Music Review | verfasst 16.11.2010
Scuba
Triangulations Interpretations Pt.1-3
Hotflush Recordings, 2010
Deine Bewertung:
/
Nutzer
6.0
Redaktion
Cover Scuba - Triangulations Interpretations Pt.1-3

Scubas Triangulation war das elektronische Album 2010. Auf zwölf Titeln exerzierte er die feinen Verschiebungen dessen, was einst als Dubstep begann. Entsprechend hoch ist die Messlatte für die sechs Herren, welche sich an die Interpretation des Werkes machen. Vorsichtshalber startet Scuba selbst und erschafft mit einer Version von Before das perfekte Abschiedslied in glänzenden Schneelandschaften und legt noch einen Abstecher in die alte Schule eines Breakbeats samt Rave-Gefühl drauf. Danach können die Gäste eigentlich nur verlieren. Will Saul und Mike Wonder verflüssigen ihren Dubtechno durch ständige Klangverdunstungen. Falty DL gibt sich cineastisch und übersetzt die schnarrende Basslinie des Originals in einen verhallten House-Groove. Mit einer coolen Piano-Hook startet Joe, bleibt jedoch bei genau dieser Idee stecken. Alles ganz nett, aber ohne den entscheidenden Schritt dessen, was bei Scuba Songwriting heißt. Die Remixer reduzieren die ausgeklügelten Dramaturgien Scubas zu spatanischen Tracks ohne echte Spannungsbögen. Allein Deadbeat und Deadboy stechen heraus. Der Dub-Veteran mutiert das spacig-grunzende Tracers zu einem zurückhaltenden Acid-Techno, welches das Original als Schatten erahnen lässt. Während Deadboy sich der Scuba’schen Kompositionsprache annimmt und einen spannenden Drum & Bass-affinen Freudentanz kredenzt, der sich vor Euphorie nur so überschlägt. Die Aufgabe war halt auch nicht einfach.

Die 12inches Traingulations Interpretations Pt.1-3 von Scuba findest du bei hhv.de: Part 1 | Part 2 | Part 3
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 19.03.2011
Falty DL
Hip Love
Falty DL lässt auf Dubstep frisch und unverbraucht klingen: Hip Love ist ein groovy Highlight des noch jungen Jahres.
Music Review | verfasst 06.09.2012
Deadbeat
Eight
Es sind die Bässe, mit denen Deadbeat sein Publikum befeuert, die einen im positiven Sinne umhauen.
Music Review | verfasst 01.03.2011
Various Artists
14 Tracks of Planet µ
Die Compilation markiert den Status quo der Erfolgsgeschichte und auf geplante Veröffentlichungen.
Music Review | verfasst 05.04.2011
Various Artists
Back And 4th
Hotflush beweißt mit dieser Labelschau nicht nur, dass Bassmusik hier in sehr guten Händen ist, sondern auch ihre Vielfältigkeit.
Music Review | verfasst 11.04.2011
Falty DL
You Stand Uncertain
You Stand Uncertain ist eine Ode an die eigene Unsicherheit. Das Album wahrt trotz fahriger Genreandeutungen eine melancholische Dichte.
Music Review
El Michels Affair
Return To The 37th Chamber
Der Produzent Leon Michels und seine Gruppe El Michels Affair erweisen mit »Return To The 37th Chamber« erneut dem Wu-Tang Clan die Ehre.
Music Review
Jan Schulte
Tropical Drums Of Deutschland
Für das Kopenhagener Label Music For Dreams gewährt uns Jan Schulte einen Schulterblick in seine erlesene Sammlung deutscher Tribal-Platten.
Music Review
Sylabill Spil
Der letzte weiße König
»Der letzte weiße König«, das neue Album des brachialen Deutschrappers Sylabil Spill ist mitreißend. Unsere Autorin fragt sich: warum?
Music Review
FYI Chris
Snafubar EP
Mit den vier Tracks der »Snafubar EP« geben die beiden Londoner FYI Chris ihr Debüt für Rhythm Section International.
