Music Review | verfasst 22.02.2012
John Talabot
ƒin
Permanent Vacation, 2012
Text Andreas Peters
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Redaktion
Cover John Talabot - ƒin

John Talabot, einer der Überflieger des noch jungen Jahres kommt von dort, wo ihn garantiert niemand gesucht hätte: aus Barcelona. Mt »Sunshine« hatte John Talabot bereits einen Hype über Nacht. Ein sommerlicher Electrosound direkt aus der vielleicht sonnigsten Stadt Europas – was besseres konnte es nicht geben. Wäre da nur nicht das Selbstverständnis des Künstlers, der seine Musik selbst als »dark« und »shadowy« bezeichnete. Und ja, tatsächlich, wenn man genau hinhört, verbirgt sich auch bei den früheren Releases des Spaniers eine versteckte Melancholie und Tiefe hinter der lockerleichten Fassade. Sein Debüt »ƒin« lässt da gar keine Zweifel mehr aufkommen. Talabot hat hier eine vielschichtige Electro-Platte geschaffen, die sich gekonnt verschiedener Genres bedient, sie zitiert und ihres Kontextes beraubt, gleichzeitig aber weniger Samples verwendet als zu vor. Trotzdem, oder eher deswegen, bleibt sie in jeder Sekunde spannend und groovt sich an der imaginären Grenze zwischen Deep House, Disco und Indie-Rock entlang. Im Mittelpunkt seiner komplexen Kompositionen stehen die Vocals. Kein Wunder, dass die Kooperationen mit Ekhi, v.a. aber mit dem Labelkollegen Pional die hypnotisierendsten Songs der Platte hervorbrachten. Talabot ist mit »ƒin« eine absolute Überraschung gelungen, indem er dem Druck standgehalten, seinen Stil verfeinert und für alle hörbar nach außen gekehrt hat. Ein Dauergast in den Endjahreslisten – garantiert.

Das Album »ƒin« von John Talabot findest du bei hhv.de: LP+CD CD
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