Music Review | verfasst 17.10.2010
Steve Cradock
The Kundalini Target
Haldern Pop, 2010
Text Mathias Scheicher
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Redaktion
Cover Steve Cradock - The Kundalini Target

Das Seelenheil der Gegenwart bietet auch der Vergangenheit Platz. Bei Ocean Colour Scene oder als Gitarrist in der Band von Paul Weller hat sich Steve Cradock musikalisch seit Jahrzehnten etabliert. Mit The Kundalini Target scheint jetzt aber das Seelenheil und das höchste Glück des Briten im Licht der kosmischen Welt der tantrischen Lehre auf Albumlänge zu erstrahlen. Auf dem ersten Solo-Album des Singer- und Songwriter hat er die Produktion und nahezu alle Instrumente im Studio von Paul Weller in selbst die Hand genommen. Das Ergebnis sind überwiegend balladeske Schönheiten, die eine erfrischende und zeitlose Reise durch den Brit-Pop unternehmen und sich vor allen auf den prägenden Pfaden der Sixties bewegen. Die Gegenwart bietet hier genügend Platz für musikalische Pop-Sweetness, die familiär von seiner Frau untermalt wird. Und natürlich darf auch der Modfather nicht fehlen, der beispielsweise in You Paint Your Picture die 12-Saiten-Gitarre zupft. Der letzte Song des Albums, The Kundalini Target, vereint in tantrischer Selbstfindung alle vorherigen Songs in einer einzigen Audio-Spur. Dabei zeigt sich, das die leichte Verdaulichkeit der Pop-Songs einen kraftvollen und transzendenten Schub auslösen können. »It’s Transcendental«!

Das Album The Kundalini Target von Steve Craddock findest du bei hhv.de:LP
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