Music Review | verfasst 16.11.2011
Sepalot
Chasing Clouds
Eskapaden, 2011
Text Maximilian Theisen
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Redaktion
Cover Sepalot - Chasing Clouds

Wer den Blumentopf-Produzenten und DJ Sepalot schon mal bei einer seiner Live-Shows erleben durfte, der weiß, dass bei dem Münchener jeder Handgriff sitzt. Versiert an MPC und Turntables, gehört Sebastian Weiss seit langem zu den gefragtesten HipHop-DJs Deutschlands. Seine Produzentenfähigkeiten hat Sepalot auch schon außerhalb von Blumentopf unter Beweis gestellt, schließlich hat er schon Tracks mit Blu, Saigon oder Ladi6 erarbeitet und zu Hits gemacht. Auf Chasing Clouds macht der Produzent noch einmal deutlich, wie überzeugend solide seine Musik ist. Auf jedem Stück kombinieren sich Retro-Sounds, die an alte Funk- und Soul-Zeiten erinnern, mit groovigen und shufflenden MPC-Breaks. Und trotz dieser thematischen Übereinstimmung, steht doch fast jedes Stück für sich. Besonders hervorstechend ist der zweideutige Titel Warum kann ich nicht mehr?. Harmonien, die an einen James-Bond-Soundtrack erinnern, werden gepaart mit E-Piano-Klängen und einem sehr emotionalen Gesang, der ein bisschen an der Grenze zum Kitsch kratzt. Die großen Bläserakkorde heben diese beschauliche Atmosphäre dann überraschend auf eine neue Ebene und geben dem Stück verdammt viel Soul. Die besagte Grenze zum Kitsch ist leider bei ein paar wenigen Stücken das Problem. Das Album lässt sich ohne irgendwelche Skip-Impulse durchhören, allerdings plätschert die Musik an manchen Stellen auch nichtssagend vor sich hin. Diese Stücke sind aber zum Glück die Ausnahme, ansonsten ist Sepalot ein gutes Album gelungen.

Das Album Chasing Clouds von Sepalot= findest du bei hhv.de auf CD und LP.
Dein Kommentar
1 Kommentare
09.08.2012 09:16
turnvaeter:
In der Summe ein wirklich gutes Album. Stellenweise ist es kurz davor ins Belanglose zu kippen, aber dann fängt es sich wieder und hat mich am Haken
: )
Besonders die Streicher bei Pick Up The Pieces machen das Stück zu einem astreinen Club-Track...i like! Die Begeisterung über "Warum kann ich nicht mehr" kann ich leider nicht ganz teilen. Die Doppeldeutigkeit des Titels ist zweifelsohne eine intelligente Idee, aber der Track selbst, erinnert mich sehr an die Bastel-Beats von Fangkiebassbeton. Doch die Geschmäcker sind halt verschieden! Aber wie bereits erwähnt wurde, ist es eigentlich ein tolles Album mit ganz viel Herz und Soul. Ich glaube ja, dass man einem Album anhören kann, welche emotionale Relevanz es für den Künstler hat und in diesem Fall freue ich mich einfach darüber, dass Sepalot uns daran teilhaben lässt.
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