Music Review | verfasst 18.06.2011
Prefuse 73
The Only She Chapters
Warp, 2011
Text Roman Högerle
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6.0
Redaktion
Cover Prefuse 73 - The Only She Chapters

Da ist es wieder, das Fiepsen im Ohr. Nein, alle Hals-Nasen-Ohren Ärzte können den mahnenden Zeigefinger getrost im Kittel lassen. Kein Tinitus durch exzessiven Kopfhörermissbrauch. Vielmehr eine Symptom namens Prefuse 73, das die Magengrube bereits einige male zuvor in Schwingungen versetzte, den Kopf zu psychedelischen Entgleisungen verleitete und Bewegungen zu einem Zeitlupenmartyrium werden ließ. Einmal infiziert, war ein Gegenmittel nur schwer zu finden. Auslöser dieser langsam voranschreitenden Epidemie war und ist ein Altbekannter: Guillermo Scott Herren. Das Mastermind hinter den verqueren Soundkonstruktionen und Klangteppichen, das sich diesmal thematisch am schönen und vermeintlich schwachen Geschlecht orientiert. Das exakte Konzept von The Only She Chapters bleibt dennoch kryptisch. Leider gibt es, wenn man Herren heißt, dann auch immer diesen lästigen Vergleich mit One Word Extinguisher, der auch dem neuesten Sprössling zum Verhängnis wird. Das Manko von The Only She Chapters ist offensichtlich. Zu häufig eröffnen sich Untiefen im repetetiven Fluss, zu eintönig dümpelt die Platte vor sich hin und droht sich in Redundanzen zu verlieren. Da hilft leider auch kein bezaubernder Sirenengesang mehr.

Das Album The Only She Chapters von Prefuse 73 findest du bei hhv.de: CD | LP
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