Music Review | verfasst 22.09.2011
Blu
Open
Nature Sounds, 2011
Text Andreas Margara , Übersetzung Julia Frohn
Deine Bewertung:
6.2
Nutzer (4)
6.0
Redaktion
Cover Blu - Open

Open heißt nun der nächste Streich von Blu im Wirrwarr seiner Veröffentlichungen in diesem Jahr. Während die HipHop-Welt ungeduldig auf das angekündigte Album NoYork! wartet, gab es 2011 bisher mit Her Favourite Colo(u)r die gemasterte Version seines Mixtapes und mit Jesus einen ersten inoffiziellen Vorgeschmack auf das Album zu hören. Open ist wiederum eine ganz eigene Baustelle. 14 Beats, die alle von Blu selbst gebastelt wurden, sind auf dieser Zusammenstellung zu hören. Dazu hat er für sein Debüt als Produzent verschiedene Rapper aus seinem Umfeld versammelt. Ein interessantes Vis-à-vis von Underground-Rap- und Lo-Fi-Productions ist dabei entstanden. Als erste Single wurde bereits das vielversprechende Part Time Suckas ausgekoppelt. Fresh Daily und Rapperin Chop geben sich auf der rau und ungeschliffenen Snare-Produktion ein kleines Stelldichein. Mit Micah auf The Bottom kommt gleich der nächste Femcee zum Zug. Remember Me ist eine kleine Reminiszenz, bei der DTail und Definite an ihre Helden der Rapmusik erinnern. Blu selbst greift nur für Avenge Of The Cheap Ass und Steel Remains (Raw) zum Mikrofon. Open ist ein gutes Album, die experimentell aber auf minimalem Level gehaltenen Beats sollten aufmerksamen Blu-Fans aber bereits bekannt vorkommen. Vor zwei Jahren hat er sie allesamt schon mal als Instrumental LP veröffentlicht. Bis NoYork! tatsächlich erscheint, verkürzt er damit jedoch abermals die Wartezeit.

Das Album Open von Blu findest du bei hhv.de: CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 19.06.2011
Blu
Her Favourite Colo(u)r
Die kratzigen Sampleschichten auf Her Favourite Colo(u)r klingen eher nach einem sonnigen Tag in Georgia als nach der harten Westküste.
Music Review | verfasst 26.08.2011
Blu
Jesus
»Jesus« hat mehr den Charakter einer lässig geführten Aufnahme-Session als eines Albums und ist dennoch ein Genuss fürs Ohr.
Music Review | verfasst 13.07.2015
Blu
The Return
Der Output von Blu und auch die Qualität ist bekanntermaßen hoch. »The Return« fehlt nun die Kraft und Besonderheit, die wir gewohnt sind.
Music Review | verfasst 29.03.2019
Blu & Oh No
A Long Red Hot Los Angeles Summer Night
Wenn Blu kooperiert, dann wird’s meistens gut. Auf »A Long Red Hot Los Angeles Summer Night« macht er nun mit Oh No gemeinsame Sache.
Music Review | verfasst 13.02.2012
Blu & Exile
Below The Heavens
Mit Below The Heavens gelang Blu & Exile im Jahr 2007 ein wegweisender Einschnitt in die damals eintönige Rap-Landschaft.
Music Review | verfasst 02.11.2012
Blu & Exile
Give Me My Flowers While I Can Still Smell Them
Eine Rückkehr auf Pfade vergangener Triumphe ist ein Unterfangen, das herrlich scheitern kann. Oder es ist eine Wiedergutmachung.
Music Review | verfasst 19.02.2014
Sene & Blu
A Day Late … & A Dollar Short.
»A Day Late… & A Dollar Short« von Sene & Blu liegt erstmals auf Vinyl vor. Längst überfällig, denn dieses Album verdient Aufmerksamkeit.
Music Review | verfasst 26.11.2015
MED, Blu & Madlib
Bad Neighbor
Auf »Bad Neighbor« kommen nicht nur MED, Blu und Madlib zusammen. Das Klassentreffen wird noch ergänzt durch MF Doom, Oh No oder Aloe Blacc.
Music Review
Oval
Scis
Mit dem Album »Scis« macht Oval das, was Markus Popps Arbeit schon immer auszeichnete – und nebenbei gesagt noch einen Heidenspaß.
