Music Review | verfasst 17.09.2010
DJ Nate
Da Trak Genious
Planet µ, 2010
Text Paul Okraj
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Redaktion
Cover DJ Nate - Da Trak Genious

»Footwork« oder »Juke« heißt also der neueste Hype, zu dem die Kids in Chicago tanzen und der sich via YouTube oder europäischen Plattenverlegern wie Planet µ auch anderswo verbreiten soll. Also sichert man sich die Rechte am Backkatalog eines 20jährigen Grünschnabels namens DJ Nate, der in den letzten Jahren die Soundschule seiner Stadt um Nuancen verfeinert, gekonnt fortführt und das »Ghetto« wieder zurück in die Clubs bringt. In der Tradition von Ghetto House eines DJ Funk, der sich Anfang der 1990er Jahre von Chicago, Illinois rasant ausbreitete, über die Ghettotech-Schiene eines DJ Assault, der vor wenigen Jahren den Vibe noch einmal aufgriff, kurbelt DJ Nate das Tempo noch einmal an, schleudert einen hochgepitschen, grob gechoppten R&B-Tune nach dem anderen aus seiner MPC, schneidert Bass nach Maß auf seine sechzehn Pads und feuert Rimshot-Salven, dass einem die Ohren schlackern. Lil’Wayne oder Marvin Gaye, da bestehen keine Berührungsängste, denn bei 160 Beats in der Minute darf man – nein, man muß! – schon auf die Freundschaft trinken. Let da Beat build! Es stottert, es klimpert, es jackt, es brummt, alles wild durcheinander. Ja, das ist der heiße Scheiß, da bestehen keine zwei Meinungen.

Das Album Da Trak Genious von DJ Nate findest du bei hhv.de: LP | CD
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