Music Review | verfasst 31.07.2012
The Kings Of Dubrock
Fettucini
Staatsakt, 2012
Text Martin Silbermann
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Redaktion
Cover The Kings Of Dubrock - Fettucini

»Wer Musik nur zum Spaß macht, der wird jung sterben.« Laut Jacques Palminger sagte das Fela Kuti. Der Ausspruch kann gleichzeitig aber auch als Erklärung für Palmingers musikalischen Schaffenswahn herhalten, denn nach dem wundervollen Album »Jzz & Lyrk« vor nichtmal einem halben Jahr (zusammen mit dem 440 Hz Trio), legt er nun gemeinsam mit Rica Blunk und Viktor Marek ein weiteres Hammer-Album vor. Sensationell alberne, unsinnige, amüsante und doch hintergründige Texte doziert Palminger mit fast schon routiniertem Punchline-Timing über eigenwillige und tatsächlich innovative Dub-Riddims. Dazu steuert Blunk Hooklines in mindestens fünf Sprachen bei und trällert auch noch den kommenden Sommer-Hit »MDMA«. Die teilweise frei assoziierten Texte passen dann auch sehr gut zum streckenweise improvisierten Soundgewand, das Marek immer mit einer Extra-Portion Bass ausstattet (schließlich ist Dub ohne Bass »wie Bach ohne Finger – imposible!«). Scheinbar mit den Texten interagierend dreht er an seinen Knöpfchen. Neben Dub-Pionieren wie King Tubby und dem anfangs erwähnten Fela Kuti beziehen sich die Dubrock-Könige ebenso explizit auf Adriano Celentano, mit dem sie den bizarren Witz teilen. Nach »Mondo Cherry« von 2008 ist »Fettuccini« ein mehr als würdiger Zweitling. »Fasten your beatbelts … Hannibal Selector … hier kommt Germany’s next Dubmodel!«

Das Album »Fettucini« von The Kings Of Dubrock findest du bei hhv.de.
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