Music Review | verfasst 29.07.2019
Eiger Drums Propaganda
II
Macadam Mambo, 2019
Text Cristina Plett
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7.8
Redaktion
Cover Eiger Drums Propaganda - II

»Est-ce que tu as bien choisi?« Hast du richtig gewählt? Unter anderem diese Frage stellt einem eine tiefe Stimme zu Beginn von »Eiger Drums Propaganda II«. Sie ist Teil eines Monologes, dessen Inhalt die nur bedingt des Französischen mächtigen Autorin hier nicht vollständig wiedergeben kann. Aber es geht um eine Reise, um Wahrheitsfindung, um Ewigkeit. Der esoterische Flair des Albums ist damit grob umrissen. Tatsächlich geht es spaced-out zu, viele Tracks beginnen ohne Beat, als würde einem Weltraumwind ins Gesicht pusten. Erst dann setzt die oft kräftige Percussion ein, tiefe, warme und langsame Schläge. Langsame Synthiemelodien, die krautig oder trancig klingen können, Panflöten, Bells, Gitarren- und Klaviertöne begleiten sie. So klingen manche Tracks zurückhaltender (»Astral Lights«), andere sehr Ketamin-verspult (»Disco Sound To Death«) und wieder andere haben deutlich Druck unter den 94 bpm (»The Moon«). An den Elementen hört man stark heraus, dass das Album von einer Hälfte der Pilotwings, Louis Ebola, stammt. Er hat wohl den gleichen Gerätepark benutzt. Dabei nimmt Ebola sich jedoch mehr Freiheiten, wird irgendwie hippiesker in der bunten Variation. So schön das anzuhören ist, findet sich jedoch nichts wirklich Neues in dem Sound. Es ist ein Stil, der in den vergangenen Jahren mit Releases auf eben diesem Macadam Mambo oder Brothers From Different Mothers ausbuchstabiert wurde. Das erkennt wohl auch Ebola selbst, wenn er dem Projekt im letzten Track des Albums den Todesstoß gibt: Es spricht die gleiche Stimme wie am Anfang: »This is the end of your journey, now is the time for achievements«, sagt er auf Englisch. »There is only one way to finish it. You have to die, Mr. Eiger Drums Propaganda.«

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