Music Review | verfasst 19.09.2012
Robag Wruhme
Olgamikks
Nachtdigital, 2012
Text Jens Pacholsky
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Redaktion
Cover Robag Wruhme - Olgamikks

Nachtdigital ist seit vielen Jahren das Kleinbiotop wahrer Enthusiasten der elektronischen Musik. Jeden Sommer treffen sich eine Hand voll Musikliebhaber im beschaulichen Bungalow-Dorf Olganitz in den Tiefen Sachsens, um handverlesene Künstler zu feiern. Die Größe ist so überschaubar, dass man quasi direkt vom Zelt vor die Bühne fallen kann. Und trotz des Understatements, überschaubaren Budgets und der restriktiven Sponsoring-Politik finden sich auch immer einige verblüffende Namen wie Plaid, Scuba, Moderat und Shackleton – ohne gleich auf Namedropping machen zu wollen. Robag Wruhme, einst eine Hälfte der Wighnomy Brothers, ist seit 2003 eine feste Instanz auf dem Festival. Zur 15. Auflage des Festivals übernimmt er deshalb die ehrenvolle Aufgabe des Jubiläumsmixes. Und ganz im Sinne des Festivals ist »Olgamikks« kein Brett vorm Herrn, sondern ein sanftes, entspannt groovendes Fließgewässer der elektronischen Clicks & Beats. Wruhme ist v.a. für seine fast zärtlichen Bearbeitungen anderer Künstler bekannt, denen er immer ein warmes Wippen verleit. Selbst Autechre (»Nine«) und Aphex Twin (»On«) finden dadurch in seinen Live-Mixen regelmäßig Unterschlupf. Auf »Olgamikks« sind es feinfühlige Bearbeitungen von Modeselektor, Gui Boratto, Extrawelt, Dntel und einigen anderen. Der Sound ist weich, der Groove eher Afterhour und alles in allem minimalisiert. Wir bewegen uns ruhig in Richtung Morgensonne. Über 14 Tracks kann diese Entspannung aber auch schnell in Eintönigkeit umschlagen. Ein paar Ecken und Kanten mit Dynamik wären willkommen gewesen.

Das Album »Olgamikks« von Robag Wruhme findest du bei hhv.de.
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