Music Review | verfasst 24.10.2011
Slugabed
Moonbeam Rider EP
Ninja Tune, 2011
Text Karim Chughtai
Deine Bewertung:
8.5
Nutzer (2)
7.0
Redaktion
Cover Slugabed - Moonbeam Rider EP

Mit seiner Bearbeitung des Songs Witness von Roots Manuva, gab der aus Bath stammende Greg Feldwick seinen Einstand auf Ninja Tune. Pünktlich zum zwanzigjährigen Jubiläum des Labels. Auch an einem Album schraubt der Engländer bereits, bis zu dessen Fertigstellung tröstet allerdings vorerst Moonbeam Rider als EP hinweg. Die gleicht einem Querschnitt zeitgenössischen US-Pops, der wiederum von Insel-tradierter UK-Bassmusik und einer klassischen Brit-Attitüde flankiert wird. Slugabeds deeper Ritt zum Mond. Episch, spacig, stellenweise funkig, beschossen unter aufblitzenden elektronischen Lasern und störrischen Bass-Turbulenzen, stellt Feldwick die eigenen extraterrestrischen Geografiekenntnisse unter Beweis. Mehrere Routen sind möglich in Richtung Erdtrabant. Schnell – via 2-Step-Wobble-Raumschiff (Tomorrow Morning), optimal – dank futuristischem Antrieb (Heck Flex, My Sense Of Smell Comes And Goes), malerisch – im LA-Hip Hop-Beat-Lowrider (Moonbeam Rider) oder konventionell – mit bewährten Swing-2-Takter. Facettenreich, spielerisch, referenziell, einerseits für sein speziellen Soundansatz, andererseits für die aktuelle Gangart in der britischen Clubmusik, stellt Slugabed in den fünf Tracks klar, warum er sich neben der Reise zum Mond auch das Signing im Indie-Lager No.1 verdient hat.

Die Moonbeam Rider EP von Slugabed findest du bei hhv.de: 12inch
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 21.05.2012
Slugabed
Time Team
Denke an Sternenkriege, Einhörner, Regenbogen und Club-Raves und Du bekommst eine ungefähre Ahnung, was hier passiert.
Music Porträt | verfasst 25.05.2012
Slugabed
Schieße, tanze, fahre Fahrrad!
Slugabeds Sound ballert. Auch auf seinem kürzlich erschienen Debütalbum geht es wild her. Welche wirre Geschichte es erzählt und zu was Slugabed die Hörer anregen will erfährst Du hier.
Music Review | verfasst 24.07.2014
Slugabed
Coolest EP
Die »Coolest EP« von Slugabed ist ein überbordendes, verkitschtes und naiv-kindliches Sammelsurium an seltsamen Kita-Klängen.
Music Review | verfasst 01.09.2010
Andreya Triana
Lost Were I Belong
Ein harter Weg war es, der bis zu diesem Album führte. Andreya Triana hat es zu einem guten Ende geführt.
Music Review | verfasst 15.10.2010
Eskmo
Eskmo
Eskmos neues Husarenstück wird sich in der Welt der Beats festbeißen und seine Fanbase rasant vergrößern.
Music Review | verfasst 17.09.2010
Various Artists
Ninja Tune XX
Ninja Tune ist ein kleines Wunder geglückt: Durch Herzblut und Innovation in 20 Jahren brandaktuell und gleichermaßen legendär zu sein. Glückwunsch!
Music Review | verfasst 28.02.2011
Stateless
Matilda
Das neue Album von Stateless hat sich die Prädikate »episch« oder »cineastisch« hingegen durchaus verdient.
Music Review | verfasst 17.03.2011
Spokes
Everyone I Ever Met
Das Debüt der Band aus Manchester strotzt vor Energie, doch hat leider auch nicht mehr zu bieten.
Music Review
Man Jumping
Jumpcut
Brian Eno soll sie einst »die wichtigste Band der Welt« genannt haben: Man Jumping. Ihr Debüt »Jumcut« wurde jetzt veröffentlicht.
Music Review
Shina Williams & His African Percussions
Shina Williams
»Shina Williams«, 1980 erstmals veröffentlichte LP von Shina Williams & His African Percussions, wurde erstmals wiederveröffentlicht.
