Music Review | verfasst 30.04.2013
Tessela
Hackney Parrot/Helter Skelter
Poly Kicks, 2013
Text Sebastian Hinz , Übersetzung Julia Frohn
Deine Bewertung:
8.3
Nutzer (3)
7.8
Redaktion
Cover Tessela - Hackney Parrot/Helter Skelter

Tessela’s Ed Russel hat zu Beginn des Jahres sein eigenes Label Poly Kicks ins Leben gerufen und eröffnet dieses neue Kapitel mit einem Knaller. Bezogen auf seine vorangegangenen Releases für Punch Drunk, 2nd Drop und All City Dublin ist diese 12inch eine echte Weiterentwicklung. Das hört man zuerst an den Beats, die hier so scharf, spitz und schnittig klingen wie vorher nicht. Zudem ist Tessela mutig. Denn »Hackney Parrot« und »Helter Skelter« sind zwei komplett andere Dinge. Die A-Seite haut auf knapp sechs Minuten stilistisch alles in die Waagschale und gewinnt. »Hackney Parrot« ist ein echter Kracher, geht im Tempo nach vorne, mit einem zwischen Drum’n’Bass und Garage angelegten Beatgerüst und einem im Gesangssample und im Arrangement erkennbaren Faible für Soul Music. Und Tessela hat Humor, legt falsche Fährten, zerstückelt das Zusammengefügte, lacht sich ins Fäustchen. Very british. Die vierminütige B-Seite finde ich dahingehend fast noch besser. »Helter Skelter« ist sowohl in der Produktion als auch im Humor trockener. Noch mehr Fallen, noch mehr Irrwege, aus dem Nichts kommende Wild-West-Melodien, die nach 30 Sekunden auch wieder im Nichts verschwinden, Breaks die mit einem irrwitzigen Bongoschlag enden und ähnliches. Gut gemachte Unterhaltung.

Die 12" »Hackney Parrot/Helter Skelter« von Tessela findest du bei hhv.de: 12inch
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 05.11.2013
Tessela
Nancy's Pantry 12"
Tessela hat sich viel vorgenommen für sein Debüt auf dem belgischen Kultlabel R&S und weiß auch diesmal zu überzeugen.
Music Review | verfasst 07.08.2014
Tessela
Rough 2
Mit »Rough 2« macht Tessela seine experimentelle Herangehensweise an das elektronische Genre zu seinem eigenständigen Markenzeichen.
Music Review | verfasst 05.03.2012
Tessela
D Jane / Channel
Der Neuzugang bei Punch Drunk Records legt auf D Jane / Channel einen harten Stepper mit Blick auf die Tanzfläche vor.
Music Liste | verfasst 13.10.2017
Ausklang | 2017KW41
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 18.04.2012
Orbital
Wonky
Orbital wollen nach langer Pause zeigen, dass sie noch immer der größte Techno-Act Großbritanniens sind.
Music Review | verfasst 03.05.2012
Model 500
Control
Juan Atkins, Mike Banks, Mark Taylor und Milton Baldwin erinnern als Model 500 an die gute alte Zeit.
Music Review
Daso
Meine Idee
Daso ist tot, doch »Meine« bleibt für immer bei uns. Der Ghostly-Ableger Spectral Sound legt nun die gesamte »Meine Idee«-EP neu auf.
Music Review
Ghostface Killah
Ghostface Killahs
Mit »Ghostface Killahs« liefert Ghostface Killah was die Fans wollen. Mehr nicht. Am Ende bleibt nicht ein Track wirklich hängen.
Music Review
Nef
Mais Alors !!?... C'Est a L'Envers
»Mais Alors !!?… C’Est a L’Envers«, das erste und einzige Album der französischen Band Nef, wurde jetzt wiederveröffentlicht.
Music Review
Matthew Halsall
Oneness
Ein Jahrzehnt lang hatte Matthew Halsall die Aufnahmen unter Verschluss gehalten. Jetzt ist »Oneness« veröffentlicht und das ist ein Segen.
