Music Review | verfasst 13.02.2011
Talib Kweli
Gutter Rainbow
Duck Down, 2011
Text Tony Kunstmann
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Redaktion
Cover Talib Kweli - Gutter Rainbow

Nachdem letztes Jahr das zweite Reflection-Eternal-Album erschien, meldet sich Talib Kweli nun mit Gutter Rainbows zurück. Über Duck Down beschehrt er den Fans endlich wieder ein Solo Album ohne experimentelle Ausflüge. Produzenten wie Marco Polo, Khrysis oder Oh No schaffen die Grundlage, auf der sich Talib wie in alten Zeiten Themen widmet, denen man gerne aufmerksam zuhören sollte. Doch ganz back to the roots geht es heutzutage auch bei einem Talib Kweli nicht mehr. Denn die erste Single I’m The One spiegelt nicht die Qualität des Albums in seiner Gesamtheit wieder. Wohl eher nur aus Marketinggründen rausgepickt, sollte man sich nicht davon beeinflussen lassen. Denn das Album liefert feinsten Hip Hop und Satthappen für jeden Geschmack. Auf Palookas gibt sich Routinier Sean Price gewohnt rau und konsequent. Ebenso radikal ist Uh Oh mit einer immernoch überzeugenden Jean Grae. Viel positive Vibes, sowohl vom Sound als auch vom Inhalt, findet man in Ain’t Waiting und Self Savior. Auch Kweli kommt auf Mr. International oder How You Love Me wohl leider nicht ohne massentauglichem R’n’B aus. Generell ist viel Soul-Einfluss zu spüren durch die fast nur als Hook singenden Gäste. Letztendlich hat Mr. Greene hier ein mehr als solides Conscious-Rap-Album geliefert und zeigt alte Werte in modernen Gewändern. Damit manifestiert er sich ein weiteres mal als einer der ganz großen im Geschäft.

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