Music Review | verfasst 24.08.2012
Robot Koch
Cosmic Waves EP
Project: Mooncircle, 2012
Deine Bewertung:
8.3
Nutzer (7)
7.5
Redaktion
Cover Robot Koch - Cosmic Waves EP

Robert Koch is the hardest working Exil-Kasseler in Berlin. Nach einer guten Dekade als Produzent für die Band Jahcoozi, firmiert er inzwischen auch seit vier Jahren als Solokünstler, um die Musiklandschaft mit ebenso verqueren wie verspielten Elektronik-Beats zu bereichern. Seine erste Solo-LP auf dem Berliner Label Project: Mooncircle, »Death Star Droid«, konnte man noch leicht als elektronisch umgesetzten Instrumental-Hip-Hop identifizieren, doch dieses Etikett ist für den Produzenten längst zu schmal geworden. Überhaupt scheint der Tausendtsassa alles zu können: Man denke nur an das Soundgewand, in das er Graciela Marias Album »Many Places« gehüllt hat, wo eine organisch anmutende Instrumentierung komplett andere Klangfarben als seine gewohnten, kühlen Synthie-Arrangements zeichnen. Auch Zeit scheint für ihn keine Rolle zu spielen, wenn man sich sein musikalisches Portfolio mal näher betrachtet – über zehn LPs und EPs in den letzten vier Jahren, dazu Produktions- und Remixtätigkeiten für solch unterschiedliche Künstler wie Modeselektor, Ira Atari, Jennifer Rostock, Mexicans with Guns, Bassnectar, Marteria, Casper, K.I.Z. und Max Mutzke. Ein Roboter wie Koch braucht allem Anschein nach keinen Schlaf. Also: Schnell seine neue EP angehört, bevor er noch zwei, drei weitere neue Releases heraus gebracht hat! Mal sehen, ob er dann immer noch so lässig Deepness mit Leichtfüßigkeit kombinieren kann wie bei diesen »Cosmic Waves«.

Die EP »Cosmic Waves« von Robot Koch findest du bei hhv.de: 12inch
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 05.10.2011
Robot Koch
The Other Side
Ruhiger, vielleicht nachdenklicher präsentiert sich The Other Side des Produzenten Robot Koch.
Music Review | verfasst 31.01.2013
Various Artists
10 yrs hhv.de 7" Series Vol.10
Die die Reihe »10 YRS hhv.de 45 Series« abschließende 7“ »Vol. 10« widmet sich dem hauseigenen Label Project: Mooncircle.
Music Interview | verfasst 27.08.2012
Robot Koch
No real dubstep
John Peel beschreib seine Produktionen als »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft«. Diese Woche erscheint nun mit »Cosmic Waves« eine neue EP des Wahl-Berliners Robot Koch. Wir nutzten das zu einem Gespräch.
Music Porträt | verfasst 20.01.2010
Robot Koch
Robot doesn't sleep
Seit 10 Jahren geistert Robot Koch als Produzent, Musiker von Jahcoozi, DJ durch die Berliner Ausgehwelt. Stets wurde sein Talent hofiert und gefeiert. Und auch »Death Star Droid« braucht sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.
Music Liste | verfasst 14.03.2011
Robot Koch
DJ Charts
Nächsten Monat kommt die Kollaboration zwischen Robot Koch und John Robinson in die Läden. Wir haben den Berliner Beatproduzenten schon heute gefragt, was derzeit so auf seinen Plattentellern landet.
Music Review | verfasst 04.02.2014
Robot Koch
Unpaved EP
Der Sound von Robot Koch bietet sich für Filme an – jetzt gibt es mit der »Unpaved EP« ein gemeinsames Projekt mit Lukas Feigelfeld.
Music Review | verfasst 30.08.2013
Robots Don't Sleep
Mirror
Robot Koch hat die manchmal verstörenden Elemente seiner Soloproduktionen gegen melodiöses Songwriting eingetauscht.
Music Review | verfasst 06.01.2014
The Range
Nonfiction
Vielfältig, positiv und entspannt ist die Musik auf dem Debüt des amerikanischen Producers The Range.