Music Review
Various Artists
J-Jazz Deep Modern Jazz From Japan 1969-1983 Vol.2
Weiter 15 Jazzstücke aus dem Land der aufgehenden Sonne bietet die neue Compilation »J-Jazz Deep Modern Jazz From Japan 1969-1983 Vol.2«.
Music Review
Various Artists
Ilan Pdahtzur presents Night City Life
»Ilan Pdahtzur presents Night City Music« streicht Synthie-Fans die halbe Discogs-Wantlist aus. Aber sonst so? Recht wenig eigentlich.
Music Review
John Coltrane
Blue World
Wieder Unveröffentlichtes von John Coltrane. Auch wenn es sich bei »Blue World« »nur« um alternative Versionen bekannter Stücke handelt.
Music Review
Lee Hazlewood
400 Miles From L.A. 1955-56
»400 Miles From L.A. 1955-56« versammelt zahlreiches, unveröffentlichtes Material der frühen Schaffensphase von Lee Hazelwood.
Music Review
Pharoah Sanders
Moon Child
Klassisch? Auf jeden Fall. Aber durchgehend auf so hohem Niveau. Pharoah Sanders’ »Moon Child« aus dem Jahr 1990 wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Romare
Gone – 12"
Zwei Jahre nach seinem letzten Album meldet sich Romare mit etwas neuem zurücl. »Gone« ist dabei so offensiv wie noch nie tanzbar.
Music Review
Lloyd McNeill
Elegia
Soul Jazz setzen ihre verdienstvolle Arbeit fort, den Jazzmusiker Lloyd McNeill in Erinnerung zu halten und veröffentlichen »Elegia«.
Music Review
rRoxymore
Face To Phase
Auf ihrer Debüt-LP »Face To Phase« bietet rRoxymore eine stilistische Gemengelage, wie sie selten zu finden ist und noch seltener glückt.
Music Review
Tyler, The Creator
Igor
Tyler, the Creator nimmt das Scheitern einer Dreiecksbeziehung zum Anlass, ein neues abgefucktes Alter Ego zu füttern.
Music Review
Rhode & Brown
Nine To Shine
Auf »Nine To Shine« lassen die Münchener Rhode & Brown mit pfiffig, flockigem Haus die urbane Realität von Asphalt und Beton kurz vergessen.
Music Review
Animistic Beliefs
Mindset:Reset
Have you tried switching it on and off again? Animistic Beliefs wollen mit ihrem Debüt »Mindset:Reset« Electro neu definieren.
Music Review
Samo DJ
To Apeiron
Mit »To Apeiron« liefert Samo DJ alles andere als Peak-Time-Material ab. Sondern Axel-F-Melodien, New-Wave-Beats und BoC-Hommagen.
Music Review
Gyedu Blay Ambolley & Zantoda Mark III
Control
Bon Highlife, zu Reggae, zu Funk, zu Afrobeat und zurück: Mr Bongo veröffentlicht »Control« von Gyedu Blay Ambolley & Zantoda Mark III.
Music Review
Devendra Banhart
Ma
Je kürzer die Albumtitel bei Devendra Banhart, desto mehr Pop. Sein neues Werk heißt »Ma«. Aber diesmal gelingt der Versuch der großen Geste
Music Review
Various Artists
Esa Presents Amandla: Music To The People
DJ Esa Williams aus Kapstadt will mit seiner Compilation »Esa Presents Amandla: Music to the People« die Menschen zusammenbringen.
Music Review
Amelie Lens
Little Robot EP
Amelie Lens’ neueste EP »Little Robot« ist Big-Room-Techno auf der Höhe der Zeit. Nicht mehr und nicht weniger!
Music Review
Hugo Heredia
Mananita Pampera
Mit dem 1976 von Hugo Heredia und seinem Ensemble aufgenommenen »Mananita Pampera« ist ein weiteres Juwel des Jazz wiederveröffentlicht.
Music Review
Barker
Utility
Schon viele Jahre in Berlin als DJ und Produzent unterwegs, legt Sam Barker mit »Utility« nun auf Ostgut Ton sein Debütalbum »Utility× vor.
