Music Review | verfasst 13.02.2011
Talib Kweli
Gutter Rainbow
Duck Down, 2011
Text Tony Kunstmann
Deine Bewertung:
7.8
Nutzer (5)
7.0
Redaktion
Cover Talib Kweli - Gutter Rainbow

Nachdem letztes Jahr das zweite Reflection-Eternal-Album erschien, meldet sich Talib Kweli nun mit Gutter Rainbows zurück. Über Duck Down beschehrt er den Fans endlich wieder ein Solo Album ohne experimentelle Ausflüge. Produzenten wie Marco Polo, Khrysis oder Oh No schaffen die Grundlage, auf der sich Talib wie in alten Zeiten Themen widmet, denen man gerne aufmerksam zuhören sollte. Doch ganz back to the roots geht es heutzutage auch bei einem Talib Kweli nicht mehr. Denn die erste Single I’m The One spiegelt nicht die Qualität des Albums in seiner Gesamtheit wieder. Wohl eher nur aus Marketinggründen rausgepickt, sollte man sich nicht davon beeinflussen lassen. Denn das Album liefert feinsten Hip Hop und Satthappen für jeden Geschmack. Auf Palookas gibt sich Routinier Sean Price gewohnt rau und konsequent. Ebenso radikal ist Uh Oh mit einer immernoch überzeugenden Jean Grae. Viel positive Vibes, sowohl vom Sound als auch vom Inhalt, findet man in Ain’t Waiting und Self Savior. Auch Kweli kommt auf Mr. International oder How You Love Me wohl leider nicht ohne massentauglichem R’n’B aus. Generell ist viel Soul-Einfluss zu spüren durch die fast nur als Hook singenden Gäste. Letztendlich hat Mr. Greene hier ein mehr als solides Conscious-Rap-Album geliefert und zeigt alte Werte in modernen Gewändern. Damit manifestiert er sich ein weiteres mal als einer der ganz großen im Geschäft.

Das Album Gutter Rainbow findest du bei hhv.de: LP | LP+Shirt | CD+Shirt
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Bericht | verfasst 18.02.2011
Talib Kweli
Die Kunst, die Kreativität am Leben zu halten
Zwischen Intellekt, dem schnöden Mammon und großer Kunst hin- und hergerissen, geriet Talib Kweli zu einem der sympathischsten und gleichsam authentischsten Künstler im Rapbusiness.
Music Porträt | verfasst 07.07.2007
Talib Kweli
Mehr Intellekt als Kohle
Die Karriere von Talib Kweli Greene ist die Geschichte eines Rappers, der sich in seiner zugeteilten Rolle nie richtig wohl gefühlt hat, daraus aber auch nicht immer die richtigen Konsequenzen zog.
Music Review | verfasst 22.08.2011
Random Axe
Random Axe
Die Erwartungen an die gemeinsame Platte Black Milks, Gulity Simpsons und Sean Prices waren sehr hoch.
Music Review | verfasst 16.11.2012
Sean Price
Mic Tyson
Trotz der augenscheinlich geringen Varianz, ein sehr unterhaltsames Album mit Sean Price in bestechender Form.
Music Review | verfasst 24.05.2013
Talib Kweli
Prisoner Of Conscious
Talib Kweli gehört zum festen Inventar an Helden im Hip Hop. Daran ändert auch »Prisoner Of Conscious« nichts.
Music Interview | verfasst 27.02.2010
Sean Price
Kurz & Knapp
Anfang des letzten Jahres hat Sean Price sein Album Jesus Price Superstar herausgebracht und ein paar Monate später noch ein Mixtape nachgelegt. Da haben wir doch noch die eine oder andere Frage parat.
Music Porträt | verfasst 04.07.2011
Random Axe
From Scratch
Duck Down straft alle Kritiker lügen, die ob der endlosen Ankündigungen von Random Axe das Projekt als »das Detox des Indieraps« ansahen. Doch wie kam es denn damals eigentlich zur Idee gemeinsam ein Album aufzunehmen?
Music Interview | verfasst 27.08.2011
Random Axe
Von Brownsville nach Detroit
Wenn Black Milk und Guilty Simpson mit Sean Price auf einem Album zusammen kommen, ist es Zeit für ein Gespräch. Der Rappart von Random Axe steht Rede und Antwort zum gemeinsamen Projekt, Rap aus Detroit und dem Konsum von Absinth.
Music Interview | verfasst 29.05.2013
Talib Kweli
Ein neues Kapitel
An keinem Album hat Talib Kweli bisher solange gearbeitet wie an »Prisoner of Conscious«. Sein Anspruch war es, etwas zu schaffen, das auch außerhalb des Hip Hop-Kosmos funktioniert. Wir baten ihn zum Gespräch.
