Music Review | verfasst 28.01.2011
Heidi Spencer and the Rare Birds
Under Streetlight Glow
Bella Union, 2011
Text Mathias Scheicher
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7.0
Redaktion
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Früher erfreuten Troubadoure Sesshafte auf dem Weg durch die Welt mit gesungener Lyrik. Heidi Spencer erinnert mit ihrer rauen und etwas kratzigen Stimme, an eine moderne Reisende, die unterwegs ist, mit ihren erfahrenen Erinnerungen Landschaften und ganze Szenen abzubilden. Dabei wirft das dämmernde Licht ihrer Stimme einen dunklen Schatten auf den Straßenrand. In einer spontan erscheinenden Wirklichkeit bildet Spencer, die Härte des Alltags mit wenigen Akkorden ab. Mit brüchiger und verletzlicher Stimme hört sie sich nach verkrampften und verstimmten Nächten auf einer verdreckten Rücksitzbank am Straßenrand an. Somit werden die Klischees einer jungen und verzichtenden Reisenden authentisch erfüllt. Denn morgens auf den Vordersitz geklettert, kehrt die Freiheit des Lebens und der Welt zurück, sogar im Country. Mit einer musikalischen Leichtigkeit bricht die Singer-Songwriterin allerdings nie ihre eigenen Klischees. Viel mehr schmeckt das urbane Licht von Under Streetlight Glow nach einem bedrückenden und euphorischen Gefühl. Dabei reduziert Heidi Gefühle musikalisch auf ihre Essenz und ordnet sich selbst schmeichelnd neben Dolly Parton, Joanna Newsom und Edie Brickell ein.

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