Music Review | verfasst 24.12.2018
Calender
It's A Monster
Tidal Waves, 2018
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Calender - It's A Monster

Ein Album, das nach 32 Jahren zum ersten Mal wieder aufgelegt wird. Erschienen seinerzeit auf einem Label – Pi Kappa Records, benannt nach den Initialen des Betreibers Paul Kyser –, mit gerade mal vier Bands im Katalog. Der sich wiederum auf 13 Titel mit drei Alben beschränkt. Übersichtlich. Kann man schon mal übersehen. Wäre aber schade. Dafür hat sich jetzt das stilistisch aufgeschlossene Reissue-Label Tidal Waves Music der Sache angenommen. Und das ergibt Sinn. Denn was die Band Calender, die der Labelchef höchstpersönlich ins Leben rief und deren einziges Album »It’s A Monster« er als Produzent und Arrangeur betreute, da abgeliefert hat, ist feinster Funk mit Disco im Anzug. Man nehme etwa die Streicher in ihrer einzigen Single »Hypertension«. Die erreicht ihre kritische Tanzbodenfüllermasse ganz ohne formelhafte Kitsch-Momente, wie sie bei Disco oft ja irgendwie dazugehören. Hier ist das »Orchester« eine weitere Stimme im großen Ganzen. Nicht, dass das dick Aufgetragene nicht auch schön ist, aber hier gibt es jedenfalls mal einen anderen, eigenen Akzent. Man wundert sich ein bisschen, warum diese Band und ihre Musiker anscheinend nichts anderes auf Platte hinterlassen haben. Denn die konnten das. Auch bei ihrem »Ritmo Latino« auf Cha-Cha-Cha-Basis gibt es keine Bedenken anzumelden. Take the Time (to See Beauty Around You). In diesem Fall genügen 36 Minuten.

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