Music Review | verfasst 24.11.2010
Ebo Taylor
Love & Death
Strut, 2010
Text Fabian Heinz
Deine Bewertung:
8.0
Nutzer (2)
7.5
Redaktion
Cover Ebo Taylor - Love & Death

Er ist einer der bekanntesten Musiker Ghanas und tritt nun mit seinem ersten neuen Studio-Album seit über zwanzig Jahren auf den Plan: Ebo Taylor. Bereits in den 1950er und 1960er Jahren machte sich der Mann aus Ghana einen Namen als Frontmann der wichtigsten Bands der westafrikanischen Highlife-Szene, wie den Stargazers oder der Broadway Dance Band. Dabei zeigte er sich nicht nur als Frontmann aktiv, auch sein Talent zum Komponieren sprach sich schnell herum. Nach einem Abstecher nach England, den er neben dem Studieren auch zur Weiterentwicklung der Highlife-Musik durch Jazz-Elemente nutze, kam er Anfang der 1970er Jahre wieder nach Ghana und arbeitete dort unter anderem als Produzent und Songwriter für andere führende ghanaische Musiker. In Zusammenarbeit mit der Afro Beat Academy in Berlin, motivierte sich Taylor nun nach 20jähriger Abstinenz ein neues Album aufzunehmen, welches neben Neu-Auflagen von älteren Stücken, wie etwa »Love And Death« oder »Victory« auch komplett neue Stücke enthält. Auf insgesamt acht Tracks zeigt uns der Altmeister, dass er nichts verlernt hat und dass die Mischung aus Highlife, Afro-Beat und Funk auch im Jahre 2010 noch genauso schön klingt wie in den Anfangstagen.

Das Album -Love & Death__ von Ebo Taylor findest du bei hhv.de: 2LP CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Porträt | verfasst 10.11.2010
Ebo Taylor
König des Highlife
Mit »Love & Death« erscheint dieser Tage das erste international vertriebene Album der Highlife- und Afrobeat-Koriphäe.
Music Interview | verfasst 25.12.2010
Ebo Taylor
Es war eine tolle Zeit
Von seiner Schulzeit in Ghana, über seine Freundschaft mit Fela Kuti, bis hin zu Usher und Ludacris: Das Gespräch mit der 74-jährigen Afro-beat-Koryphäe Ebo Taylor spannt einen weiten Bogen
Music Bericht | verfasst 29.11.2012
Ebo Taylor
Live am 27.11. in der Desi in Nürnberg
Ebo Taylor ist eine Legende des Highlife. Der Ghanaer und die siebenköpfige Afrobeat Academy aus Berlin machten in Nürnberg für ein Konzert halt. Im Club Desi blieb man an diesem Abend nicht lange auf seinen Stühlen.
Music Review | verfasst 19.03.2014
The Souljazz Orchestra
Inner Fire
The Souljazz Orchestra spielen auf »Inner Fire« ihre hochkomplexen Rhythmen aus Afrobeats, Egyptian Jazz, Latin Styles, Funk und Soul.
Music Review | verfasst 28.09.2016
Pat Thomas
Coming Home (Classics 1969-1981)
Man gab Pat Thomas den Titel »die goldene Stimme Afrikas«. Strut Records ehrt ihn jetzt mit einer weiteren, 3LP starken Compilation.
Music Review
Burnier & Cartier
Burnier & Cartier
Gesamplet von Andres und Moodyman, geliebt von Floating Points und Hunee: Das Debütalbum von Burnier & Cartier wird wiederaufgelegt.
Music Review
Carlos Maria Trindade / Nuno Canavarro ‎
Mr. Wollogallu
Eigentlich dürfte es so etwas nur im Traum geben, eigentlich ist das Musik, die einmal erscheint und dann wieder verschwindet.
Music Review
Panda Bear
A Day With The Homies EP
Panda Bear von Animal Collective veröffentlicht mit »A Day With The Homies« eine EP, die nahtlos an Vergangenes anknüpft.
