Music Review | verfasst 08.11.2011
Driphouse
Spectrum 008
Spectrum Spools, 2011
Text Sebastian Hinz
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Redaktion
Cover Driphouse - Spectrum 008

Darren Ho hat sein Anfang des Jahres auf Kassette beim Label Root Strata aus San Francisco veröffentlichtes und schlicht die Katalognummer Root 91 tragendes Album nun auf Vinyl beim von Emeralds’ John Elliott kuratierten Label Spectrum Spools veröffentlicht. Es trägt hier folgerichtig den Namen Spectrum 008. Die Zeit, die der in New York lebende Musiker bei der Namensfindung spart, steckt er lieber in die technische Verfeinerung seiner Instrumente. Tatsächlich sind die verwendeten Synthesizer mitunter handgemacht. Ein Aspekt, der hier bei der Reflektion nicht fehlen darf, geht es doch nicht um das geschickte Zusammensetzen von Presets oder ein spezielles Können an einem Instrument, sondern um die Erschaffung von synthetischen Klängen quasi aus dem Nichts. Ein in Vergessenheit geratener, vormals entscheidender Impuls bei der Entwicklung elektronischer Musik. Dementsprechend schräg klingt Spectrum 008. Alles läuft ein bisschen unrund wie ein Fahrrad, dessen Räder man sich aus einem Stück Blech und mit einem Hammer selbst geschlagen hat. Dennoch fallen die sieben Stück niemals in Krach um. Stattdessen sind sie verspielt, manchmal in Albernheiten verfallend oder entwickeln eine entrückte und fragile Schönheit, dessen Höhepunkt wohl im spirituellen Mantra des achteinhalbminütigen Smiley zu finden ist.

Das Album Spectrum 008 von Driphouse findest du bei hhv.de: LP
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