Music Review
Arca
Arca
Arca war lange ein faszinierendes Konzept. Das ist es jetzt nicht mehr. Es ist jetzt eine tatsächlich fühlbare Realität.
Music Review
Miguel Angel Tolosa
Ephimera
»Inhaltsfreiheit« muss nicht sinnlos sein: Das beweist der Komponist Miguel Angel Tolosa mit seinem ersten Werk unter eigenem Namen.
Music Review
Helena Hauff
A Tape
»A Tape« ist eine Compilation mit »early works« von Helena Hauff. Gemeint sind hier die Jahre 2011 bis 2014.
Music Review
Special Request
Stairfoot Lane Bunker EP
So unterschiedlich die einzelnen Stücke der »Stairfoot Lane Bunker EP« von Speical Reuest auch sind, sie eint ein knackiger Minimalismus.
Music Review
Future Islands
The Far Field
Natürlich ist das Songwriting auf »The Far Field« auch diesmal nah am Beckenrand unterwegs. Aber genau dafür lieben wir Future Islands.
Music Review
Voilaaa
Des Promesses
Wenn sich Voilaaa weiter so steigert wie bei »Des Promesses«, dann kommt nach dieser sehr guten zweiten Platte auch eine grandiose Dritte.
Music Review
R. Stevie Moore & Jason Falkner
Make It Be
»Make It Be«, die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Jason Falkner, ist das Beste was den Songs von R. Stevie Moore passieren konnte.
Music Review
Gonjasufi
Mandela Effect
Der bei Warp gesignete Yogalehrer Gonasufi veröffentlicht mit »Mandela Effect« ein Remixalbum.
Music Review
Yorkston / Thorne / Khan
Neuk Wight Delhi All Stars
Mit Mut zur Sperrigkeit: Yorkston, Thorne und Khan haben sich auf »Neuk Wight Delhi All Stars« musikalisch endgültig gefunden.
Music Review
Clark
Death Peak
Es schwingt etwas politisches auf »Death Peak« mit. Musikalisch bleibt Clark seinem epochalen Rave treu. Nur halt überwältigender.
Music Review
Objekt
#4
Drei Jahre nach Album und letzter 12inch kehrt Objekt mit zwei neuen Tracks auf »4« zurück.
Music Review
Lord Echo
Harmonies
Mit »Harmonies« hat Lord Echo ein neues Niveau an Lässigkeit und eigenem Stil erreicht.
Music Review
A7pha (Doseone & Mestizo)
A7pha
Neues aus dem Hause Anticon bzw. Galapagos4: Doseone und Mestizo haben mit »A7pha« ein gemeinsames Album herausgebracht!
Music Review
Father John Misty
Pure Comedy
Father John Misty hat mit »Pure Comedy« seinen Sound gefunden und einen komplexen Brocken menschlicher Empfindungen geschaffen.
Music Review
Credit 00
Game Over
Game-Sounds hat Credit 00 eine ganze Reihe verarbeitet, auch wenn »Game Over« in dieser Hinsicht kein Konzeptalbum geworden ist.
Music Review
Kreidler
European Song
“European Song« von Kreidler ist das erste Protestalbum, das als direkte Reaktion auf die Wahl Donald Trumps zum POTUS entstanden ist.
Music Review
Octo Octa
Where Are We Going?
Nach ihrem Coming out als Transgender hat Octo Octa ihre Erfahrung damit in der LP »Where Are We Going?« stimmig verarbeitet.
Music Review
Mori-Ra
Trapped In the Sky - 12"
Mit Tracy Islands gründet sich ein Label für eine Reihe von zehn EPs. Den Anfang macht »Trapped In The Sky« von Mori-Ra.
Music Review
Goldfrapp
Silver Eye
Auf »Silver Eye« gelingt es Goldfrapp das Gleichgewicht zwischen balladeskem Pop und pulsierender Clubmusik zu halten.