Music Review
Pan American
A Son
Nach sechsjähriger Pause veröffentlicht Mark Nelson mit »A Son« ein neues Album als Pan American.
Music Review
Yoshio Ojima
Une Collection Des Chainons I: Music For Spiral
Mit »Une Collection Des Chainons I: Music For Spiral« wird das Frühwerk von Yoshio Ojima jetzt neu erschlossen.
Music Review
Various Artists
Space Funk
Die Retro-Ästhetik von alten Science-Fiction-Filmen überträgt die Compiplation »Space Funk« auf den Funk der Siebziger und Achtziger.
Music Review
Ryuichi Sakamoto
Thousand Knives Of
Schon 1978 mit seinem Debüt »Thousand Knives Of« bewies Ryuichi Sakamoto sein Gesprü für unkonventionelle Arrangements.
Music Review
RAMZi
Multiquest Niveau 1: Camouflé
Das alljährliche RAMZi-Album ist da. Auf »Multiquest Niveau 1: Camouflé« wirkt die musikalische Formel der Kanadierin etwas aufgebraucht.
Music Review
Various Artists
French Disco Boogie Sounds Vol.4
Die Compilation »French Disco Boogie Sounds« liefert standesgemäß Perlen für den Tanzflur. Das ist bei »Volume 4« nicht anders.
Music Review
Function
Existenz
»Existenz« liefert mit 17 Tracks auf Vinyl 4LP einen fulminaten Querschnitt über die 25 Jahre währende Arbeit von Function.
Music Review
François N'Gwa
Ogooue
Auf »Ogooue« finden sich die besten, der zwischen 1985 und 2004 entstandenen Stücke des gabunischen Musikers François N’Gwa wieder.
Music Review
Mike Selesia
Flavor
1976 haben Mike Selesia und seine Mitstreiter »Flavor« aufgenommen, 100 Stück pressen lassen. Jetzt ist das Jazzjuwel wieder erhältlich.
Music Review
Sokratis Votskos Quartet
Sketching The Unknown
Jazzman veröffentlicht mit »Sketching The Unknown« das tolle Debüt der griechischen Jazzer vom Sokratis Votskos Quartet.
Music Review
Eye
Metamujer
Die Französin Laurène Exposito legt als Eye ihre neue LP »Metamujer« vor und macht deutlich, dass sie sich musikalisch weiterentwickelt hat.
Music Review
Issam Hajali
Mouasalat Ila Jacad El Ard
»Mouasalat Ila Jacad El Ard«, das erstmals 1977 veröffentlichte Album des libanesischen Musikers Issam Hajali, wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Danny Brown
Uknowhatimsayin¿
Mit »Uknowhatimsayin¿« huldigt Danny Brown dem guten alten Hip-Hop der Neunziger. Themen wie Drogensucht oder Depression sucht man vergebens
Music Review
Om Buschman
Total
Das einzige Album von Om Buschmann, »Total« aus dem Jahre 1989 wurde nun via Glossy Mistakes wiederveröffentlicht.
Music Review
Gülistan
Oriental Groove
Hot Mule veröffentlicht »Oriental Groove«, der in den 1980er Jahren gegründeten österreichischen Band Gülistan, neu.
Music Review
Ruins
Marea / Tied
Das Anfang der 1980er Jahre veröffentlichte »Marea/Tied« der italienischen New-Wave-Band Ruins wurde von Music From Memory wiederentdeckt.
Music Review
Robag Wruhme
Topinambur EP
Verglichen mit »Venq Tolep« schielt Robag Wruhme mit der EP »Topinamur« wieder mehr auf den Dancefloor.
Music Review
L'Orange & Jeremiah Jae
Complicate Your Life With Violence
Auf »Complicate Your Life With Violence« spinnen L’Orange und Jeremiah Jae die Hard-Boiled-Geschichte des Vorgängers weiter.
Music Review
Andy Stott
It Should Be Us
Kurzerhand hat Andy Stott mit »It Should Be Us« neue Musik veröffentlicht. Neun Tracks, die der Vorbote eines neuen Albums sind.