Music Review
Ebo Taylor
Palaver
Mit dem neu entdeckten »Palaver« von Ebo Taylor gibt es ein erstes richtiges Highlight in der neuen Tabansi Gold Series von BBE Africa.
Music Review
Ill Considered
8
Etwas urbaner als der eher atmosphärische Vorgänger, präsentiert »Ill Considered 8« eine weitere Schattierung der britischen Jazzer.
Music Review
Sampa The Great
The Return
Sampa The Great ist mit »The Return« ein unglaublich tolles, gar beeindruckendes Debütalbum gelungen.
Music Review
Velodrome
На Велодроме 141
Dark Entries hat den belgischen New Beat-Knüller »На Велодроме 141« von Velodrome ausgegraben und wiederaufgelegt.
Music Review
Toshifumi Hinata
Broken Belief
Gemeinsam mit Chee Shimizu arbeitet Music From Memory das Frühwerk von Toshifumi Hinata als Compilation neu auf.
Music Review
Ebo Taylor Jnr & Wuta Wazutu
Gotta Take It Cool
Mit »Gotta Take It Cool« veröffentlicht Mr Bongo Records ein rares Album von Ebo Taylor Jnr, dem Sohn des bekannten Highlife-Musikers.
Music Review
R°A
Space Melody EP
1988 war die Welt echt noch in Ordnung: Mothball Records veröffentlicht mit der »Space Melody EP« von R°A ein Italo-Disco-Highlight.
Music Review
Miles Davis
Rubberband
Natürlich ist das wiederentdeckte Album »Rubberband« von Miles Davis keine Revolution, kein Aufbruch. Es ist dennoch gut.
Music Review
Richard Lamb
Automatic Tango
»Automatic Tango« von Richard Lamb pickt am aktuellen Kanada-Sound wie Ahornsirup an Blueberry-Pancakes.
Music Review
Lower Dens
The Competition
Gebannt von diesen Neonfarben: Mit »The Competition« wagen sich Lower Dens so offensiv wie nie zuvor in den musikalischen Wettstreit.
Music Review
Reggie Andrews And The Fellowship
Mystic Beauty
Reggie Andrews hat als Mentor von Thundercat oder Kamasi Washington Musikgeschichte geschrieben. Jetzt kann er als Musiker entdeckt werden.
Music Review
Bon Iver
i,i
Andpruchsvolle Musik, die nicht überfordern soll: mit »i,i« entfernen sich Bon Iver ein Stück von dem verträumten Folk der ersten Jahre.
Music Review
Dawl
Time To Throw Down EP
Es werden keine Gefangenen gemacht: Dawl ist DJ seit den Anfangstagen von Rave und das hört man seiner »Time To Throw Down EP« dann auch an.
Music Review
Moose Dawa
The Swap
»The Swap« ist eiine Hommage an das Sampling und den schwedischen Beatmaker Moose Dawa gilt es zu entdecken.
Music Review
!!! (Chk Chk Chk)
Wallop
Mit »Wallop« wagen !!! einen wilden Ritt durch die Jahrzehnte, ohne ihre Kernkompetenz der schrägen Dancefloor-Killer zu vernachlässigen.
Music Review
Gareth Quinn Redmond
Laistigh Den Ghleo
Der irische Komponist Gareth Quinn Redmond hat mit »Laistigh Den Ghleo« dem Ambientwerk »Still Way« von Satoshi Ashikawa Tribut gezollt.
Music Review
Satoshi Ashikawa
Still Way (Wave Notation 2)
Das 1982 entstandene, fantastische Album »Still Way « von Satoshi Ashikawa, an dem auch Midori Takada mitwirkte, wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Whitney
Forever Turned Around
»Forever Turned Around« ist der Nachfolger zu Whitneys gefeiertem »Light Upon The Lake«. Es ist dann nette sommerliche Popmusik geworden.
Music Review
Wu-Tang Clan
OST Of Mics And Men
Die Dokuserie „Of Mics and Men“ erzählt die Wu-Tang Saga. Den Soundrack zum faktenbasierten Vierteiler übernahm der Clan selbst.