Music Review
Dans Les Arbres
Phosphorescence
Dans Les Arbres sind so eine Art Supergroup der Improv. Auf »Pjhosphorescence« sorgen eine Vielzahl von Mikroereignissen für Spannung.
Music Review
Map.ache
Perception Shift
Der Leipziger Map.ache remixt auf »Perception Shift« so unterschiedliche Künstler wie die Skeletons, Urban Homes oder Sven Kacirek.
Music Review
Zu
Jhator
Metal und doch mehr: Das italienische Trio Zu macht es auch nach rund zwanzig Jahren mit »Jhator« noch besser als das Gros ihrer Kollegen.
Music Review
Hauschka
What If
Hauschka stellt auf »What If«, seinem achten Album seit 2004, die Was-wäre-wenn-Frage. Präparierte Pianos sind auch wieder mit dabei.
Music Review
King Ayisoba
1000 Can Die
Auf »1000 Can DieG lässt King Ayisoba seine Kologo auch mal neben Synthesizerbässen stehen. Das Kräfteverhältnis ist noch nicht ganz tariert
Music Review
Julia Holter
In The Same Room
Domino startet ihre neue, an den BBC Sessions angelehnte Reihe »Documents« mit den »In The Same Room« benannten Aufnahmen von Julia Holter.
Music Review
Bartellow
Panokorama
»Panokorama«, das Debüt von Bartellow, überzeugt mit eleganter Komplexität und einem Hang zu verspielten Details.
Music Review
Cologne Tape
Welt
Rund um das Label Magazine hat sich mit Cologne Tape ein illustres Kollektiv geschart, das nun mit »Welt« ihrer Spiellust freien Lauf lässt.
Music Review
Chaz Bundick meets The Mattson 2
Star Stuff
Es sind große Pop-Momente auf »Star Stuff« versteckt. Doch die verlangen Aufmerksamkeit, um gefunden zu werden.
Music Review
Luc Ferrari
Heterozygote/Petite Symphonie
Das mit dem Erzählen in der Musik ist ja so eine Sache. Was Luc Ferrari daraus gemacht hat, kannst du nun nachhören.
Music Review
Wolf Eyes
Undertow
»Undertow« ist der in etwa hundertste Release – ungelogen – in der zwanzigjährigen Geschichte von Wolf Eyes.
Music Review
Conrad Schnitzler / Pole
Con-Struct
In der Reihe »Con-Struct« auf Bureau B darf diesmal Pole Hand an das Material des 2011 verstorbenen Soundtüftlers Conrad Schnitzler legen.
Music Review
Various Artists
Original Sound Of Mali
Das Label Mr Bongo erinnert mit der Compilation »Original Sound Of Mali« an die reiche Tradition des afrikanischen Landes erinnert.
Music Review
Veedel Kaztro
Büdchentape III
Veedel Kaztro kommt mit neuen Büdchenflows: Sein »Büdchentape III« hält´s down mit Köln in Allgemeinen und mit der Gang im Speziellen.
Music Review
Retrogott
Funky Beats And A Supersonic Turbojet
Der Retrogott macht nicht nur funky Hip Hop, sondern auch funky House. Seine neue EP ist Dienst nach Vorschrift, aber auch verdammt catchy.
Music Review
Jakuzi
Fantezi Müzik
Man kann auch popkulturell Zeichen gegen politische Entwicklungen setzen: »Fantezi Müzik« von Jakuzi ist ein mutiges wie notwendiges Werk.
Music Review
Spiral Stairs
Doris And The Daggers
So entspannt wie entspannend spielt Scott Kannberg auch auf seinem dritten Album also einfach weiterhin das, was er am besten kann.
Music Review
Golden Diskó Ship
Imaginary Friends
Golden Diskó Ship sammelt Töne und Klänge aller Art und bastelt sich auf »Imaginary Friends« eine unbekannte, bunte Klangwelt.