Music Review
Various Artists
Locus Error
Nina Kraviz hat mit »Locus Error« einen weiteren Sampler für ihr Label Trip/трип zusammengestellt. Es ist der bislang beste.
Music Review
Aoife Nessa Frances
Land of No Junction
Mit ihrem Debüt »Land of No Junction« zeigt sich Aoife Nessa Frances als stilbewusste und erkundungsfreudige Nostalgikerin.
Music Review
Dark Arts
Reflections In A Rear View Mirror
Mit »Reflections In A Rear View Mirror« stellt uns das Label Stroom die in den frühen 1980er Jahren aktive Band Dark Arts vor.
Music Review
James Reese And The Progressions
Wait For Me: The Complete Works 1967-1972
Mit »Wait For Me: The Complete Works 1967-1972« legt Now-Again eine Werkschau von James Reese And The Progressions vor.
Music Review
Lvrin
Lvrin II
Der russischer Produzent Lvrin legt mit »Lvrin II« sein zweites Relese für das Rotterdamer Label Pinkman vor.
Music Review
Hildur Guðnadóttir
OST Joker
Für ihren Soundtrack zu »Chernobyl« hatte Hildur Guðnadóttir einen Emmy erhalten. Der Score zu »Joker« ist nicht weniger fulminant.
Music Review
Bufiman
Albumsi
Jan Schulte, auch bekannt als Wolf Müller, hier unterwegs als Bufiman, hat bei Dekmantel ein ganzes »Albumsi« veröffentlicht. Sommer pur!
Music Review
Metastasio
With You
Disco Segreta hat den Italo-Disco-Knaller »With You« wiederveröffentlicht. Der schlittert bei fünf Grad über die Amalfiküste.
Music Review
Blawan
Many Many Pings
Härte, Tiefe, Swing: Das ist die Grundrezeptur von Blawan, der auf »Many Many Pings« ein effektives und doch vertracktes Update erhält.
Music Review
Bohren & Der Club Of Gore
Patchouli Blue
Mehr als fünf Jahre nach »Dolores« veröffentlichen Bohren & Der Club Of Gore mit »Patchouli Blue« ein neues Album.
Music Review
Various Artists
Mogadisco: Dancing In Mogadishu (Somalia 1972-91)
Analog Africa hat die Archive von Radio Mogadischu gesichtet und mit »Mogadisco« eine vielseitige Compilation zusammengestellt.
Music Review
Alva Noto & Ryuichi Sakamoto
Two (Live At Sydney Opera House)
Das gemeinsame Konzert von Alva Noto und Ryuichi Sakamoto im Sydney Opera House im Jahr 2018 ist jetzt unter dem Titel »Two« erschienen.
Music Review
Ossia
The Marzahn Versions
Das Pochen schaltet einen Gang nach oben: Ossia legt mit »The Marzahn Versions« weitere teuflische Tänze vor.
Music Review
Giant Swan
Giant Swan
Was der Kollege auf dem Cover da macht? Sich mit einer Kippe entschuldigen, nachdem er dir beim Abspacken die Faust ins Gesicht gerammt hat.
Music Review
Milton Nascimento
Maria Maria
Ein Ballett aus dem Jahr 1976: Milton Nascimentos »Maria Maria« ist nunr erstmals auf Vinyl erschienen.
Music Review
Stenny
Upsurge
Konzentriertes Hören lohnt bei »Upsurge«, dem Debüt des aus Italien stammenden Produzenten Stenny.
Music Review
Giraffe
Desert Haze
Die Einflüsse sind vielseitig auf »Desert Haze«, dem neuen Album des Hamburger Trios Giraffe, das soeben bei Marionette erschienen ist.
Music Review
DJ Shadow
Our Pathetic Age
»Our Pathetic Age« ist das sechste Album von DJ Shadow. Das Revolutionäre, das Spannende ist aus der Musik komplett verschwunden.
Music Review
Man Jumping
Jumpcut
Brian Eno soll sie einst »die wichtigste Band der Welt« genannt haben: Man Jumping. Ihr Debüt »Jumcut« wurde jetzt veröffentlicht.
Music Review
Shina Williams & His African Percussions
Shina Williams
»Shina Williams«, 1980 erstmals veröffentlichte LP von Shina Williams & His African Percussions, wurde erstmals wiederveröffentlicht.