Music Review
Shanti Celeste
Tangerine
Auf ihrem Debütalbum »Tangerine« stürmt Shanti Celeste den Dancefloor, ohne dabei eine Träne im Knopfloch zu tragen.
Music Review
Cal Massey
Blues To Coltrane
»Blues To Coltrane«, das einzige Album des zu früh verstorbenen Jazzmusikers Cal Massey aus dem Jahr 1961, wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Daniel Grau
El Mágico Mundo De Daniel Grau
Nach einer jahrzehntelangen Pause legt Daniel Grau mit »El Mágico Mundo De Daniel Grau« ein neues Album vor.
Music Review
Brainstory
Buck
Wie viele Sunny-California-Klischees lassen sich auf ein Album pressen? Mit »Buck« testen Brainstory es aus.
Music Review
Tapan meets Generation Taragalte
Atlas
Ein Industrial-Projekt aus Serbien trifft auf eine Tuareg-Combo aus Marokko… und »Atlas« von Tapan meets Generation Taragalte funktioniert
Music Review
Turquoise Days
Further Strategies
So richtig totzukriegen ist die Musik von Turquoise Days nicht: Mit »Further Strategies« kommen die Songs der Briten zu wiederholter Ehre.
Music Review
FKA twigs
Magdalene
FKA twigs ist zurück, mit »Magadalene«, auf Albumlänge, und sie ist unbewaffnet bis unter die Zähne.
Music Review
Steve Reid
Rhythmatism
Mit »Rhythmatism« hatte Steve Reid 1975 ein Manifest für das friedliche Miteinander von Gegensätzen abgeliefert.
Music Review
Buttechno
badtrip
Das Debüt von Buttechno auf Nina Kraviz’ Label Trip ist, was der Titel ankündigt: ein »badtrip«, der viel Verwirrung stifftet.
Music Review
Tableau Vivant
Double Dream Hands
Tableau Vivant ist das gemeinsame Projekt von Infuso Gallo und Joshua Gottmanns. »Tableau Vivant« ihre erste Veröffentlichung.
Music Review
Nick Cave & The Bad Seeds
Ghosteen
»Ghosteen« von Nick Cave & The Bad Seeds wird als Meisterwerk eingehen und sich ob seiner Zerbrechlichkeit doch kaum hören lassen.
Music Review
Lost Scripts
Giske / Mozart
Für die beiden Stücke »Giske« und »Mozart« haben sich John Talabot und Pional einmal mehr unter dem Namen Lost Scripts zusammengefunden.
Music Review
A Winged Victory For The Sullen
The Undivided Five
Tiefer und berührender als auf »The Undivided Five« klangen A Winged Victory For The Sullen tatsächlich noch nie.
Music Review
Patrick Cowley
Mechanical Fantasy Box
»Mechanical Fantasy Box« gibt einen Überblick über das Schaffen des viel zu früh verstorbenen Disco-Pioniers Patrick Cowley.
Music Review
Michael Kiwanuka
KIWANUKA
Die große Kunst des neuen, dritten Albums von Michael Kiwanuka: Es klingt gleichzeitig nach Vergangenheit und Zukunft.
Music Review
Cigarettes After Sex
Cry
Es gibt reflektiertere Songs über die Liebe, aber nur wenige sind in so schöne Ohrwürmer wie auf »Cry« von Cigarettes After Sex gepackt.
Music Review
Kiefer
Superbloom + Bridges EP
Stones Throw bringt die beiden EPs »Superbloom« und »Bridges« von Kiefer auf einem Vinylrelease gemeinsam heraus.
Music Review
Vulfpeck
The Beautiful Game
Groove kann so einfach sein: Die Funkband Vulfpeck aus Ann Arbor haben ihr zweites Album »The Beautiful Game« veröffentlicht.
Music Review
Teebs
Anicca
»Anicca« ist das erste Album von Teebs seit fünf Jahren. Es ist inhaltlich ein zeitgeistiges Album mit Botschaft, musikalisch nicht.
Music Review
Conforce
Dawn Chorus
Quo vadis Techno? Der niederländische Produzent Conforce gibt auf »Dawn Chorus« Einblicke, wohin die Reise gehen könnte.