Music Review | verfasst 20.12.2012
Mouse On Mars
WOW
Monkeytown, 2012
Text Martin Silbermann
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Redaktion
Cover Mouse On Mars - WOW

Laut Eigenaussage von Jan St. Werner und Andi Toma mögen die beiden Club-Musik eigentlich gar nicht. Da wundert man sich nach dem ersten Durchgang der neuen EP »WOW«, dass schein- und hörbar die Labelbosse Modeselektor von Monkeytown Records dann wohl doch einen gewissen Einfluss auf den aktuellen Mouse-On-Mars-Output haben. Natürlich finden sich hier keine tumben, austauschbaren Dance-Tracks, deren niedriger Anspruch es ist, verdrogte Partygänger zum Tanzen zu bringen. Club-tauglich ja, aber bitte stets mit überraschenden Wendungen, die den Tanz schon mal stocken lassen können; zumindest für ein Augenzwinkern zwischen den Bass-Drums ist immer gesorgt. Die verarbeiteten Einflüsse reichen von grimigen Beats auf »HYM« bis hin zu P-Funk und Dicke-Hose-HipHop (»APE«), doch als reinen Gegenentwurf zum durchkomponierten, verkopfteren Vorgänger »Parastrophics« kann man das nur 33-minütige Werk nun auch wieder nicht bezeichnen. Eher als eine weitere interessante Fassette im Mouse-On-Mars-Klangkosmos. Für die stimmliche Unterstützung holte man sich zudem den vietnamesischen Performer Dao Anh Khanh, Eric D. Clarke und Las Kellies (Girl-Punk aus Argentinien) ins Studio. Ersterer erfand für »WOW« sogar eine eigene Phantasiesprache, so dass trotz nur neunmonatiger Produktionszeit doch wieder etwas Konzeptkunst drinsteckt.

Die EP »Wow« von Mouse On Mars findest du bei hhv.de: 2LP CD
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