Music Review | verfasst 29.01.2011
Anna Calvi
Anna Calvi
Domino, 2011
Text John Luas
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7.0
Redaktion
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Einer dunklen Vorahnung gleich scheint Anna Calvi’s Gitarre im Opener ihres selbstbetitelten Erstling aus dem Meer empor zu steigen, formt und findet sich und – nach kaum drei Minuten haben Stimme und Gitarre jene verschworene Einheit gebildet, die sie bis zum Ende des 10-Track-Debüts der Engländerin untrennbar machen wird. Während No More Words noch betörend um sich selbst ozziliert und im langsam gesäufzten »Oh my love« kein Ende kennt, zeigen sich im großartig arrangierten Blackout die Popqualitäten von Calvis Beschwörungsmantren. Zusammen mit dem voranggestellten The Devil erreicht die Platte hier ihren Höhepunkt. Hier zeigt sich, warum Calvi von Brian Eno vor allem für ihre »sound paintings« geschätzt wird: Ihre Stimme ist stets Calvis erstes Instrument. Und die Gitarre als ihr treuer Diener nur auf der Suche nach dem nächsten Freiraum, den Calvi dann durchschwebt und füllt, bis er vollkommen durchdrungen ist. Der akustisch naheliegende PJ Harvey-Vergleich mag einem beim Hören der Platte nie ganz aus dem Sinn gehen, ist aber dennoch irreführend. Denn Anna Calvi gelingt es einen eigenen, geschlossenen Kosmos zu schaffen, in dem sie sich selbst behauptet und geradezu hingibt, Gesten reiner Imitation weit überragend.

Das Album Anna Calvi von Anna Calvi findest du bei hhv.de: LP
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