Music Review
The Purist
Pyrex Scholar
Auch auf seiner neuen Platte »Pyrex Scholar« hält es The Purist getreu seinem Namen unverfälscht: fette Sample Breaks im 90er Stil.
Music Review
Guapo
Obscure Knowledge
Die Platte »Obscure Knowledge« der britischen Band Guapo hat ein bisschen Zeitreise-Charakter. Doch man lässt sich nur zu gern mitnehmen.
Music Review
David Torn
only sky
Soloalben von David Torn sind ein rares Gut – und »only sky« ist strenggenommen seine erste reine Soloplatte.
Music Review
DJ Rashad
6613
»6613«, die zweite postum erschienene EP des Chicagoer Footwork-Pioniers DJ Rashad, ist weit mehr als ein Betroffenheitsartefakt.
Music Review
Slum Village
Yes
Das achte Album »Yes« der Stehaufmännchen von Slum Village ist eine bittersüße Familienfeier aus dem Fusion-Sample-Tank von J Dilla.
Music Review
Anderson .Paak
Venice
Leider im Format vergriffen: »Venice«, das Debüt von Anderson Paak hätte ein prima Mixtape werden können. Als Album ist es nur Durchschnitt.
Music Review
Alden Penner
Canada In Space EP
Alden Penner hat bei The Unicorns und Clues mitgewirkt. Mit der »Canada In Space EP« kann er daran gemessene Erwartungen locker erfüllen.
Music Review
Manni Dee
Human Image
Der Brite Manni Dee changiert auf seiner zehnten EP »Human Image« zwischen Traditionsbewusstsein und Zeitgeistigkeit.
Music Review
Various Artists
Kollektion 04 (compiled by Richard Fearless)
Mit RIchard Fearless von Death In Vegas stellt für die Reihe »Kollektion« erstmals ein Musiker das gesamte Archiv von Bureau B auf den Kopf.
Music Review
Voices From The Lake
Live at MAXXI
Donato Dozzy und Neel haben als Voices From The Lake im Oktober des vergangenen Jahres das MAXXI in Rom live bespielt.
Music Review
Jaakko Eino Kalevi
Jaakko Eino Kalevi
Vom Straßenbahnfahrer zum Albumdebütanten: Jaakko Eino Kalevi legt sein selbstbetiteltes Gesellenstück vor.
Music Review
Mura Masa
Someday Somewhere
Trotz seiner 19 Jahre hat der Beatmaker Mura Masa mit seinem Sound einige Anhänger gefunden. Nun erscheint »Someday Somewhere«.
Music Review
Hauschka
2.11.14
Für »2.11.14« hat der als Hauschka musizierende Pianist Volker Bertelmann sein präpariertes Klavier auf eine japanische Insel geschleppt.
Music Review
Various Artists
Disco 2: A Further Fine Selection of Independent Disco
Soul Jazz geht in die nächste Runde: »Disco 2: A Further Fine Selection of Independent Disco, Modern Soul and Boogie 1976-80«.
Music Review
Ta-Ku
Songs To Make Up To
Die EP »Songs To Make Up To« von Ta-Ku ist das bessere Sequel zu dem vor zwei Jahren erschienen »Songs To Break Up To«.
Music Review
John Beltran
Espais
Was John Beltrans letztjährige Ambient-Compilation »Music For Machines« stark machte, fehlt auf seinem neuen Album »Espais«: das Narrativ.
Music Review
Jabu ft. Chester Giles
Slow Hours
Das Bristolische Duo Jabu zeigt sich minimalistisch. »Slow Hours« mit Lyriker Chester Giles bringt trotzdem viel Tiefe mit.
Music Review
LA Priest
Inji
Samuel Eastgate, ehemaliger Sänger von Late Of The Pier, erfindet sich auf »Inji« als LA Priest neu.
Music Review
Ital
Toxic Work Environment
Ital präsentiert auf »Toxic Work Environment« ins Dystopische driftenden Minimal Techno. In Sachen Komplexität ist das erst einmal neu.
