Music Review | verfasst 20.02.2012
Sigha
Abstractions I-IV
Hotflush Recordings, 2012
Text Henning Koch
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7.5
Redaktion
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Mit seiner aktuellen EP Abstractions I-IV wagt sich der Londoner Techno-Produzent James Shaw in düsterere Gefilde als man es bisher von ihm gewohnt war. Sowohl das Artwork mit einem kargen, winterlichen Motiv, als auch die Tracktitel kündigen bereits eine melancholische Grundstimmung an, die Sigha auch konstant in seine musikalische Umsetzung einfließen lässt. Something In Between Us eröffnet die Platte mit weiten, sphärischen Klangflächen und überrascht durch die komplette Abwesenheit eines rhythmusgebenden Beats. Darauf folgt mit Where I Come To Forget das eindeutige Herzstück der Platte, das auch schon auf Scubas DJ-Kicks-Compilation vertreten war. Ein stampfender Techno-Beat dient als Grundlage für die kratzigen und tropfenden Klangkompositionen, die im Hintergrund aktiv sind und die Spannung beim Zuhörer über die gesamte Laufzeit hinweg aufrechterhalten können. Dies will dem weitaus druckvolleren How To Disappear nicht ganz so gut gelingen. Zwar versucht der Track, mit seinen Glockenklängen einen breiten auditiven Raum zu erkunden, verliert sich dabei aber etwas in seiner starren Repetitivität. Mit Drown kündigt sich der düstere Abschluss der Platte an, ein breit angelegter Klangraum im tiefen Frequenzbereich, dessen konstanter Beat immer wieder von unheimlich hallenden Kompositionen überspielt wird. Somit sind es vor allem Something In Between Us und Drown, die dem Titel der Platte gerecht werden und abstrakte Techno-Variationen bieten, die ihre melancholische Wirkung auch abseits der Tanzfläche entfalten können.

Die Musik von Sigha findest du bei hhv.de: 12inch
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