufkeimenden Melodien entnimmt man schon in der ersten Minute, dass hier eigentlich Gänsehaut folgen muss, wenn jetzt nichts falsch läuft. Erleichtert darf man sich dann in herrlich sehnsüchtigen Pads verlieren, die der in London residierende Mitgründer von Hessle Audio über einen krossen Beat fließen lässt und mit Vocal-Samples garniert, denen viele wahrscheinlich irgendwann in den Viva-Charts der frühen 2000er schon mal begegnet sind – das kann auch mal etwas Gutes sein! Sollte es mehr davon geben, bleibt der nächste Langspieler zumindest keine Randnotiz.

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