Music Review
Len Faki
Basement Trax Vol.2
»Basement Trax Vol.2« von Len Faki bietet Peak-Time-Tracks für all jene, die sich den Wechselspielen des Lebens zu entziehen wissen.
Music Review
Computer Graphics
CCCP
Alexey Devyanin leidet unter Archivfieber. Als Pseudonym Computer Graphics wühlt sich der Russe durch das mediale Archiv der Sowjetunion.
Music Review
Merle
2000 - And We're Still Here
House-Legende Merwyn Sanders lässt als Merle seinen 15 Jahre alten Klassiker »2000 – And We’re Still Here von Merle« wiederaufleben.
Music Review
Pilocka Krach
Best Of
Ein »Best Of« gegen Berliner Bierernstigkeiten: Pilocka Krachs Krach knallt und kratzt auf Länge-LP lange nicht so schön wie im Kurzformat.
Music Review
Hidden Orchestra
Reorchestrations
Nicht Remixe, nicht Interpretationen: Die »Reorchestrations« des Hidden Orchestras lassen ihr Ausgangsmaterial noch durchschimmern.
Music Review
The Orb
Moonbuilding 2703 AD
Manche Reisen sollte man mehrmals antreten, weil es jedes Mal etwas Neues zu entdecken gibt. Dieses Album ist eine davon.
Music Review
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Review
Dele Sosimi
You No Fit Touch Am
»You No Fit Touch Am« von Dele Sosimi hat es einfach in sich: animalisch wild, instinktiv verständlich und einfach tierisch gut.
Music Review
Tissu
Unmanned Vehicle
Keine Informationen zu Tissu, außer: ein neuer Act aus der Schweiz. Die erste EP »Unmanned Vehicle« klingt trotzdem nach Staub und Meer.
Music Review
Ken Camden
Dream Memory
Ken Camden will auf »Dream Memory« die klangliche Lücke zwischen Gitarrensound und Synthesizer schließen.
Music Review
Snow Bone
Protoplanetary
Es ist ein ungefiltertes Statement, das der Brite Snow Bone mit seiner dritten EP »Protoplanetary« in Vinyl ritzen lässt.
Music Review
Hilde Marie Holsen
Ask
Für ihr bei Hubro Music erscheinendes Debüt »Ask« hat Hilde Marie Holsen fünf jazzige Stücke im Studio an der Akademie in Oslo improvisiert.
Music Review
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Review
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Review
Richard Marks
Never Satisfied: Complete Works 1968-83
Richards Marks’ Funk muss sich nicht vor den Funk Größen der 60ern verstecken. Jetzt erst erscheinen seine Song auf Album-Format.
Music Review
Point G
#7
Point Gs Secret Weapons machen wenig Aufhebens um die Person dahinter. Im Zentrum steht die Liebe zum perfekten Groove. So auch bei »#7«.
Music Review
Black Rebel Motorcycle Club
Live In Paris
Nach 20 Jahren Bestehen liefern Black Rebel Motorcycle Club mit »Live In Paris« ihr erstes Livealbum.
Music Review
Evan Caminiti
Meridian
Evan Caminitis siebtes Soloalbum klingt elektronischer denn ja. »Meridian« soll Energieflüsse regulieren. Harte Esoterik, softe Synthies.
Music Review
Terrence Fixmer
Aktion Mekanik Theme Versions
Zwölf Jahre nach Release erhält »Aktion Mekanik« von Terrence Fixmer bei Ostgut Ton ein paar Remixe.
Music Review
Aidan Baker & Idklang
In The Red Room
Aidan Baker hat mit Idklang einen Partner gefunden, der seiner ausufernden Kunst einen formlosen Rahmen gibt.
Music Review
PINS
Wild Nights
Die Britinnen von PINS versprechen auf ihrem neuen Album wilde Nächte. »Wild Nights« will das aber nicht so ganz einlösen.
Music Review
HELM
Olympic Mess
Stressbewältigung durch Musik: Luke Younger wagt als HELM mit »Olympic Mess« den Versuch, mit dem eigenen Chaos umzugehen.