Music Review
Fondation
Les Cassettes 1980-1983
Eine knapp einstündige Auswahl der drei Releases von Fondation hat Bureau B jetzt unter dem Namen »Les Cassettes 1980-1983« veröffentlicht.
Music Review
Panthera Krause
All My Circuits Pt.1
Wie eine leicht klebrige, dennoch sexy Nacht an einem Wochenende im Frühsommer: Panthera Krauses »All My Circuits Pt.1« ist erschienen.
Music Review
Pye Corner Audio
Where Things Are Hollow
Warum ist Pye Corner Audio kein Star? Das kann man auch nach »Where Things Are Hollow« nicht verstehen.
Music Review
e26quent (Eloquent & dude26)
Niemals Weg
Eloquent und Dude26 sind Wiederholungstäter. Weil sie einen mit »Niemals Weg« zurück zum Tatort von „Gebrochenes Deutsch“ führen.
Music Review
Oddisee & Good Company
Beneath The Surface Live
Oddisee veröffentlicht mit »Beneath The Surface Live« sein erstes Livealbum und hat in Good Company eine richtig gute Band dabei.
Music Review
Lab Rat XL
Mice Or Cyborg
Auf »Mice Or Cyborg« kann man noch einmal nachvollziehen, was Drexciya, die sich hier Lab Rat XL nennen, so besonders macht.
Music Review
Arp Frique
Nos Magia
Rush Hour setzt seine »Rush Hour Store Jams«-Reihe mit »Nos Magia« von Arp Frique endlich fort.
Music Review
Mall Grab
Feel U EP
Collect-Call kramt die »Feel U EP« von Mall Grab wieder aus. Sie gehört in jeder gut sortierte Plattensammlung.
Music Review
Elektro-Dschungel
Kebab Und Andere Träume
Wiesbaden, die Vermittler-Stadt zwischen Okzident und Orient. Klingt funny, war aber mal so.
Music Review
Terekke
Plant Age
»Plant Age« von Terekke ist tief schwebender House, der klingt wie der Wind auf der Fahrradfahrt heim nach einer durchtanzten Nacht.
Music Review
Blu & Exile
In The Beginning: Before The Heavens
»In The Beginning: Before The Heavens« versammelt jene Tracks von Blu & Exile, die es nicht auf »Below The Heavens« geschafft haben.
Music Review
Touche'
Just Like A Doorknob
Best Record Italy veröffentlicht das zuerst 1983 erschienen Disco-Boogie-Stück »Just Like A Doorknob« von Touche’ erneut.
Music Review
JK Flesh
Exit Stance
Wenn Justin Broadrick Techno macht, nennt er sich JF Flesh. Auf Downwards ist jetzt die Vinyl 12" »Exit Stance« erschienen.
Music Review
Betonkust & Uj Bala
DDS001 EP
Dalmata Daniel startet eine neue »Split Series«. Den Anfang machen Betonkust und Uj Bala mit sechs seligen Tracks.
Music Review
Apollo Brown & Planet Asia
Anchovies
Apollo Browns Boom Bap kommt hier meistohne Bap aus. Mit Planet Asias dunkel getöntem Patriarchen-Flow verträgt sich das sehr gut.
Music Review
Visible Cloaks
Lex EP
Musik folgt in der Regel bestimmten Gesetzen. Visible Cloaks loten sie auf ihrer neuen EP »Lex« aus.
Music Review
The Bug
Bad / Get Out The Way – 12"
Auch nach 20 Jahren nichts an Kraft verloren: The Bug hat mit »Bad / Get Out The Way« eine neue Vinyl 12" auf Ninja Tune veröffentlicht.
Music Review
Various Artists
Deutsche Elektronische Musik 3
Die zweistündige Compilation »Deutsche Elektronische Musik 3« gehört den entrückten Sounds. Eine irre Fundgrube.
