Music Review | verfasst 22.01.2013
FORMA
OFF/ON
Spectrum Spools, 2012
Text Sebastian Hinz , Übersetzung Julia Frohn
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Redaktion
Cover FORMA - OFF/ON

Das Trio FORMA hat einen ausgeprägten Sinn für analoge Synthesizer und den damit reproduzierbaren Klang der 1970er und frühen 1980er Jahre. Ein widerlicher, faszinierender Klang, dessen Ambivalenz in den letzten Jahren besonders von Oneohtrix Point Never herausgeschält wurde und dessen Design von Musikern wie Com Truise, Jonas Reinhardt, Steve Hauschildt und anderen als Charakteristika genutzt worden ist. Die Musik von FORMA ist zwischen Krautrock und Kosmische Musik angesiedelt. Das selbstbetitelte Debüt der New Yorker aus dem Jahre 2011 war dabei eher von einer verträumten Weltenflucht geprägt. »OFF/ON« verheimlicht ebensowenig sein Faible für Jean Michel Jarre und Tangerine Dream, bindet aber im Gegensatz zum Erstling mehr Schlagwerk ein. Doch wo Com Truise das zwiespältige Sounddesign mit einem zeitgenössischen Beatsound konterkariert, setzen Mark Dwinell, Sophie Lam und George Bennett auch hier auf das damals verwendete Instrumentarium. Eine Differenz zum ursprünglichen Sound sticht so nur durch spezifische Modernitäten in den Arrangements und Kompositionen hervor. Das gelingt mitunter sehr gut wie auf »Off« und »FORMA 2868« und ist auch überzeugend bei den auf Beats verzichtenden Tracks »FORMA 313« und »FORMA 358«. Es kann aber auch dröge Orgelmusik sein (»FORMA 306C«). Reich an Nuancen und Details ist »OFF/ON«, das muss noch erwähnt werden, eine Platte, die das Potenzial hat, mit jedem Hören zu wachsen.

Das Album »Off/On« von FORMA findest du bei hhv.de auf LP
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