Music Review | verfasst 02.09.2019
Satoshi Ashikawa
Still Way (Wave Notation 2)
We Release Whatever The Fuck We Want, 2019
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Satoshi Ashikawa - Still Way (Wave Notation 2)

Vor zwei Jahren sorgte der Reissue von Hiroshi Yoshimuras Ambient-Album »Music For Nine Post Cards« unter geneigten Hörern für einige Wellen. Produziert wurde die Platte damals, 1982, von Satoshi Ashikawa. Und sie machte auf dem Label Sound Process den Auftakt für die dreiteilige Serie Wave Notation. Im selben Jahr zog Satoshi Ashikawa nach, mit seinem anscheinend einzigen Album unter eigenem Namen. »Still Way« verwendet in wechselnden Konstellationen die Klänge von Harfe, Klavier, Vibraphon, gespielt von einer gewissen Midori Takada, und Flöte. Die Figuren der Instrumente repetitiv, reduziert oder minimalistisch zu nennen, ist dabei ein bisschen eine Untertreibung. Die Wiederholung ist bei Satoshi Ashikawa allerdings nur scheinbar hintergrundkompatibel gefällig, bei gleichschwebender Aufmerksamkeit hingegen hochgradig psychoaktiv. Langeweile steht, wenn man sich den Patterns freundlich nähert, keine zu befürchten. Das ungeachtet seines etwas hässlichen Namens phantastische Schweizer Label We Release Whatever The Fuck We Want, das mit diesem Reissue erneut ein verschollenes Wunderwerk aufgetan hat, veröffentlicht parallel dazu noch ein von »Still Way« inspiriertes Album des irischen Produzenten Gareth Quinn Redmond, »Laistigh Den Ghleo«. Als Würdigung auf jeden Fall angemessen, der Aufwand.

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