Music Review
EABS & Tenderlonious
Slavic Spirits
Die polnische Jazzformation EABS haben mit »Slavic Spirits« einen tollen Zweitling vorgelegt. Tenderlonious war auch daran beteiligt.
Music Review
Too Smooth Christ
Density Of Horizon
Sicherlich wird auf Too Smooth Christ’s »Desntiy Of Horizon« das Rad nicht neu erfunden, aber das alte Rad wird neu in Schwung gebracht.
Music Review
Gwakasonné
Vwayajé
Séance Centre veröffentlichen mit »Vwayajé« eine Zusammenstellung mit Highlights der aus Guadeloupe stammenden Band Gwakasonné.
Music Review
Amato & Adriani
Presence Du Futur
Michel Amato, bekannt als The Hacker, und Alessandro Adriani, bekannt als Labelboss von Mannequin, veröffentlichen »Presence Du Futur«.
Music Review
Wilson Tanner
II
Wilson Tanner sind angetreten, um dem Hörer eine gewisse Ruhe zu injizieren. Auf »II« ist ihnen das noch mal besser gelungen.
Music Review
Stereo Total
Ah! Quel Cinéma!
Stereo Total bleiben Stereo Total. Unvergleichlich und sehr, sehr kurzweilig. So auch auf ihrem zwölften Album »Ah! Quel Cinéma!«.
Music Review
Various Artists
Scores
Jordan GCZ, Upsammy, Suzanne Kraft und Parrish Smith liefern die »Scores« für vier kurze Stummfilme aus dem Jahr 1921 nach.
Music Review
S Moreira
It All Comes Back in Patterns
»It All Comes Back in Patterns«, das Debüt von S. Moreira, ist nichts für Deep House-Apologeten, aber für alle anderen.
Music Review
Bella Vista
Mister Wong
Michel Esteban hat Punk über den Ärmelkanal gebracht, ZE Records gegründet und genau einen Song, »Mister Wong«, als Bella Vista aufgenommen.
Music Review
Nepumuk
Fuereinbreiterespublikum
Auf »Fuereinbreiterespublikum« mag der Rapper Nepumuk kleinlich sein, seiner Kunst schadet es allerdings nicht.
Music Review
Pedro Ruy-Blas
Cyber Dolores
Mit »Cyber Dolores« veröffentlicht Jazzaggression überwiegende instrumentale Aufnahmen des in Spanien populären Sängers Pedro Ruy-Blas.
Music Review
Broken English Club
White Rats II
»White Rats II« ist der zweite Teil einer Trilogie, die der Brite Oliver Ho unter dem Pseudonym Broken English Club veröffentlicht.
Music Review
Sachiko Kanenobu
Misora
Folk aus Japan hat noch keinen großen Verbreitungsgrad. Light In The Attic versuchen dem mit »Misora« von Sachiko Kanenobu entgegenzuwirken
Music Review
Sun Ra
Media Dreams
Unter all den eigenartigen Schallplatten von Sun Ra gehört das 1978 aufgenommene »Media Dreams« zu den eigenartigeren.
Music Review
Trans-4M
Sublunar Oracles
1992 legten Tranns-4M mit »Sublunar Oracles« so etwas wie das belgische »Selected Ambient Works« vor. Jetzt wurde es wiederveröffentlicht.
Music Review
Brief Encounter
We Want To Play
Auf »We Want To Play«, dem 1981er Album von Brief Encounter, trifft melodischer Reichtum auf triefenden Pathos.
Music Review
Identified Patient
Signals In Snakes
Mit »Signals In Snakes« ist Identified Patient bei Dekmantel gelandet und präsentiert auf der Vinyl 12" alles, was den Niederländer ausmacht
Music Review
The Bees
She's A Witch - Tikoloshi
The Bees haben Kwaito antizipiert. Ihr 1988 erschienenes Debüt »She’s A Witch – Tikoloshi« wurde nun auf Afrosynth wiederveröffentlicht.
Music Review
The Black Keys
›Let's Rock‹
Fünf Jahre haben sich The Black Keys Zeit gelassen, um mit »›Let’s Rock‹« Musik vorzulegen, dass wieder so roh wie ihre ersten Alben klingt.
Music Review
Nkono Teles
Party Beats
Beginnend mit »Party Beats« von Nkono Teles veröffentlicht BBE Africa eine Reihe von Releases des nigerianischen Labels Tabansi Records.
Music Review
Prince
Originals
Besser als die »Originale«: »Originals« versammelt eigene Fassungen von Stücken von Prince, die Prince für andere geschrieben hat.