Music Review
Pan American
A Son
Nach sechsjähriger Pause veröffentlicht Mark Nelson mit »A Son« ein neues Album als Pan American.
Music Review
Yoshio Ojima
Une Collection Des Chainons I: Music For Spiral
Mit »Une Collection Des Chainons I: Music For Spiral« wird das Frühwerk von Yoshio Ojima jetzt neu erschlossen.
Music Review
Various Artists
Space Funk
Die Retro-Ästhetik von alten Science-Fiction-Filmen überträgt die Compiplation »Space Funk« auf den Funk der Siebziger und Achtziger.
Music Review
Ryuichi Sakamoto
Thousand Knives Of
Schon 1978 mit seinem Debüt »Thousand Knives Of« bewies Ryuichi Sakamoto sein Gesprü für unkonventionelle Arrangements.
Music Review
RAMZi
Multiquest Niveau 1: Camouflé
Das alljährliche RAMZi-Album ist da. Auf »Multiquest Niveau 1: Camouflé« wirkt die musikalische Formel der Kanadierin etwas aufgebraucht.
Music Review
Various Artists
French Disco Boogie Sounds Vol.4
Die Compilation »French Disco Boogie Sounds« liefert standesgemäß Perlen für den Tanzflur. Das ist bei »Volume 4« nicht anders.
Music Review
Function
Existenz
»Existenz« liefert mit 17 Tracks auf Vinyl 4LP einen fulminaten Querschnitt über die 25 Jahre währende Arbeit von Function.
Music Review
François N'Gwa
Ogooue
Auf »Ogooue« finden sich die besten, der zwischen 1985 und 2004 entstandenen Stücke des gabunischen Musikers François N’Gwa wieder.
Music Review
Mike Selesia
Flavor
1976 haben Mike Selesia und seine Mitstreiter »Flavor« aufgenommen, 100 Stück pressen lassen. Jetzt ist das Jazzjuwel wieder erhältlich.
Music Review
Sokratis Votskos Quartet
Sketching The Unknown
Jazzman veröffentlicht mit »Sketching The Unknown« das tolle Debüt der griechischen Jazzer vom Sokratis Votskos Quartet.
Music Review
Eye
Metamujer
Die Französin Laurène Exposito legt als Eye ihre neue LP »Metamujer« vor und macht deutlich, dass sie sich musikalisch weiterentwickelt hat.
Music Review
Issam Hajali
Mouasalat Ila Jacad El Ard
»Mouasalat Ila Jacad El Ard«, das erstmals 1977 veröffentlichte Album des libanesischen Musikers Issam Hajali, wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Danny Brown
Uknowhatimsayin¿
Mit »Uknowhatimsayin¿« huldigt Danny Brown dem guten alten Hip-Hop der Neunziger. Themen wie Drogensucht oder Depression sucht man vergebens
Music Review
Om Buschman
Total
Das einzige Album von Om Buschmann, »Total« aus dem Jahre 1989 wurde nun via Glossy Mistakes wiederveröffentlicht.
Music Review
Gülistan
Oriental Groove
Hot Mule veröffentlicht »Oriental Groove«, der in den 1980er Jahren gegründeten österreichischen Band Gülistan, neu.
Music Review
Ruins
Marea / Tied
Das Anfang der 1980er Jahre veröffentlichte »Marea/Tied« der italienischen New-Wave-Band Ruins wurde von Music From Memory wiederentdeckt.
Music Review
Robag Wruhme
Topinambur EP
Verglichen mit »Venq Tolep« schielt Robag Wruhme mit der EP »Topinamur« wieder mehr auf den Dancefloor.
Music Review
L'Orange & Jeremiah Jae
Complicate Your Life With Violence
Auf »Complicate Your Life With Violence« spinnen L’Orange und Jeremiah Jae die Hard-Boiled-Geschichte des Vorgängers weiter.
Music Review
Andy Stott
It Should Be Us
Kurzerhand hat Andy Stott mit »It Should Be Us« neue Musik veröffentlicht. Neun Tracks, die der Vorbote eines neuen Albums sind.
Music Review
Shanti Celeste
Tangerine
Auf ihrem Debütalbum »Tangerine« stürmt Shanti Celeste den Dancefloor, ohne dabei eine Träne im Knopfloch zu tragen.