Music Review
Piero Umiliani (M. Zalla)
Africa / Continente Nero Bundle
Genauso hätte man sich das Ergebnis vorab ausgemalt, wenn die italienische Soundtrack/Library-Legende sich an afrikanischen Klängen versucht
Music Review
Talib Kweli
Radio Silence
Conscious Rapper bleib bei deinen Leisten. Und das macht Talib Kweli dann auch überwiegend, auf seinem achten Studioalbum »Radio Silence«.
Music Review
Pascal Comelade
Paralelo
Die Reissue von Pascal Comelades Debüt kommt in aufgespeckter Version. Das macht es nicht leichter.
Music Review
Tony Caro & John
All On the First Day
Das 1972 veröffentlichte Debütalbum »All On the First Day« der britischen Band Tony, Caro & John wird bei Tapete wiederveröffentlicht.
Music Review
Noel Gallagher's Hugh Flying Birds
Who Built The Moon?
Ein wurschtiges Album: Noel Gallagher’s Hugh Flying Birds denken auf »Who Built The Moon?« keinen Song zu Ende.
Music Review
Conga Square
Secada Mondatta
»Secada Mondatta« dürfte seinen Platz in den Sets der Ivkovices und Wilikensens finden.
Music Review
Little Simz
Stillness In Wonderland
»Stillness In Wonderland«, Little Simz Adaption des Märchens von Lewis Caroll aus dem vergangenen Jahr, ist nun auch auf Vinyl erschienen.
Music Review
Bitchin Bajas
Bajas Fresh
Zeitgemäßes Hippietum: Mit »Bajas Fresh« wachsen Bitchin Bajas noch einmal ein bisschen über sich hinaus.
Music Review
Sharon Jones & The Dap-Kings
Soul Of A Woman
Vor genau einem Jahr ist Sharon Jones verstorben. Nun erscheint ihr letztes, wieder mit den Dap-Kings eingespieltes Album »Soul Of A Woman«.
Music Review
Brian Blade & The Fellowship Band
Body And Shadow
»Body And Shadow«, das fünfte Album von Brian Blade & The Fellowship Band, ist ein ob seiner Kürze umso entschlossener wirkendes Album.
Music Review
M.E.S.H.
Hesaitix
Aus »Hesaitix« nimmt M.E.S.H. Abstand von den brutalen Klangdekunstruktionen vergangener Veröffentlichungen.
Music Review
Various Artists
Pantsula!
DJ Okapi und Antal haben für Rush Hour die Compilation »Pantsula! – The Rise of Electronic Dance Music in South Africa« zusammengestellt.
Music Review
Keiji Haino, Jim O'Rourke & Oren Ambarchi
This Dazzling, Genuine »Difference« Now Where Shall It Go?
Auf »This Dazzling, Genuine ›Difference‹ Now Where Shall It Go?« finden sich Keiji Haino, Jim O’Rourke und Oren Ambarchi erneut zusammen.
Music Review
Call Super
Arpo
Überraschen geht immer noch. Auch in der elektronischen Musik. »Arpo«, das neue Album von Call Super, überrascht.
Music Review
Gabor Szabo
Dreams
Es muss ja eben nicht immer voran gegangen werden, wenn Ort und Stelle genießbar sein sollen.
Music Review
Angel Olsen
Phases
»Phases« zeigt zwischen 2010 und 2016 entstandenes Material der Sängerin und Songwriterin Angel Olsen.
Music Review
Serge Gainsbourg & Jean-Claude Vannier
Les Chemins De Katmandou
Würde man 10km gegen jeden Pot-Smoke erkennen als Album der beiden. Musste aber erstmal aus den Flammen gerettet werden.
Music Review
Spirit Fest
Spirit Fest
Wenn hier »Supergroup« auf dem Beilagenzettel steht, bekommst du eine Gruppe Musiker ohne Allüren: Zum Debüt von Spirit Fest.
Music Review
Spinning Coin
Permo
Für ein Debüt erstaunlich ausgereift: Spinning Coin ist mit »Permo« ein abwechslungsreiches Album gelungen.
Music Review
Eye
Cocktail Mexico
Unwiderstehlich, aber nicht unabdingbar: Eye legt nach ihrem umwerfenden Debüt-Album eine EP vor.