Music Review
DJ Python
Derretirse
»Deep Reggaeton« nennt der New Yorker DJ Python seinen karibisch angehauchten Downtempo. Seine neue EP »Derretirse« ist jetzt erschienen.
Music Review
Sandy B
Qhum Qhaks
»Amajovi Jovi«, sein Debüt von 1994, wurde gerade wiederentdeckt. Nun legt Sandy B, 25 Jahre später, mit »Qhum Qhaks« neues Material vor.
Music Review
Call Super
All We Have Is Speed / All We Have Is Glue – 12"
Simpel, doch voller Details: Die Vinyl 12" »All We Have Is Speed / All We Have Is Glue« ist das erste musikalische Hallo seit 2017.
Music Review
Quantic
Atlantic Oscillations
Sein Sound bleibt vielfältig: Soul, Jazz, Cumbia, Disco und jede Menge Trommeln insd auf »Atlantic Oscillations« von Quantic zu hören.
Music Review
Jean-Luc
Des Litres D'essence
Die neueste Entdeckung von Knekelhuis ist die Band Jean-Luc. Ihre Debüt-EP »Des Litres D’essence« macht Lust auf mehr.
Music Review
Kate Tempest
The Book Of Traps & Lessons
Die Veränderung der Welt geschieht nicht über Manifeste: Mit »The Book Of Traps & Lessons« kehrt Kate Tempest in ihr Inneres ein.
Music Review
Awon
Soulapowa
Die LP zeigt sich als ein Reisebericht des inneren und äußeren Herumkommens, ausgemalt in gedeckten Klangfarben, organisch und warmherzig.
Music Review
The Raconteurs
Help Us Stranger
Nach zehn Jahren kommen The Raconteurs mit ihrem neuen Album »Help Us Stranger« doch noch einmal aus der Versenkung zurück.
Music Review
Glen Velez
Sweet Season
Glen Velez gilt als Meister der Rahmentrommel. Mit »Sweet Season« legt das Label Emotional Rescue jetzt eine Auswahl seiner Arbeiten vor.
Music Review
I Hate Models
L'Age Des Metamorphoses
Darauf haben Raver rund um den Globus jahrelang gewartet: Zum Debüt »L’Age Des Metamorphoses« des französischen Produzenten I Hate Models.
Music Review
Kevin Richard Martin
Sirens
Erstmals veröffentlicht The Bug ein Album als Kevin Richard Martin. Das macht Sinn, denn »Sirens« ist ein sehr persönliches Statement.
Music Review
Mort Garson
Mother Earth's Plantasia
Angenehm blödsinnig vitalisierend: »Mother Earth’s Plantasia« war Mort Garsons musikalischer Kommunikationsversuch mit Zimmerpflanzen.
Music Review
Georgia
Immute
Diese Musik gönnt einem alles und gibt einem nichts: mit »Immute« legen Georgia den Wahnsinn in Form einer Schallplatte vor.
Music Review
Kris Baha
My Master
Klingt wie eine Reissue auf Dark Entries, ist aber einfach nur Kris Baha in Höchstform. Zu seiner neuen Vinyl 12" »My Master« auf Pinkman.
Music Review
Sunn O)))
Life Metal
Sunn O))) sind zurück mit neuem Album und erfüllen sich auf »Life Metal« den Traum einer Zusammenarbeit mit Produzentenlegende Steve Albini.
Music Review
Emily A. Sprague
Water Memory / Mount Vision
RVNG Intl veröffentlicht »Water Memory« und »Mount Vision«, die ersten beiden Alben der amerikanischen Musikerin Emily A. Sprague.
Music Review
Biosphere
The Senja Recordings
Mit »The Senja Recordings« legt Biosphere eine Art klangliches Tagebuch ab, das drei Jahre auf der norwegischen Insel dokumentiert.
Music Review
Du Du A
Du Du Archive 1984-1989
Auf Discom sind nun Aufnahmen erschienen, die die Belgrader Band Du Du A zwischen 1984 und 1989 produzierten – aber nie veröffentlichten.
Music Review
E.M.U.
Electro Music Union, Sinoesin & Xonox Works 1993-1994
Damiano van Erckert bringt Musik von J.M. Adkins an die Oberfläche, die er 1993-94 als Electro Music Union, Sinoesin und Xonox produzierte.
Music Review
Kym Amps
You Don't Know My Name (But I Know You)
Kym Amps lieh der Musik von David Watts und Andrew Birtles ihre Stimme, veröffentlicht werden die Stücke aus den 1980ern erst jetzt.