Music Review | verfasst 01.07.2010
Autechre
Move Of Ten
Warp, 2010
Text Karim Chughtai
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7.0
Redaktion
Cover Autechre - Move Of Ten

Wohl kein anderes Indie-Label, mit Ausnahme von Ninja Tune, bleibt seiner experimentierfreudigen Leitlinie so treu wie Warp. Die Anhänger wissen dies zu schätzen, hier darf man sich austoben. Experimente sind kein Tabubruch, vielmehr erwünschte Pflicht. Eben: Weird And Radical Projects. Die erfahrenen Hasen, Sean Booth und Rob Brown, kennen sich nicht nur in der akustischen Verstörung bestens aus, in diesem Jahr haben sie auch offensichtlich zu ihrer alten Form zurückgefunden. Obwohl ihr aktuelles Album Oversteps noch gefeiert wird und der Release gerade mal vier Monate zurückliegt, hat sich aus der Arbeit ein Überschuss ergeben, der jetzt eigene Beachtung finden mag. Move Of Ten speist keinen unbrauchbaren Ausschuss roher, kryptischer Skizzen ab, sondern füttert einen deepen Nachfolger, der stilsicher von sperrigen Rhythmen, extraterrestrischen Sounds und kargen, kalten Grooves lebt. Leicht schizophren, leicht psychedelisch. Kein unbekanntes Terrain für die Verfolger des Labels, waren Squarepusher, Aphex Twin oder eben Autechre schon immer mehr Erlebnis als tanztaugliches Vergnügen. Da stört sich das gebildete Klientel sicherlich auch nicht an unaussprechlichen Songtiteln.

Das Album Move Of Ten von Autechre findest du bei hhv.de:CD
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