Music Review | verfasst 21.03.2019
Jura Soundsystem
Monster Skies EP
Temples Of jura, 2019
Text Philipp Kunze
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Redaktion
Cover Jura Soundsystem - Monster Skies EP

Kevin Griffith (Macher von Isle Of Jura) hat einfach mal alles rausgelassen, was ihm selbst Spaß macht. Das ist erfahrungsgemäß: Disco, House, Dub, immer bemüht um den richtigen Spritzer Weirdness. Als Jura Soundsystem hat sich Griffith das alles selbst auf eine EP produziert. »Monster Skies« klingt als wäre bei jemand Soulseek kaputt gegangen und als hätte dieser jemand sich dann einfach kurzerhand die Musik selbst auf Ableton nachgebaut. Das ist schließlich auch das Merkwürdige an »Monster Skies«: die Stücks klingen an Stellen clean, wo sie das ganz sicher nicht sollen. So dass dann im titelgebenden Interlude Nordwestafrika angesteuert wird, was wie der zwanghafte Versuch klingt, den perfekt quantisierten Drums und Pads in den anderen Stücken dieses kleine bisschen Andersartigkeit einzuhauchen, die üblicherweise die Discogs-Preise hochtreibt. RE: Discogs-Preise: Der Titeltrack mit seinen Spoken Words ist ganz sicher ein zukünftiger Fav bei geschmackvollen Bar-Dances, es werfe den ersten Stein, wer hier nicht nach der Track-ID gefragt hätte. Drumherum solider Bounce. Bissi Proto-House und Boogie. Alles wahnsinnig einfach zu vergessen. Und dann stehe ich wieder da in zwei Wochen und packe vor irgendeinem DJ-Pult bei »Carafe Denim« Shazam aus, ich mieser kleiner Lurch.

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