Music Review | verfasst 06.12.2019
Shina Williams & His African Percussions
Shina Williams
Mr Bongo, 2019
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Shina Williams & His African Percussions - Shina Williams

Shina Williams’ Afrobeat überzeugt mit hypnotisch treibenden Yoruba-Polyrhythmen, stoischen Keyboard-, Bass- und Gitarrenfiguren, knackigen Bläserarrangements und melodiösen Call & Response-Gesängen zwischen Williams und seinem gemischten Chor. Das hier vorliegende selbst-betitelte Bigband-Album des nigerianischen High Life-Musikers, Produzenten und Bandleaders ist bereits das zweite Reissue des Ensembles aus Lagos auf dem englischen Mr Bongo-Imprint, welches im Gegensatz zum Erstling »Agboju Logun« nach 1980 jetzt zum ersten Mal wiederveröffentlicht wird. Williams verzichtet bei diesen Tracks zugunsten rauer akustischer repetitiver Grooves komplett auf Disco- und Funk-Elemente, die das Vorgängeralbum bestimmt hatten und lässt seine Musik dadurch inklusive einiger auflockernder Keyboard-, Saxophon- und Posaunen-Soli nicht nur roher, sondern auch kraftvoller und viel direkter klingen. Die beiden etwa viertel-stündigen Tracks der LP bleiben auch in ihrer Länge durchgehend spannend und groovy, was nicht zuletzt an der äußerst tight aufspielenden Band liegt, deren Mitglieder vorher mit afrikanischen Stars wie Fela Kutis Koola Lobitos und Africa 70, der Shango Dance Band, SJOB Movement und King Sunny Adé gearbeitet hatten.

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