Music Review | verfasst 27.06.2019
Sandy B
Qhum Qhaks
Vumbuka, 2019
Text Franziska Finkenstein
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7.5
Redaktion
Cover Sandy B - Qhum Qhaks

Nachdem Sandy Bs »Amajovi Jovi«, das erstmals im Post-Apartheid Südafrika 1994 erschien, erst nach rund zwanzig Jahren wiederentdeckt und wiederveröffentlicht wurde, wird das Album heute unter Musikconnaisseurs als historischer Wegweiser des südafrikanischen Kwaito-Sounds betrachtet. Mit der wachsenden internationalen Verbreitung und Anerkennung seiner aus Hip Hop-, Jungle-, Funk- und House-Elementen bestehender Klangästhetik erscheint es nur verständlich, dass sich Sandile Bhengu wieder ins Studio gesetzt und mehr Tanzmaterial aufgenommen hat, das sowohl auf großen Disko- als auch kleinen Hinterhoftanzflächen passt. Dass der aus Durban kommende Musiker zurück ist, lässt er die Zuhörer_innen gleich zu Beginn des ersten Tracks wissen: »Does this sound familiar? Sandy B is back«. Und familiar klingen auf »Qhum Qhaks« nicht nur Sandys Stimme, die mal singt, mal im Stakkato rappt, sondern auch die Arbeitstechniken, die sich bewusst an sein früheres Album anlehnen und ihren Style einfangen. Um alles aber noch etwas frischer klingen zu lassen, hat der Künstler an den aufregend vielfältigen zehn Tracks zusammen mit dem dänischen DJ und Produzenten Simon Lundsgaar alias Simone Ahà getüftelt und sich musikalische Unterstützung von Saneh und dem Kwaito-Star Msawawa geholt.

»Qhum Qhaks« von Sandy B findest du bei HHV: Vinyl LP
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